++ Berlin: Tyron Hill (Josef Franzl), Komino Blue Lagoon (Andreas Gläser) und Rainbow Bo (Christoph Schwarz) gewinnen die Läufe zur Gold-, Silber- und Newcomer-Serie ++ ++ Axevalla: Patrick Maleitzkes Spice on Ice S (Christoffer Eriksson) 5. in 1:15,3/2140 Meter - Karin Walter-Mommerts Comand and Conquer S (Stefan Persson) dis.rot ++ ++ Vichy: Karin Walter-Mommerts Mercator verspringt mit Mathieu Mottier in einem 33.000-Euro-Course-B für Vierjährige eingangs der Zielgeraden alle Chancen ++ ++ Eskilstuna: Karin Walter-Mommerts Scandalous Zon 3. in 1:15,4/2140 Meter Timotejs Oki (Björn Goop) 6. in 1:16,3/2140 Meter - Stall Habos Noosa Heads Boko (Simon Helm) 7. in 1:14,5/2140 Meter ++ ++ Mittwoch: Nikou Chak mit Mario van Dooyeweerd in einem 46.000er für Dreijährige in Enghien (Startzeit 15:28 Uhr) - Die Gramüller-Schützlinge Pearl Newport (Roberto Vecchione) und Gino (Ronja Walter) in Montecatini - Beginn 20:15 Uhr ++ ++ Donnerstag: Vier mit jeweils 4.000 Euro dotierte Trabfahren in Hamburg-Horn - Beginn 14:30 Uhr ++ ++ Sonntag: Buddenbrock-Rennen (25.000 Euro) mit Blizzard Diamant und der 2. Lauf zum Super Trot Cup (15.000 Euro) in Berlin - Acht Rennen ab 13:00 Uhr ++ ++ Sonntag: Elf C-Bahn-Rennen in Drensteinfurt ab 14:00 Uhr ++
Heißer Abschied
26. Juni 2026

(hamburgtrab.de) Es war nicht ganz so arg wie anderswo, dennoch ächzte auch Hamburg unter der Hitze. Dem trug man Rechnung, indem man den Rennbeginn um eine Stunde nach hinten verlegte. Eine leichte Brise ging, und es war halt Sommer.

Den lauen Sommerabend nutzten etliche Hamburger, die die neun Rennen vor Ort verfolgten, meist im schattigen Vorfeld der Tribüne. Leider gab es einige Nichtstarter, was ohnehin übersichtliche Felder weiter reduzierte.

Aufgrund des Deutschlands-Spiels war dann gegen Ende das Interesse insgesamt reduziert. Schade eigentlich, denn mit dem Renntag ging die Trabrennbahn Bahrenfeld in eine lange Sommerpause. Man verabschiedete sich bis zum 9. September.

Gute Dreijährige

Der nobel gezogene Noble Lobell wurde seiner Abstammung im Qualifier 2 zum Dreijährigen-Kriterium vollauf gerecht. Aus der Radfahrerlage griff er sich in der Hand von Robin Bakker den führenden Favoriten Wisconsin, der keine Antwort hatte.

Dritter wurde Sultan of Swing S, während Adonis HB nach einer Galoppade Ende gegenüber aus der Wertung fiel. Lediglich drei Teilnehmer kamen so ins Ziel, was einmal mehr die Sinnhaftigkeit der aktuellen Ausschreibung dieses Zirkels in den Fokus rückte.

Hatte Robbin Bot für den Stall Germania mit Wisconsin also keine Siegerdecke mit in den Stall bringen können, so holte er das im Qualifier der Stuten nach. Stella Luna gewann aus der Lage hinter der führenden Express Love nach einer flotten Schlusshalben überaus souverän. Dritte wurde mit respektablem Abstand Dragonera.

Screenshot 2026-06-26 at 14-45-13 Heißer Abschied - Hamburger Trab-Zentrum e.V

Stella Luna mit Robbin Bot (Foto: Uwe Stelling)

Kleines Jubiläum

Ein kleines Jubiläum durfte Marciano Hauber gleich zu Beginn des Abendrenntages feiern, als ihm mit dem Debutanten First Dream TG sein 250. Volltreffer gelang. In einem kleinen Feld attackierte der großrahmige Don-Fanucci-Zet-Sohn den führenden Paolo di Quattro, der mit einer Galoppade reagierte. Damit war die Messe gelesen. Lloyd schnappte sich den Ehrenplatz, während Rixt Beuckenswijk klar zurück Dritte wurde.

Hauber 250

Sieg Nr. 250 für Marciano Hauber mit First Dream TG (Foto: Uwe Stelling)

Mit Roswald Eagle schnappte sich Hauber dann noch die Abschlussprüfung. Der zunächst sehr defensiv vorgetragene Hengst nahm die Sache auf den letzten 600 Metern richtig ernst und bekam die vorne gehende Loretta di Masi leicht in den Griff. Dahinter bot Joell Dream als Dritte einen Ansatz.

Doppelschlag vom Goldhelm

Der gerade in Hamburg in bestechender Form agierende Champion Michael Nimczyk führte Pipa Massive bei deren 10. Lebensstart zum 9. Volltreffer. Bald war das Kommando erobert, womit mehr als die Vorentscheidung bereits gefallen war. Otto Beuckenswyk holte sich das zweite Geld klar vor Omani, ohne allerdings der heißen Favoritin gefährlich werden zu können.

Seinen zweiten Punkt markierte der Goldhelm dann mit Jaccomo, der von der Spitze aus das Tempo nie abflauen ließ und sich in flotter Zeit von 1:13,2 ins Ziel rettete gegen Velten Manhattan und Proud Beuckenswijk.

Überraschungen

Die V6-Wette begann mit einer Überraschung, denn der Sieger Norbert Charisma kam zur Quote von 29,3:1 zum Zuge. Ebenso überrascht war auch Besitzer, Trainer und Fahrer Danny den Dubbelden, denn Norbert Charisma musste durch die zweite Spur und war dennoch am Ende stärker als der Rest. Während der Pilot Tarantino aufgab, kamen Ulanova L.A. und Pebbles Stone noch gut auf, aber konnten den Sieger nicht gefährden.

Über den Open Stretch führte auch der Weg in den Winner-Circle für Pogba. Kornelius Kluth schaffte es, mit dem Fuchs, den führenden Vermithrax auszukontern. Ronja Bo blieb da nur das dritte Geld.

Bestens war die Stimmung im Winner-Circle, als Leo Hoenig vorfuhr. Nach jahrzehntelanger Durststrecke erschien Hoenig, der jüngst schon in Berlin gewinnen konnte, auch in seiner Heimatstadt wieder einmal bei einer Siegerehrung.

krikri

Den Sieg im Visier: Leo Hönig mit Krikri du Flot (Foto: Uwe Stelling)

Mit Krikri du Flot machte er alles richtig, fuhr durch, um nicht außen hängen zu bleiben, kontrollierte das Tempo, verlor nicht die Nerven, als Nordin schon vorbei war, sondern konterte den Favoriten als 14,4:1-Chance in der Distanz wieder aus. Duval di Masi kam dahinter als Dritter ein; und die V6-Wette war bereits „beerdigt“, im September wartet dann ein Jackpot auf die aus dem Urlaub heimkehrenden Hamburger.