(htz-press) Nachdem sich der bisherige Saisonverlauf in Bahrenfeld mit einigen Renntags-Absagen und oft kleinen Feldern ein wenig holprig gestaltet hat, kann am Pfingstsonntag in anderen Dimensionen gedacht werden.
Zwölf Rennen, rund 85.000 Euro an Rennpreisen und Züchterprämien, viele hochkarätige Gäste von Michael Nimczyk und Thorsten Tietz über Dion Tesselaar und Danny Brouwer bis hin zu Mike Lenders, der mit zwei Startern aus der Normandie anreist, sowie eine 10.000 Euro-V7-Wette in der Programm-Mitte und eine 4.000 Euro-V4 am Ende des Tages lassen die um 12.30 Uhr beginnende Veranstaltung zum ersten Saisonhöhepunkt im Norden werden.
Die sportlichen Highlights sind das traditionsbeladene Schwarzer-Steward-Rennen, zwei Abteilungen zum TCT Gold Cup 2026 für Dreijährige und zwei Vorläufe zum Hamburger Stuten-Cup.
Schwarzer Steward: Klein, aber fein
Etwas mehr Resonanz als nur sechs Teilnehmer hätte dem früher in drei Vorläufen und Finale entschiedenen Schwarzer Steward-Rennen, das an 9. Stelle gelaufen wird, Bestandteil der V7-Wette ist und gleichzeitig die V4-Wette eröffnet, sicher gutgetan, doch die Klasse und Ausgeglichenheit der Kandidaten entschädigen, denn alle treten mit einem oder mehreren Siegen im Formenspiegel an.
Den weitesten Weg legt Mike Lenders zurück, zwischen dessen Trainingsquartier Foucarville in der Normandie und der Bahrenfelder Rennbahn fast 1.200 km liegen. Der Trainer selbst, der die Traditionsprüfung 2018 mit Voyage d’Amour schon einmal gewinnen konnte, vertraut auf den in seiner Laufbahn erst zweimal bezwungenen Feels like Forever und überlässt die Fahrt hinter dem kaum weniger erfolgreichen Tyrolean Dream Jeffrey Mieras.
Tigerhead (Marciano Hauber) tritt mit ähnlicher Erfolgsbilanz an und fordert das Duo ebenso heraus wie Mariendorf-Sieger Pushin P YB (Danny Brouwer) und die ihr kürzliches Bahrenfeld-Duell erneuernden Slightly Love AS (Michael Nimcczyk) und Nelson (Thorsten Tietz), das letzterer mit tollem Speed zu seinen Gunsten entschieden hatte.
Dreijährige mit Perspektive
Die beiden nach Geschlechtern geteilten TCT Gold Cup 2026-Prüfungen sehen Dreijährige am Ablauf, die zum Teil vor einer großen Karriere stehen könnten.
Bei den Hengsten und Wallachen (3. Rennen) sticht Rolleman Flevo (Dion Tesselaar) ins Auge, der alle sechs bisher bestrittenen Rennen gewonnen und bereits fast 60.000 Euro verdient hat. Vor allem Arrivederci (Michael Nimczyk), der sich bei seinem bislang einzigen Auftritt die Breeders Crown in spektakulärer Manier geholt hatte, und vier weitere gutklassige Kandidaten wollen dem Favoriten auf den Zahn fühlen.
Bei den Stuten messen sich zum Abschluss des Renntags und der V4-Wette ebenfalls sechs, doch steht dort keine so deutlich heraus.
Leicht favorisiert könnte Riana Vrijthout (Robbin Bot) sein, die zweijährig schon gewann und beim Wolvega-Saisoneinstand als Dritte mit Rekordverbesserung gefiel. Als frische Siegerinnen reisen die Wieserhof-Vertreterinnen Iroshima Jet (Michael Nimczyk) und I am Jet (Thorsten Tietz) an, doch sind die Treffer aus Bologna und Straubing gegenüber den Leistungen der anderen nicht leicht in Relation zu setzen.
V-Wetten mit attraktiven Garantien
Erstmals seit dem Grand Prix-Meeting Anfang Oktober wird eine V7-Wette angeboten (4.-10. Rennen), die mit einer Garantie von 10.000 Euro versehen ist und dank interessanter Felder die verdiente Beachtung erhalten sollte.
Der Auftakt könnte vom Duell der Lasbeker Jahresdebütantin Valparaiso (Michael Nimczyk) und der zuletzt in Rekordzeit ehrenvoll unterlegene Gloria AS (Victor Gentz) geprägt sein, bevor in V7-2 dieselben Fahrer mit Vilnius und Hitch Hiker aussichtsreich sind, Doppelsiegerin Odessa Greenwood (Patrick van Ooijen) aber aus dem Duell einen Dreikampf macht.
Auch in der Steherprüfung für die beste Tagesklasse (V7-3) werden die meisten Wetter drei Pferde in der engeren Wahl haben, neben WalkofFame Diamant (Michael Nimczyk) und Orkan Bo (Marciano Hauber) trotz Doppelzulage auch Großverdiener Toto Barosso (Robbin Bot).
Ohne Bänke geht es nicht
V7-4 für die Anfängerklasse sieht für den debütierenden Roswald Eagle (Marciano Hauber) lösbar aus, der vielleicht sogar ein Bankkandidat sein kann, doch der Mönchgladbacher Treffer von Opera OE (Micha Brouwer) hinterließ einigen Eindruck.
Auch V7-5 sieht Hauber mit dem seit Monaten immer eins-zwei gewesenen Outlander SB gut gerüstet, allerdings ist die von Vermithrax (Victor Gentz) angeführte Konkurrenz nicht von Pappe.
Nach dem Schwarzer Steward-Rennen wartet zum Abschluss der V7-Wette mit dem 2. Vorlauf zum Hamburger Stuten-Cup eine weitere knifflige Aufgabe, in der sich Mille Fleurs (Michael Nimczyk) nach dem eindrucksvollen Comeback-Erfolg nun in höherer Gewinnklasse bewähren will und muss.
Die letzten vier Rennen (9.-12.) sind Bestandteil einer V4-Wette, deren Garantie von 4.000 Euro sich gleichfalls sehen lassen kann. Laufen die ersten beiden V4-Rennen noch parallel mit der zu Ende gehenden V7, müssen die Wetter danach noch einmal ins Detail gehen.
Immerhin bieten sich sowohl in V4-3 mit dem in selbiger Hand bereits erfolgreichen Purple Flevo (Leo Hönig) wie auch im Tagesfinale (V4-4) mit Riana Vrijthout (Robbin Bot) zwei mögliche Bänke an, so dass auch Wetter mit überschaubaren Budgets eine reelle Trefferchance haben.
Der nächste Bahrenfelder Renntag findet am Sonntag, 14. Juni, Rennbeginn 13.00 Uhr, und dem mit 15.000 Euro dotierten Finale zum Hamburger Stuten-Cup statt.





