++ Heute: V85 in Åby mit Kerstin Walters Ebba, Karin Walter-Mommerts Frankie Godiva (Markus Waldmüller), Eugenius Face und Don Quijote Face (Adrian Kolgjini) - Beginn 14:35 Uhr ++ ++ Heute: Stall M.S. Diamantens Yucatan Diamant (Pietro Gubellini) und Karin Walter-Mommerts Gaudi' Bi (Roberto Vecchione) in Treviso - Beginn 15:18 Uhr ++ ++ Heute: PMU-Abend in Wolvega ab 18:10 Uhr ++ ++ Århus: Karin Walter-Mommerts Rechtskursspezialist Donovan Face gewinnt mit Jeppe Juel in 1:16,3/1800 Meter zum fünften Mal in Folge ++ ++ Bollnäs: Olaf Beecks Power of Greenwood mit Fredrik Plassen 1. in 1:14,6/1640 Meter ++ ++ Sonntag: Vier PMU-Rennen sowie die ersten Läufe zur Newcomer- und Silber-Serie ab 10:45 Uhr - Utkieker bereits gestrichen ++ ++ Sonntag: Prix Comte Pierre de Montesson (Critérium des Jeunes), Gruppe I um 200.000 Euro für Frankreichs Dreijährige in Vincennes - Zum Auftakt greift Stall Germanias Staccato HL mit Benjamin Rochard nach seinem ersten Monté-Sieg im Wintermeeting - Beginn 12:48 Uhr ++ ++ Sonntag: PMU in Wien mit Christian Strobls Miramax BR (Erich Kubes), Rolf Dürrs Tyron Hill (Lasse Grundhöfer) und Stall Old Englishs Major Ass (Carsten Milek) im 6.000-Euro-Frei-für-Alle - Startzeit 18:25 Uhr ++
Kleiner Tsunami-Bruder auf großer Welle
11. Juni 2020

(nn) Vaggeryd, Mittwoch, 10. Juni 2020. Das, was Deutschlands Traberpisten seit den Tagen nach dem Corona-Lockdown in voller Härte zu spüren bekamen, hießen sie nun Hamburg, Gelsenkirchen oder Berlin-Mariendorf, fliegt nun auch den Schweden in voller Wucht um die Ohren: Weil in den Niederlanden noch immer keine Trabrennen erlaubt sind - Belgien kehrte am Mittwochabend PMU-unterstützt in Mons mit einer neun Rennen umfassenden Karte zurück ins europäische Geschehen -, grasen die Holländer auch jenseits der Ostsee, wo Paul Hagoort und Jeroen Engwerda ein größeres Lot stationiert haben, kräftig ab.

Am Dienstag in Jägersro hatte Michel Rothengatter den vierjährigen „deutschen“ Just Massive zu dessen erstem, mit 3½ Längen Vorsprung überlegen ausfallendem Treffer (30.000 SEK) verholfen und stellte auch beim zweiten Versuch souveräne Ware vor: Für den Holländer Grift jr gab’s in einem Stayerlopp gar sechs Längen voraus 35.000 Kronen Gutschrift. Dazu war ein zweiter Platz samt 15.000 SEK für Africa Bi gekommen; die aus Italien stammende Varenne-Tochter musste nur ihren Landsmann Zachary Font vor sich dulden, mit dem Rick Ebbinge für Trainer Jeroen Engwerda 30.000 SEK einklinkte.

Am Mittwoch war in Vaggeryd, auf etwa halbem Weg zwischen Jägersro und Solvalla direkt an der Europastraße 4 gelegen, Ebbinge- und Bakker-Zeit, die zwei der V86-Rennen an ihre Fahnen hefteten. Der schwedischen Wettorganisation ATG soll’s weiterhin recht und billig sein, denn der Umsatz in der stets am Mittwochabend ausgespielten Großwette lag mit 27 Millionen Kronen weit über den vor der Corona-Krise üblichen 16 bis 18 Millionen, als die Pferdesport- und Wetter-Welt landauf, landab noch in Ordnung war.

Echte Bremsspuren gab’s wenige für den Holland-Express. So im 1. Rennen, das für die Anfängerklasse mit elf Teilnehmern aus einem Band gestartet wurde und in dem Ebbinge mit Max Schwarz‘ und Johann Holzapfels Workaholic Diamant von der „12“ Platz vier (7.500 SEK = 715 Euro), Bakker mit der fehlerhaften Katalonia (für Gerrits Recycling Group) Rang sechs (beide 1:17,1; 5.400 SEK = 515 Euro) einfuhr; beide sind - fast selbstverständlich - im deutschen Derby 2020 eingeschrieben.

Noch zweimal nahm Ebbinge als jeweils Dritter mit Alex HP und Velten Versailles (nach ruinöser Privatfehde mit Ivory di Quattro, je 15.000 SEK) Maß. Dann rappelte es im holländischen Karton. Der Anfang der „Oranje-boven“-Gala blieb Robin Bakker vorbehalten, der mit Vice Versa Diamant auch beim vierten Start nicht zu ballern war, die letzten 1000 der geforderten 2640 Meter durch die Todesspur absolvierte und sich mit viel Mumm 1½ Längen vor dem Rest nach Hause raufte; der Vollbruder des am Sonntag im Oslo Grand Prix engagierten Tsunami Diamant strich für seine beeindruckende 1:15,3-Vorstellung 60.000 Kronen (5.700 Euro) ein und hat nun deren 121.416 auf dem Konto.

Anschließend war Ebbinge am Drücker, der sich in einer von Startplatz „12“ aufgenommenen 1640-Meter-Aufgabe mit Jonah Vredebest mit Platz drei und 15.000 SEK zufrieden geben musste, ohne dass die Muscle-Mass-Tochter dabei enttäuschte. Mehr als der vierte Scheck von 10.000 SEK wäre zweifellos für ihn und Droit au Cœur drin gewesen, hätte sich der Franzose im Smålands Stayern über 3640 Meter plus Zulagen einen Startfehler verkniffen.

Statt aus Band eins legte der Scipion-du-Goutier-Sohn de facto bei 3680 Meter los, kam bald im dritten Paar außen unter, hatte aber gegen das Spitzentrio keine Chance. Start-Ziel das Tempo vorgebend, hatte der Maharajah-Sohn Hurricane Silas den längsten Atem und wimmelte die 40 Meter hinter ihm gestarteten Vischio Holz und Vagabond Bi - in Italien geboren, in Schweden stationiert - um eine halbe bzw. eine Länge ab. Der Siegpreis betrug 75.000 SEK, im Sulky saß Fredrik Persson.

Zum Abschluss schlug dann nochmals Henricus „Rick“ Ebbinge zu, der mit Zuleika Font von der „1“ unmissverständlich auf die Pole Position pochte. Robin Bakker verschwand nach kurzer Sondierung der Gefechtslage mit Zante Grif (2) im Windschatten, die beim augenscheinlich nutzlosen Versuch, den Spieß doch noch umzudrehen, Mitte Einlauf aus dem Takt kam. So hieß es „60 Mille“ fürs Team Ebbinge/Engwerda, das keinen echten Ausfall hatte, nix bzw. 500 Kronen Antrittsprämie für Bakker und Hagoort.