++ Heute: Trabfahren auf der Grasbahn in München-Riem - Vorjahressieger Desiderio (Christoph Schwarz) gegen zehn Konkurrenten - Startzeit 17:30 Uhr ++ ++ Heute: Anna-Lena Fürstenbergers Ultrablue (Roberto Vecchione) und Stall Online Belina Times (Ronja Walter) in Montecatini - Beginn 19:55 Uhr ++ ++ Heute: Vorläufe der StoSprintern in Halmstad mit Stall Adamas' Serena Zon und Rhiannon (Tyler Mifsud) - Im Rahmen: Gestüt Lasbeks Veritas und Debütantin Wendy (Mika Forss), Karin Walter-Mommerts Radja Invicta (Joakim Lövgren), Nicolai Hanover (Adrian Kolgjini), Hard Rock (Markus Waldmüller), Nick Nack Mearas (Tyler Mifsud) und Logan Huntzberger (Kevin Oscarsson) sowie Patrick Maleitzkes Swept Away S (Carl Johan Jepson) - Beginn 18:20 Uhr ++ ++ Heute: Björn Goop mit Karin Walter-Mommerts X.X.X.In und Nagoya Newport sowie mit Patrick Maleitzkes Arcania S in Färjestad - Ab 18:30 Uhr ++ ++ Kalmar: Stall Adamas Under Armour (Joakim Lövgren) in der Gulddivision hinter A Fair Day und Walmann 3. in 1:09,2/1640 Meter - Stallgefährte Staro Steven in der STL Klass I dis.rot - Karin Walter-Mommerts Gudrid Face (Dante Kolgjini) in einem 339.000-Kronen-Lauf der STL Diamantstoet dis.rot ++ ++ München: Nach dem Ausfall der Favoritin Slightly Love AS gewinnt Tigerhead mit Marciano Hauber den Großen Preis von Bayern (15.000 Euro) in 1:14,5/2100 Meter - Der Goldhelm entschädigt sich mit Arrivederci im München TCT Gold-Cup für Hengste und Wallache in 1:16,2/2100 Meter, die auch I Am Jet (Thorsten Tietz) bei den dreijährigen Stuten trabt ++ ++ Wien: Mit dem 141. Österreichischen Traber-Derby (50.000 Euro) holt sich Deutschlands Silberhelm Christoph Schwarz mit dem Gramüller-Schützling Secret Venus in neuer Rennrekordzeit von 1:13,8/2600 Meter sein drittes Blaues Band - Im Frei für Alle Stall Wieserhofs Uccellone (Christoph Schwarz) 2. in 1:14,5/2600 Meter hinter Lozano Boko bzw. vor Face Time Spada und Mona Lisa Venus - Josef Sparber mit Karin Walter-Mommerts Capella 2. in 1:14,9/1600 Meter, Lumiere de Chartres 5. in 1:15,2/2100 Meter, After Dark Diamant 1. in 1:12,9/2100 Meter ++ ++ Donnerstag: Zwei 10.000-Euro-Qualifier zum Dreijährigen-Kriterium plus sieben Rahmenprüfungen in Hamburg - Drei Stolle-Schützlinge in der Zweijährigen-Quali - Beginn 17:30 Uhr ++
Derby-Triple für Christoph Schwarz
22. Juni 2026

Zum dritten Mal binnen sieben Jahren gewann am Sonntag der deutsche Vize-Champion Christoph Schwarz das Blaue Band seines Heimatlandes. Und wieder saß der 51-jährige, gebürtige Salzburger im Sulky eines in München vorbereiteten Gramüller-Schützlings.

Dabei war der Baltimore-As-Sohn Secret Venus (aus einer Donato-Hanover-Stute) erst sieben Wochen vor dem 141. Österreichischen Traber-Derby von Gregor Krenmayr nach Daglfing gewechselt.

Marcus Gramüller: „Ich hatte ihn als Dreijährigen schon im Auge, als er sich in München in feiner Manier qualifizierte. Er war aber damals nicht zu kaufen. Als jetzt die Anfrage des Wiener Besitzers kam, der unbedingt im Derby starten wollte, gab es sozusagen die zweite Chance.“

Und weiter: „Er war von Gregor eigentlich top-vorbereitet. Wir haben mit Thomas Kirchner und Imre Fabrian nur ein bisschen am Beschlag gebastelt und ihn am Sonntag dann aber doch wieder barfuß gestartet.“ (Anmerkung: Wie beim Weile-Sieg bei der Daglfinger Generalprobe)

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Foto: krieau.at

Die mickrige Gewinnsumme von Secret Venus vor dem Derby (3.320 Euro) reichte nicht für einen der acht Plätze in der ersten Startreihe. Dennoch kürte man den Hengst mit 32:10 zum zweiten Favoriten. 

Mit der ihm eigenen Ruhe brachte Christoph Schwarz seinen Schützling ohne jedes Risiko in die Partie und ging in achter Position in den ersten Bogen, wo er längst in zweite Spur gewechselt war und sich exakt eine Runde lang ziehen ließ.

1400 Meter und damit relativ früh erfolgte der entscheidende Vorstoß von Secret Venus, der dabei scheinbar ohne jede Mühe am Feld vorbei und mit Beginn des letzten Kilometers widerstandslos in Front zog.

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Die Vorentscheidung: Secret Venus rauscht an die Spitze (Foto: krieau.at)

Der Außenseiter Power Fabulous, mit dem sich Franz Konlochner als offensiver Pacemaker betätigt hatte, warf hier bereits das Handtuch, worauf Christoph Fischer mit der nach fünf Siegen in Serie favorisierten Ivana Venus, bis vor kurzem noch Trainingsgefähritin von Secret Venus, hinter jenem an die Innenkante scheren konnte. 

Da Christoph Schwarz den Schwung des Angriffs mitnahm und Secret Venus einfach laufen ließ, riss das Feld auf der letzte Gegenseite weit auseinander. Lediglich Ivana Venus vermochte das anspruchsvolle Tempo noch halbwegs mitzugehen, konnte die Lücke zum Piloten aber nicht mehr schließen.

Mit sechs Längen Vorsprung schlug Secret Venus schließlich an, der, so zumindest der optische Eindruck, mehr in petto hatte als die 1:13,8/2600 Meter, womit er den Rennrekord von Mona Lisa Venus aus dem Jahr 2024 um eine Zehntelsekunde drückte.

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Ivana Venus blieb ungefährdete Zweite und tröstete Secret Venus' Ex-Trainer Gregor Krenmayr ebenso wie die von ihm selbst auf Rang drei gesteuerte Darling Venus für die Freilassinger Farben von Sabine Jackson sowie der Fünfte Black Speed (Thomas Royer). Als Vierter und damit bester des vierköpfigen Mayr-Lots überraschte Power Mystic mit Michael Schmid, während das sechste und letzte Platzgeld durch den von Jaap von Rijn auf Ankommen gesteuerten Wilander ebenfalls in das Gramüller-Quartier ging.

Nach den Derbysiegen von Diamant Venus und Mona Lisa Venus sowie zahlreichen Platzierungen feierte die in Tschechien beheimatete AGRO HOCHSTAFFL s.r.o., die seit langem und höchst erfolgreich österreichische Traber mit dem berühmten Suffix „Venus“ züchtet, diesmal gleich einen dreifachen Züchtertriumph.

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Am Kopf von Secret Venus Pflegerin Nadja Gramüller (Foto: krieau.at)

Um ein Haar hätte Christoph Schwarz auch seine zweite Fahrt in einen Sieg umgemünzt. Nach einem Rennen in der Todesspur wurde er mit Stall Wieserhofs Uccellone im „Frei für Alle“ erst unmittelbar vor der Linie von Lozano Boko (Gregor Krenmayr) gestellt. Beide trabten 1:14,5/2600 Meter und ließen die österreichischen Derbysiegerinnen der beiden Vorjahre, die lange führenden Face Time Spada (Gerhard Mayr) und die im Finish hinter jener festsitzende Mona Lisa Venus (Hubert Brandstätter) klar hinter sich.

Auch Josef Sparber, der im Rahmen des wegen der auf den Vormittag verschobenen Veranstaltung in Vincennes komplett mit PMU-Toto abgewickelten Renntages mit drei Schützlingen von Karin Walter-Mommert gastierte, blieb ein Double versagt - allerdings aus anderen Gründen.

Erster im Ziel - mit rund zwei Längen Vorsprung - war er zunächst mit Capella (1:14,9/1600 Meter), doch wertete die Rennleitung Sparbers Fahrspurwechsel im Einlauf überraschend als Behinderung von Hawaii Venus (Wolfgang Ruth) und setzte ihn auf Platz zwei zurück. 

Ähnliches Ungemacht drohte Sepp Sparber mit After Dark Diamant nicht, denn der Indigious-Sohn war beim siebten Sieg in Serie unter Rekordverbesserung auf 1:12,9/2100 Meter derart überlegen, dass ihn die Konkurrenz, darunter der starke Mr Konung, schon im Schlussbogen aus den Augen verlor.

Mit der Hitze weniger gut zurecht kam Lumière de Chartres, die nach langer souveräner Führung im Finish aufsteckte und auf Platz fünf in 1:15,2/2100 Meter zurückfiel.