Geschlossen und verriegelt – so sieht es in Capannelle aus. Die Rennbahn der italienischen Hauptstadt wird voraussichtlich frühestens im September wieder öffnen.
Die kombinierte Trab- und Galopprennbahn in Rom gehört der Stadt, wurde aber vom privaten Betreiber Hippo Group geführt, der auch die Trabrennbahnen in Bologna und Cesena betreibt.
Private Betreiber erhalten vom italienischen Landwirtschaftsministerium Zuschüsse für den Betrieb von Trab- und Galopprennbahnen. In den letzten Jahren wurde der Vertrag jedoch jeweils nur jährlich verlängert. Außenstehenden war klar, dass es zwischen der Stadt Rom und der Hippo Group Unstimmigkeiten gab.
Für das Jahr 2026 hat die Hippo Group beschlossen, den Betriebsvertrag nicht zu verlängern. Traktoren und andere Einrichtungsgegenstände wurden entfernt, die Stadt Rom konnte zusammen mit dem italienischen Verband Masaf keinen anderen Betreiber für die Rennbahn finden.
Laut Travronden zeigten zwei Akteure Interesse: die Betreiber der Rennbahn in Tarent und die Betreiber der Rennbahn im kleinen Tagliacozzo, gut 200 Kilometer von Rom entfernt. Letztere wurden als neue Betreiber ausgewählt, zogen sich aber zurück.
Das Landwirtschaftsministerium wandte sich mit einer unverbindlichen Anfrage an die Stadt Rom, ob sie die kombinierte Trab- und Galopprennbahn betreiben würde, erhielt jedoch eine Absage.
In Rom finden normalerweise an drei bis vier Tagen pro Woche Wettkämpfe statt, gleichmäßig aufgeteilt in Trab- und Galopprennen. Ziel ist es nun, die Wettkämpfe ab September dieses Jahres wieder aufzunehmen.
Die Rennbahn ist im Sommer geschlossen, da sie für die späten Abendrennen nicht über Flutlicht verfügt.
Das Landwirtschaftsministerium hat eine Generalversammlung einberufen, um über die Austragungsorte der Rennen zu entscheiden, die normalerweise in Rom stattgefunden hätten.
Es steht bereits fest, dass das diesjährige italienische Derby nicht auf der Rennbahn in Capannelle, sondern am Sonntag, 11. Oktober, in Turin ausgetragen wird.






