Ganymède, über Jahre einer der erfolgreichsten französischen Deckhengste, ist am vergangenen Samstag im Haras de la Fresnaie in der Region Orne, unweit des Haras du Pin, im stolzen Alter von 32 Jahren verstorben. Dort genoss er seit 2019 seinen wohlverdienten Lebensabend.
Ganymède, 1994 gezüchtet vom Comte de Bellaigue, war das erste Fohlen von Buvetier d'Aunou und entstammte der Udamès, einer Tochter von Quioco, die auch den klassischen Sieger Halimède hervorgebracht hatte. Er war somit ein Enkel der hochtalentierten Gadamès, die im Prix d'Amérique platziert war.
Ganymède lief hauptsächlich in den Farben von Daniel Wildenstein und unter der Leitung von Jean-Pierre Dubois, mit dem er 1999 unter anderem den Oslo Grand Prix und den Prix de l'Atlantique gewann. Er galt als ebenso schnell wie sicher, wurde bei 56 Starts nur einmal disqualifiziert und belegte zudem den zweiten Platz im Critérium Continental und im Prix de Sélection. Insgesamt verdiente er 762.477 Euro bei einem Rekord von 1:11,4.
Er gehörte zu einer außergewöhnlichen Generation, zu der auch Général du Pommeau, Goetmals Wood, Gai Brillant, Giant Cat, Gavroche Perrine, Golf du Pommeau und Go Lucky zählten.
Bevor Ganymède ein gefragter Muttervater wurde, machte er sich als Deckhengst einen Namen, indem er zahlreiche gute Rennpferde und klassische Sieger wie Nahar de Béval, Olimède, Plenty Pocket, Quinoa du Gers, Tornade du Rib, Amiral Sacha, Bel Avis und Dijon zeugte.
Er war auch ein führender europäischer Deckhengst und wird als Vater der Championstute Ampia Mede SM in Erinnerung bleiben. Seine letzten Nachkommen sind die „K“-Fohlen, geboren 2020.
Er wurde 2008 und 2014 zum besten Deckhengst Frankreichs gekürt.
Auch in der hiesigen Traberzucht hinterließ Ganymède markante Spuren. An der Spitze seiner zahlreichen deutschen Nachkommen stehen Armando Kievitshof (403.977 Euro/1:11,2) und Baltimore As (171.672 Euro/1:11,5), Zweiter und Dritter im Derbyfinale 2010, Portland (311.500 Euro/1:11,8), Jason Dragon (195.406 Euro/1:11,8) sowie Derby- und Breeders-Crown-Sieger 2019 Velten von Flevo (157.448 Euro/1:12,1).





