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Die Allaires räubern in der ewigen Stadt
21. November 2021

(nn) Rom-Capannelle, Samstag, 20. November 2021. In die erste Riesen-Kasse durfte der jüngste betriebsfähige Jahrgang der Italiener auf dem 1.000-Meter-Oval von Rom-Capannelle greifen: In den nach Geschlechtern getrennten Endläufen des Gran Premio ANACT über 1.640 Meter ging es, nach (teils geteilten) Vorläufen am Oktober-Ende in Mailand, Neapel, Rom und Treviso, für die Generation „D“ um je 154.000 Euro - ohne einen einzigen Starter aus dem Quartier Alessandro Gocciadoros.

Dafür zog bei den zuerst gefragten „Fillies“ Familie Allaire dank Danish Melody, die ihren Altersgefährtinnen die Flötentöne beibrachte, den dicksten Fisch an Land und mit 64.400 Euro Beute zurück über die Alpen.

Zwar verlor Andrea Guzzinati, Allaires Mann fürs Grobe in Italien, mit der Mailänder Vorlauf-Siegerin von der „2“ den Kampf ums Kommando glatt gegen Dunya Mil (5), die die Ausscheidung in Neapel gewonnen hatte, tauschte jedoch mit Dafne Roc (4), die in der Todesspur hängen geblieben war, nach 500 Metern die Plätze und rauschte mit der Brillantissime-Tochter für die finalen 1.000 Meter unwiderstehlich in Front, womit nun Doyourbest der äußere Fahrtwind um die Nase wehte.

Screenshot 2021-11-21 at 08-44-40 Gran Premio ANACT – Google Suche

(Foto: agenparl.eu)

Hinter der Walner-Tochter baute sich bald wieder Dafne Roc vor Donata Indal und Dovecemusicaleone auf, während innen Dorothy Bar, Donna d’Amore SM und Dee Jay die Nächsten waren. Leicht wurde es Danish Melody, einer Schwester der ebenfalls die weinrot-weißen Farben der Allaires tragenden Beautiful Colibri und Orsi-Mangelli Sieger Callmethebreeze, allerdings nicht gemacht, denn bis zum Ziel blieb Doyourbest dran wie eine Klette und unterlag lediglich um einen „Kopf“.

Klar zurück nutzte die von Ringostarr Treb gezeugte Dorothy Bar den schonenden Innenspur-Vortrag ihres Chauffeurs Vincenzo-Piscuoglio dell’Annunziata zu Platz drei deutlich vor Dee Jay (von Muscle Mass), die eine Länge von den um den kleinsten Scheck streitenden Dunya Mil und Donata Idal trennte.

Gran Premio MIPAAF ANACT (Gruppe I nat., Zweijährige)
1640 Meter Autostart, 154.000 Euro
Wert: 64.400 - 30.800 - 16.800 - 8.400 - 5.600 sowie 28.000 Euro Züchterprämie
Abteilung Filly
1.    Danish Melody*    13,6    Andrea Guzzinati    22
    2j.dklbr. Stute von Brillantissime a.d. Gilly LB von Supergill
    Be: Gitte Poulsen-Allaire, FR; Zü: Scud. Perno I Sas; Tr: Andrea Guzzinati
2.    Doyourbest*    13,7    Marco Smorgon    23
3.    Dorothy Bar*    14,2    Vincenzo-P. Dell’Annunziata    69
4.    Dee Jay    14,6    Antonio Greppi    700
5.    Dunya Mil*    14,7    Vincenzo d’Alessandro jr    121
6.    Donata Indal    14,7    Rene’ Legati    58
7.    Dafne Roc*    15,1    Santo Mollo    127**
8.    Dovecemusicaleone    15,1    Gaetano di Nardo    5604
9.    Donna d’Amore SM    15,1    Giampaolo Minnucci    280
    Demi Moore    dis.r.    Andrea Farolfi    988
    Daytona Roc    dis.r.    Filippo Rocca    127**
*Vorlaufsiegerinnen; **Stallwette
Sieg: 22; Richter: Kampf Kopf - 5 - 3 - 1 - Hals - 3 - k.Kopf - Kopf; 11 liefen (NS Dream Magic)

Video: http://webtv.awsteleippica.com/index.php/video/00000089356#

Nuncios Sohn mit weißer Weste

Rasch gelichtet wurden die Reihen der ein Dutzend „Maschi“ durch frühe Fehler von Danger Bi, Decollo SE und Danielone. Mit teuflischem Antritt sicherte sich Neapel-Sieger Diabolik Nap (3) die Führung vor Dardo Zack (1), der die Mailländer Elimination gewonnen hatte. Enormes Vertrauen hatte Cesare Ferranti in den bei fünf Versuchen noch nie bezwungenen Denzel Treb.

Obwohl er ganz bequem hinter dem Leader hätte einparken können, blieb der Nuncio-Sprössling (4) in der Angriffsspur und bekam in Decimomeridio GPD und Deus Zack zwei dankbare Anhängsel. Genauso krass, wie er angefangen hatte, baute Diabolik Nap nach einer Runde ab. Das hatte dell‘Annunziata gut gerochen, Dardo Zack rechtzeitig in die Außenspur bugsiert und machte sich auf die Verfolgung des leichtfüßig in Front gedüsten Denzel Treb.

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(Foto: corrieredellosport.it)

Fast schien sich die „Filly“-Geschichte zu wiederholen, denn plötzlich hatte er den auf zwei Längen enteilten Schützling von Trainer Massimo Compagno wieder in Schlagweite. Bei dem brauchte Ferranti jedoch nur die Hand ein wenig aufzumachen. Als sei es das Einfachste von der Welt, legte „Denzel“ ein Schippchen drauf und blieb für den sechsten Treffer und die weiterhin weiße Weste souverän mit einer Länge im Vorteil. Die restlichen Prämien gingen in übersichtlichen Abständen vom Tisch - da musste der Zielrichter nicht zweimal hinschauen.

Abteilung Maschi
1.    Denzel Treb*    13,8    Cesare Ferranti    18
    2j.br. Hengst von Nuncio a.d. Farsalo Egral von Supergill
    Be: Mauro Prospero; Zü: Az.Agr. Trebisonda; Tr: Massimo Compagno
2.    Dardo Zack*    13,9    Vincenzo-P. Dell’Annunziata    35
3.    Decimomeridio GPD    14,1    Massimiliano Castaldo    91
4.    Deus Zack*    14,3    Edoardo Loccisano    81
5.    Dante Fas    15,4    Vincenzo Luongo    462
6.    Daiki    15,6    Giampaolo Minnucci    1421
7.    Delfo Nobel    16,3    Enrico Bellei    568
8.    Derrick FKS    16,4    Mario Minopoli jr    462
    Decollo SE    dis.r.    Gaetano di Nardo    865
    Danger Bi    dis.r.    Maurizio Biasuzzi    251
    Diabolik Nap*    agh.    Tommaso di Lorenzo    74
    Danielone    agh.    Antonio di Nardo    103
*Vorlaufsieger
Sieg: 76; Richter: sicher Hals - 2 - 2 - 1 - 5½ Längen; 12 liefen

Video: http://webtv.awsteleippica.com/index.php/video/00000089371#

Deutlich wurde einmal mehr, wie breit gestreut in Italien gezüchtet wird: Die 24 Aspiranten stammen von 22 unterschiedlichen Stallions. Doppelt vertreten waren nur Nad Al Sheba (Donata Indal & Decimomeridio GPD) und Oropuro Bar (Dafne Roc & Delfo Nobel); der Rest waren „Einzelkämpfer - von Amerikas neuem Star Walner über die Allaire-Cracks Bird Parker und Brillantissime bis zu den hierzulande eher unbekannten Iper Roc und Langdon Grif.

Kurioserweise nicht vertreten waren die beiden weltweit anerkannten Vererber-Champions Muscle Hill und Ready Cash.