(dk) Während es am Vortag in Treviso mit Gazzaladra Font (306 Euro für Platz vier in 1:15,8/2.060 Meter) sowie den jeweils disqualifizierten Indiana Jones Treb sowie Crazy Gaagaa RL in Norditalien für das Team Lila gewiss nicht "al gusto" verlief und sich dieser Trend am Ostermontag in Turin durch die in einem 20.900-Euro-ANACT-Stakes für dreijährige Stuten im Schlussbogen in zweiter Position unvermittelt springende I Am Jet (Roberto Vecchione) fortsetzte, entwickelte sich die PMU-Matinée in der Krieau weit mehr nach dem Geschmack von Christoph Schwarz und seiner reisefreudigen Gramüller-Equipe, die mit drei Startern zwei Siege und einen Ehrenplatz erzielte.
Sowohl für Desiderio, der auf der Sprintdistanz von Meter eins an den Taktstock führte und am Ende in 1:11,8/1.600 Meter nur um eine Zehntelsekunde am vom ebenfalls deutschen Purple Rain gehaltenen Bahnrekord vorbeischrappte, als auch für den gleichfalls Marie Lindinger gehörenden Sokrates, dessen Jahresdebüt vor einer Woche in Gelsenkirchen bereits sehr imponierend ausgefallen war und der seine Gegner heute in 1:14,2/2.600 Meter zuletzt förmlich verlor, war es diesmal um die schmackhaften PMU-Töpfe ein einziges Schaulaufen, zu dem im ersten Fall der 19:10-Favorit Perfect Dream (Tom Karten) nach verlorenem Kampf um die Spitze nur Staffage ist und Rang drei mit seinem Speedeinsatz danach knapp verfehlte.
Die hundertprozentige Ausbeute für das Ensemble des deutschen Trainer-Vize verhinderte später um "normales Geld" Son of Crys (Wolfgang Ruth), der im Vergleich zum großgewachsenen Jahresdebütanten M Eck Gyver (Christoph Schwarz) zwar wie ein Pinguin wirkte, aber dessen ungeachtet Start-Ziel in 1:17,8/2.100 Meter dermaßen flink unterwegs war, dass der Alesi-OM-Sohn dem 25:10-Favoriten aus dessen Rücken nicht ans Zeug flicken konnte.
Ein wahrer Augenschmaus war der Sieg des Schub-Schützlings Iathenus Day zum Auftakt, dessen Doppelzulage sich aufgrund des von der an der Grundmarke sehr unkonventionell gestarteten Grace du Bisson (Mario Zanderigo) angeschlagenen Tempos zunächst sogar vergrößerte, bevor Christoph Fischer mit dem phänomenalen Fuchs des Stalles ViFa dessen 20. Karrieretreffer noch leicht unter Dach und Fach brachte.
Einigen Eindruck hinterließ im Rahmen der PMU-Profite auch Mr Konung, mit dem Thomas Royer ungeachtet des äußeren Startplatzes in der ersten Reihe beruhigt so lange das Gaspedal durchdrücken konnte, bis er ausgangs der ersten Gegenseite das Zepter übernahm, um bis zuletzt gegen die fortan die Außenspur anführende Co-Favoritin Dorothy BR (Steffi Mayr) in 1:15,4/2.100 Meter nach Belieben zu dominieren.





