(dk) Sechseinhalb Monate nach seinem unterm Strich nicht gerade glücklichen vierten Platz im alljährlichen Millionending um den International Trot auf Yonkers Raceway vor den Toren New Yorks gab Carpe Diem Stables' Gio Cash am Ostersonntag in der Gulddivision um den diesmal bereits seine 70. Austragung feiernden Rommeheatet (331.500 SEK - 2.140 m) seinen Jahreseinstand und enttäuschte seinen in Anbetracht der Eventualquote von 12:10 übergroßen Anhang dabei am Ende nicht.
Was in den ansonsten als sehr besonnen geltenden Örjan Kihlström zu Beginn des traditionellen österlichen Hauptrennens auf dem rund 200 Kilometer nordwestlich von Stockholm gelegenen Oval gefahren sein mochte, wird wohl sein Geheimnis bleiben - jedenfalls drückte er mit dem Redén-Schützling Chestnut in 1:06,5 für die ersten 500 Meter gegen den vom inneren Startplatz abgegangenen Reven Dejavu (Linus Lönn) so lange, bis er das Kommando übernehmen konnte, saß dafür aber eine Runde später prompt hinter einem völlig geschlagenen Pferd.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Daniel Wäjersten mit seinem Schützling nicht nur die gut 30 Meter, die er anfangs auf das für den ersten Kilometer glatte 1:10 vorlegende Führungsduo hatte abreißen lassen (müssen), wettgemacht, sondern den von Pierre Sagitz gezogenen Rappen bereits an der Spitze installiert.
Gegen seinen im Schlussbogen ganz weit außen herumsegelnden Trainingsgefährten H.C.'s Crazy Horse (Magnus Djuse), der im Einlauf immer zudringlicher wurde, musste der Victor-Gio-Sohn zwar bis zuletzt auf der Hut bleiben, hielt sich den aus der zweiten Reihe gestarteten 212:10-Außenseiter sowie die deutlicher geschlagenen Global Etalon (Carl Johan Jepson), Romulus Tooma (Peter Norman) sowie Castor the Star (Mats Djuse) in 1:12,4 aber noch beinahe sicher vom Leib.
Mit jeweils 15.000 SEK (rd. 1.370 Euro) werten fünften Plätzen gingen die ebenfalls erstmals in dieser Saison angetretenen Summermusic'night S, der seit dieser Saison ebenfalls von Daniel Wäjersten betreut wird, sowie die Lasbekerin Undinia (Örjan Kihlström) in einer Stuten-Prüfung vom Platz.
Machte sich der letztjährige deutsche Derbysieger in einer von Fine Manners (Mattias Djuse) auf regennasser Piste in neuer Bahnrekordzeit von 1:09,7/1.640 Meter hochüberlegen gewonnenen Sprinterprüfung, in der er 1:11,7 trabte, über weite Wege im Schlussbogen aus dem Hintertreffen noch passabel bemerkbar, mutete der "Iceman" der Northern-Charm-Tochter beim Jahreseinstand einen Run zu, der der Co-Favoritin zwar Mitte der letzten Gegenseite die Spitze einbrachte, am Ende aber etwas über die Kräfte der 1:13,2/2.140 Meter trabenden Stute ging.






