++ Heute: Stall Habos Hooper des Chasses und Horst Müller-Terbille Lady Black Rochel mit Danny Brouwer in Cagnes-sur-Mer (Beginn 13:55 Uhr) ++ ++ Heute: Karin Walter-Mommerts Allstar (Tyler Mifsud), Euron Face, Langli und Star Cash (Dante Kolgjini) in Halmstad - Ab 18:20 Uhr ++ ++ Solvalla: Karin Walter-Mommerts Sauron Zon (Björn Goop) dis.rot, Riverdale Z. (Conrad Lugauer) 5. in 1:14,1/2140 Meter - Gestüt Lasbeks Ursinia (Magnus Djuse) 1. in 1:12,9/1609 Meter - Frederik Plassen mit den Tinter-Schützlingen Frog di Girifalco 4. in 1:13,8/2140 Meter, Figaro II mit Fehler 2. in 1:16,2/2140 Meter, Hidalgo Simoni 4. in 1:14,1/2140 Meter, Västerbo Carretera 7. in 1:14,3/2140 Meter ++ ++ Freitag: Ronja Walter mit der italienischen Stute Euphoria Roc in einem 7.700-Euro-Monté in Mailand (17:15 Uhr) ++ ++ Sonntag: Vier PMU-Rennen sowie die ersten Läufe zur Newcomer- und Silber-Serie ab 10:45 Uhr ++
Aragorn das As im Gerrits-Quartett
15. Juni 2020

(HTZ-press/cb) Seit nunmehr 140 Jahren wird in Hamburg-Bahrenfeld getrabt. Diese lange Tradition einer Sportstätte neigt sich wohl allmählich einem Ende und zugleich einem neuen Anfang an anderer Stelle zu und wartete zugleich mit einem Novum auf: Es dürfte in dieser langen Geschichte einzigartig gewesen sein, dass kein einziger Zuschauer den ersten Saisonhöhepunkt vor Ort miterlebte und dennoch mehr als 114.000 EUR durch die Wettkassen flossen. Die Welt hat sich einmal mehr verändert, doch die Freude am Trabrennsport ist geblieben.

Das As sticht

Nach zwei Vorentscheidungen stellten sich neun Pferde im letzten Rennen des Sonntages zum Kampf um 15.000 EUR Preisgeld. Leider hatte sich Vorlaufsieger Newport Beach krankheitsbedingt abmelden lassen müssen. So sprach vieles für einen Erfolg der „blauen Armada“ aus den Niederlanden, denn die Gerrits-Besitzerfarben waren gleich viermal im Feld vertreten.

Vorlaufsieger Racing in Time bekam das meiste Vertrauen am Toto, danach traute man Alcione Font viel zu, während Aragorn As mit 13,1:1 nur als dritte Farbe vor Ikarus Love galt. Doch Roland Hülskath an Bord des Ready-Cash-Sohnes fuhr resolut in Front und ließ sich in der Folge die Butter nicht vom Brot nehmen. In 1:14,9 ließ Aragorn As der Konkurrenz insofern keine Schnitte, die von Jamaica Ferro hart innen und der speedigen Classic Royale angeführt wurde, was drei deutsche Fahrer aufs imaginäre Treppchen hievte. Die Viererwette komplettierte Robbin Bot mit Ikarus Love, was zu einem Jackpot in dieser Wettart führte, schon die Dreierwette hatte mit 1.386,9:1 satt gezahlt.

Formgemäße Vorläufe

Die Vorläufe boten unterhaltsamen Trabrennsport mit vielen Positionskämpfen und interessanten Entscheidungen. Zunächst war Classic Royale mächtig gehfreudig in Front, hatte dann keine Körner mehr in der Entscheidung, die zwischen Alcione Font und Racing in Time eine stallinterne war und ein wenig auch so wirkte, denn Jaap van Rijn stellte die Stute nicht kopf gegen den Wallach, zudem stand ja auch noch das Finale an. So durfte Trainer Erwin Bot mit dem Baltimore-As-Sohn für die Gerrits-Farben auf die Siegparade gehen.

Die zweite Vorentscheidung sicherte sich mit einer langgezogenen Schlussattacke Favorit Newport Beach mit Josef Franzl aus zweiter Reihe gegen einen stark laufenden I can steel und den späteren Finalsieger Aragorn As, während Ikarus Love das Kommando nur bis zur letzten Ecke gebracht hatte.

In Tagesbestzeit

Über den kurzen Weg markierte Michael Nimczyk mit Arendelle Tagesbestzeit und gewann in fantastischen 1:12,8 gegen Faday Scott und Kiss Me Bo. Satte 4,8:1 gab es für den Treffer der einmal mehr am Toto unterschätzten Stute, deren Klasse hinlänglich bekannt sein dürfte.

Zwei weitere Treffer ließ der Goldhelm an diesem Tag noch folgen. Brady befreite er aus der Anfängerklasse, indem er über den Open Stretch zustieß. Und schließlich holte er sich mit Jambers das hochdotierte Finale zum Juni-Pokal Start-Ziel gegen einen erneut stark laufenden Fuggedaboutit.

Beeindruckend

Ein bisschen im Schatten des „Schwarzer Stewards“ standen zwei siegreiche Hengste, die mächtig Eindruck machten. Jank Summerland ließ mit Jaap van Rijn den letztjährigen Derbyfünften Jason Dragon an sich abprallen wie eine lästige Fliege, während Thorsten Tietz mit Halva von Haithabu im Rennen der besten Tagesklasse in Front niemals in irgendeine Gefahr kam und offenbar bestens gerüstet für geplante Frankreich-Starts ist.