Um ein Haar hätten am Montagabend in Romme alle vier Starter in deutschem Besitz gewonnen. Am Ende bilanzierte man drei Siege und eine knappe Niederlage sowie stolze 140.000 Kronen (ca. 13.080 Euro).
Erneut war der junge Fredrik Plassen einer der Erfolgsgaranten. Zwei Mal trug der 21-Jährige die lila-grünen Farben der Bottroperin Kirsten Kleinbrahm und führte deren Schützlinge Kipling Sautreuil und Sartre zu zumindest am Wettmarkt kaum erwarteten Erfolgen.
Obwohl mit einem frischen Sieg (allerdings in einem Breddlopp) antretend, notierte der Franzose bei 247:10. Der Son-Alezan-Sohn machte seine Zulage schnell wett und lauerte im dritten Pärchen außen. 600 Meter vor dem Ziel schritt Plassen in dritter Spur zur Tat, machte kontinuierlich Boden gut und ging Mitte der Zielgeraden nach vorn. In 1:15,0/2160 Meter kam Kipling Sautreuil schließlich sicher nach Hause und bescherte seiner Besitzerin Sieg Nr. 50.
Nr. 51 folgte eine gute Stunde später durch den ebenfalls unterschätzten, im Alter aber immer stabiler werdenden Sartre (151:10). Fredrik Plassen ließ den von Familie Platvoet gezogenen und von Klaus Kern trainierten Achtjährigen beim 2640-Meter-Start vorsichtig eintreten und tummelte sich lange am Schluss des Feldes. Im letzten Bogen drehte Sartre in der Bahnmitte dann aber mächtig auf und überlief die Konkurrenz mit gespitzten Ohren souverän in 1:15,4.
Für Fredrik Plassen war es bereits der 18. Treffer in der laufenden Saison. 16 davon erzielte er für Trainerin Sybille Tinter, für die das neue Jahr mit bis dato 29 Siegen ebenfalls prächtig anlief. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, würde die gebürtige Straubingerin ihre Rekordsaison 2025 (45 Siege) nicht deutlich überbieten.
Ihr kongenialer Partner Thorsten Tietz, der im Hintergrund geschickt die Strippen zieht, steuerte am Montag ebenfalls einen Punkt bei. In seiner Hand blieb der Stolle-Schützling Red Bull Boko, ein dreijähriger Father-Patrick-Sohn, beim vierten Versuch endlich einmal fehlerfrei, spazierte Start-Ziel vor der Konkurrenz und verließ in 1:16,7/2140 Meter die Maidenklasse.
Den berühmten Schritt zu spät, um den Renntag mit einer hundertprozentigen Ausbeute zu beenden, kam Geisha Road Grif. Nachdem die Vierjährige der Besitzergemeinschaft Florian Marcussen/Stall Gesvea bei ihrem finalen Angriff weite Wege gehen musste, sah es lange gar nicht nach einer Siegchance aus. Erst auf den letzten Metern kam die Italienerin plötzlich dicht an die Favoritin Vida Roc heran, vor der Linie aber nicht mehr vorbei. Beide trabten 1:16,6/2140 Meter.






