++ Karlshorst: Thomas Reber gewinnt mit Woodbrown Beauty Vorlauf und Finale des Bernhard-Albers-Memorial ++ ++ Rättvik: Stall GESVEAs Zebou mit Andre Schiller beim Schweden-Debüt aus zweiter Reihe Zweiter in 1:17,2/2149 Meter - Mantorp: Stall Habos Opalis mit Rikard Skoglund Vierte in 1:14,0/2140 Meter ++ ++ Prag: Bei einem Gastspiel am Samstag gewinnt Robert Pletschacher mit Top Lavec und Pandroklus Eck, belegt überdies mit Fandjo Rang zwei und O.M. Dustin Platz vier ++ ++ Hagmyren: Erster Schweden-Erfolg für Franz-Josef Stamers Nelly Pepper, die unter Christina Hande ein Monté aus dem zweiten Band in starken 1:14,2/2160 Meter klar gewinnt ++ ++ Mittwoch: PMU-Lunch in Dinslaken mit fünf Rennen ab 11:35 Uhr ++ ++ Auch 2021 keine C-Bahn-Rennen in Hooksiel - Wegen fehlender Planungssicherheit durch die Covid19-Pandemie erfolgt bereits jetzt die Absage ++ ++ Auch Pfarrkirchen muss das Pfingstmeeting erneut canceln ++
Der Sonderfall
30. März 2021

(BTV-press) Es ist keine Situation, über die man glücklich sein kann: Die Amateurfahrer sind auf den Berliner Bahnen schon seit Monaten zur Untätigkeit verdammt. Und auch am Karfreitag – dem traditionellen Termin des Fritz-Brandt-Rennens – müssen sie zuhause bleiben, da die Corona-Verordnung des Senats aktuell nur Profisport erlaubt. Da der Veranstalter den Klassiker aber nicht einfach ins Wasser fallen lassen wollte, tritt nun ein Fall ein, den es in der über achtzigjährigen Geschichte dieser Prüfung noch nie zuvor gegeben hat und wohl auch nie wieder geben wird: Nicht die führenden Amateure, sondern Profis wie der Europarekordler Heinz Wewering und der amtierende Deutsche Meister Michael Nimczyk bestreiten den Wettkampf.

Das mit 10.000 Euro Preisgeld dotierte und mit 4.444 Euro Dreier-Garantie ausgestattete Rennen steht an siebter Stelle der Tageskarte und wird aus zwei Bändern gestartet. An der 2.000-Meter Grundmarke versammeln sich vier Pferde: Jaya Energy (Marciano Hauber), Over the Cloud (Dennis Spangenberg), One Penny Black (Thomas Reber) sowie Magic Love (Kornelius Kluth) und bereits bei der Aufzählung dieser Namen wird deutlich, dass die Prüfung nicht einfach auszurechnen ist.

Auch unter den Teilnehmern des zweiten Bandes ist kein glasklarer Favorit auszumachen. Jacy di Quattro (Michael Nimczyk) tritt zwar mit einem in Mönchengladbach in beachtlicher Zeit erzielten frischen Erfolg an – aber eine felsenfeste Bank für die bereits im 2. Rennen beginnende und mit 10.000 Euro Garantie versehene V7+ ist Hans Brockers Stute nicht.

Zumal auch unter den ebenso wie sie selber mit Zulage bedachten Konkurrenten einige harte Brocken auf die Fünfjährige warten. Virginias Prime (Thomas Panschow) schlug zuletzt in Front ein geradezu irres Tempo an. Doch während seine Gegner an jenem Tag an der geradezu mörderischen Pace regelrecht verzweifelten, trugen ihn seine Beine immer weiter und Virginia Prime musste sich nur knapp geschlagen geben. Keine Frage: Christina Hempels Crack besitzt eine eiserne Moral.

Windspeed, der erstmals seit 2017 wieder von Heinz Wewering gesteuert wird, ist ebenfalls sehr zuverlässig und machte seinem Namen in Bahrenfeld mit einer starken Schlussleistung alle Ehre. Auch Ready to Race (Michael Hönemann) und den von Österreichs Sulky-Legende Gerhard Mayr präsentierten Hour of Power darf man nicht auslassen.  

Nicht ganz so offen wie das Fritz-Brandt-Rennen ist der als vierte Tagesprüfung stattfindende Auftaktlauf der Silber-Serie um 6.000 Euro Preisgeld. Denn hier spricht vieles für zwei Pferde: für den nur exquisite Leistungen kennenden Favori de la Basle (Michael Nimczyk) und seinen Herausforderer Desavi D (Dennis Spangenberg). Auch Horatio Fortuna (Roman Matzky) besitzt viel Laufvermögen – aber in der Wuhlheide blieb der Fuchswallach deutlich hinter Desavi D und sein kürzlicher Auftritt in Hamburg war enttäuschend – er sprang nach offensivem Verlauf als geschlagenes Pferd an. Ein dickes Fragezeichen steht hinter Mon Filou (Heinz Wewering). Dessen Dezember-Leistungen waren exquisit, aber es könnte dem Achtjährigen nach seiner Ruhepause noch an Kondition fehlen.

Falls sich alles formgemäß entwickelt, sollte sich der pünktlich um 14.00 Uhr erfolgende Startschuss des Acht-Rennen-Programms zu einem Duell zwischen Nada más (Michael Nimczyk) und Chanel (Thorsten Tietz) entwickeln. Absolut vorzüglich ist die zweite Tagesprüfung besetzt, denn Major Ass (Victor Gentz), die stets erst auf der Schlusshalben gebrachte Gian Luca Pasel (Marciano Hauber), Free Bird (Michael Nimczyk) und Jacky Bros (Thomas Panschow) sind ebenso wie Falco (Dennis Spangenberg), Willow Bay Evert (Jorma Oikarinen) und Harley As (Manfred Zwiener) klangvolle Namen.

Im 3. Rennen folgen relativ unerfahrene Pferde – aber die Stallteams von Mockridge (Victor Gentz), On the Pasture (Rolf Hafvenström) Laith H Boko (Marciano Hauber) und Bellas Bijou (Heinz Wewering) werden sicherlich alle Hebel in Bewegung setzen, damit sich ihre Schützlinge ebenfalls einen Ruf erarbeiten.

Vivaldi Diamant (Victor Gentz), King of the Hill (Michael Nimczyk), Naidoo (Kornelius Kluth), Paladino (Thorsten Tietz), Crime of Life (Dennis Spangenberg) und Kelcy Beuckenswijk (Thomas Skoruppa), die allesamt im 5. Rennen antreten, sind mit derselben Zielsetzung schon längst eifrig dabei – ein erstklassiges Teilnehmerfeld!

Und das Prädikat „besonders wertvoll“ gilt auch für das 6. Rennen, in dem Mariendorfs „Traber des Jahres 2020“ Purple Rain (Thorsten Tietz) sich gegen Bonanomi CG (Victor Gentz) behaupten muss. Zumindest ein Platzgeldanwärter ist Arabesk Hazelaar (Dennis Spangenberg), dessen Besitzerfamilie Zdziarstek die Spendierhosen anhat und alle Sieger des Nachmittags mit einem aus Halfter, Strick, Decke und vier Bandagen bestehenden Rundum-Sorglos-Paket des Herstellers Fintack ausstattet – ein herzliches Dankeschön dafür! 

Wenn dann das abschließende 8. Rennen, in dem Andreas Gläsers bärenstarker Hengst Fight of the Night klar favorisiert ist, entschieden ist, wird wohl ein Fazit zu ziehen sein: Auch wenn bei der Fritz-Brandt-Veranstaltung in diesem Jahr alles anders war als gewohnt, wurden In Mariendorf am Karfreitag tolle Leistungen geboten – und wenn die Amateure, die mit ihrer flammenden Leidenschaft und all dem Herzblut, das sie Tag für Tag in ihre geliebten Pferde investieren und mit dem sie zu einer der tragenden Säulen des Rennsports geworden sind, endlich wieder dabei sein dürfen, wird es umso schöner sein!    

Die Wett-Highlights am 2. April:

Prämienausspielung um Wettgutscheine im Wert von 1.000 Euro über die Siegwette der Rennen 1-8!

1. Rennen -  Lunch Double-Rennen. 

2. Rennen -  Start der V7+ mit 10.000.- Euro Garantie. 

3. Rennen -  Sieg-Jackpot 2.000.- Euro.        

5. Rennen -  Sieg-Jackpot 2.000.- Euro.        

6. Rennen -  Daily Double-Rennen.  

7. Rennen -  3er Wetten-Garantie 4.444.- Euro. 

8. Rennen -  Sieg-Jackpot 2.000.- Euro.        

Unsere Tipps:

1. Nada más – Chanel – Wildest Dreams 

2. Major Ass – Gian Luca Pasel – Free Bird

3. Mockridge – On the Pasture – Laith H Boko

4. Favori de la Basle – Desavi D – Horatio Fortuna

5. Vivaldi Diamant – King of the Hill – Paladino

6. Purple Rain – Bonanomi CG – Stand up

7. Jacy di Quattro – Over the Cloud – Virginias Prime

8. Fight of the Night – Prometheus – Henriette Sisuweb