Aus Sicht von Rennleiter Jan Törnqvist verlief der Elitloppet-Sonntag recht geordnet. In 14 Rennen wurden zwei Sperren und zehn Geldstrafen verhängt. Gegenüber TRAVRONDEN erläuterte er die strittigen Situationen.
Zwei Situationen sorgten für Diskussionen – beide im ersten Vorlauf des Elitloppets.
„Ausgangs der ersten Kurve gerieten Daniel Wäjersten und Borups Victory mit Mathieu Mottier und Keep Going aneinander, da beide die gleiche Linie fahren wollten. Auf der Aktiventribüne am Stallgelände war sogar ein Raunen zu vernehmen, doch die Angelegenheit konnte schnell geklärt werden“, so Törnqvist.
„Wir waren der Meinung, dass Wäjersten in dieser Situation hinten im Feld das Recht auf die zweite Spur hatte. Es war ein bisschen brenzlig, aber hat sich dann geregelt, er bekam die zweite Spur.“
Die zweite Situation entstand im Einlauf, als Clément Duvaldestin eine Lücke für Idao de Tillard entdeckte.
„Im Einlauf gab es eine kleine Lücke, etwa 30 Meter vor dem Ziel, und wir haben gesagt, dass man, wenn sich eine Lücke bietet, im letzten Abschnitt, direkt auf der Ziellinie, die Beine reinstecken kann.“
Travronden: „Also hat außer Ploquin, der in Führung liegend mit Don Fanucci Zet zu weit von der inneren Bahnbegrenzung entfernt war, niemand ein Vergehen begangen?“
Tornqvist: „Ja, genau. Er war etwas zu weit draußen.“
Törnqvist erklärt, dass an diesen wichtigen Tagen alles genau und kritisch beäugt wird, dass er mit dem Verlauf aber zufrieden war.
„Es ist sehr schön zu sehen, wie gut sich die Fahrer jetzt benehmen, insbesondere unsere Gäste, die sich an die Regeln gehalten haben. Das ist wirklich ein Schritt nach vorn. Das verdanken wir den einheitlicheren Regeln.“
Nach den Fyraåringseliten warf Fredrik Wallin seinem Konkurrenten Alessandro Gocciadoro vor, dessen Stall zu bevorteilen, nachdem der Italiener mit seinem Pferd Giotto Ek seinen Pure Count stark unter Druck gesetzt hatte. Das Pferd, hinter dem Gocciadoro selbst saß, wurde daraufhin Zweiter hinter dem Stallgefährten Golden Boy, während Pure Count Dritter wurde.
„Uns war bewusst, dass er (Gocciadoro) noch ein weiteres Pferd im Rennen hatte und ein hohes Tempo vorgab, dafür aber einen triftigen Grund hatte. Er lag im Ziel vor Wallins Pferd. Wir haben das nicht als Druck auf Wallin im unfairen Sinne gewertet“, erklärt Törnqvist.
Drei Pferde wurden im Laufe des Tages von der Veterinär-Aufsicht beanstandet. Eines davon war Fashion Green, der mit dem Kopf gegen den Startflügel stieß und daraufhin vom Start verwiesen wurde. Die anderen beiden waren die Elitloppet-Teilnehmer Jabalpur und A Fair Day.
„Die Elitloppet-Teilnehmer standen unter ständiger Beobachtung. Beide erhielten eine zehntägige Startsperre“, sagt Törnqvist und fährt fort: „Es handelte sich um eine geringfügige Beanstandung; der Trainer ist dafür verantwortlich, dass das Pferd beim nächsten Start einen guten Eindruck macht. Normalerweise findet dann beim nächsten Start auch noch eine Stallkontrolle statt.“





