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Budapest erstrahlt in lila
07. September 2025

(dk) Marisa Bock gewann am Samstag mit den Gramüller-Schützlingen Days of Thunder das 111. HUNGÁRIA DÍJ (4 Mio. Forint [ca. 10.200 €] - 2.560 m) und mit Ois Tschikago das MARSCHALL JÓZSEF EMLÉKVERSENY (9 Mio. Forint [ca. 23.000 €] - 1.800 m - Gruppe III) und heftete damit beide Hauptereignisse in der ungarischen Hauptstadt an ihre Fahnen.

Im nach deutscher Lesart einem Großen Preis von Ungarn gleichkommenden Jahrgangsvergleich, bei dem die Vierjährigen den Dreijährigen auf der Steherstrecke 40 Meter und die Fünfjährigen ihnen gar 60 Meter Vorgabe leisten musste, mochte der deutsche Derbysieger der Edition 2022 gewiss nicht jeden Beobachter überzeugen, als er lange Zeit "amtlich" gegen die Hand ging und seiner Steuerfrau die Arme langzog.

Daran gehörigen Anteil hat aber auch das anfängliche Tempo, für das auf der ersten Runde der von der Grundmarke abgegangene Traningsgefährte Orlando Paladino verantwortlich war, mit dem Christoph Schwarz aufgrund des am kommenden Wochenende in München anstehenden Habfinales des Dreijährigen-Kriteriums die Order, nicht in Front zu fahren, einzuhalten versuchte.

Daraus resultierte anfangs ein Tempo, das nicht wenige, die ihre Schützlinge vor dem Wochenende noch einmal ein wenig durchgejoggt hatten, vermutlich zumindest zeitweise überschritten haben dürften, woraufhin die Teilnehmer der Zulagenbänder nach maximal 250 Metern direkten Anschluss hatten.

Mit Erreichen des zweiten Bogens wurde es Goran Zolnaji, der hinter der mit Michael Nimczyk im diesjährigen Derby Ungarns erfolgreichen Freya T Boko saß, zu bunt.

Aus dritter Position beorderte er die Stute auf den Vormarsch und übernahm kurz vor Ablauf der ersten Bahnrunde selbst das Kommando, bevor der ihr wie ein Schatten folgende Days of Thunder sofort nachsetzte und gleich einige Längen zwischen sich und die Gegner brachte, obwohl Marisa Bock auch hier versuchte, den SJ's-Caviar-Sohn einigermaßen in seinem Tatendrang zu bremsen.

Am Ende musste sie den Viertelmillionär, der bei 52:10 als nur viertstärkste Kraft des Wettmarktes abgegangen war, zwar schon bei Laune halten, an einem sicheren Sieg in aufgrund der anfänglichen Bummelei vergleichsweise harmlosen 1:18,3/2.620 Meter gegen die aktuelle Derbysiegerin Ungarns gab es aber nichts zu deuteln.

Insofern strafte der Hengst der Besitzergemeinschaft Marcussen und Holzapfel gleich alle die ab, die ihn nach dem missglückten Monté-Debüt in Mariendorf unter Ronja Walter vor sechs Wochen bereits abgesungen hatten.

Die Bestnote unter den drei Erstplatzierten verdient sich aus Sicht des Chronisten jedoch Orlando Paladino, der sich unter wohldosierten Hilfen in der Distanz noch einmal zurückmeldete und nur einen Kopf hinter Freya T Boko einkam, die er wenige Meter später vermutlich kassiert hätte.

Was Ois Tschikago, mit dem Marisa Bock auch das GRUPPE III-Rennen auf ihr Konto brachte, mit Days of Thunder gemeinsam hatte, war die Tatsache, dass auch er nur als Nummer vier im Ranking der Wetter abgeht.

Infolge eines äußeren Startplatzes auf der Sprintstrecke zunächst im dritten Paar außen untergekommen, erteilte ihm seine Steuerfrau nach ziemlich genau einer Runde den Marschbefehl, als seine bisherige Lokomotive nicht mehr ausreichend beheizt werden kann.

Daraufhin blieb der Orlando-Vici-Sohn Marie Lindingers zwar in dritter Spur hängen, das konnte ihn aber nicht daran hindern, mit Erreichen des Einlaufs das Zepter zu übernehmen, als der bis dahin führende und bei 14:10 favorisierte Stallgefährte Uccellone (Christoph Schwarz) nachgab.

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Foto: Facebook Kincsem Park

Der in Ungarns bester Garnitur etablierte Seriensieger Enjoy (Imre Fazekas) rückte dem sich auf 1:12,3 / 1.800 Meter steigernden Ois Tschikago zwar mit zunehmender Distanz noch einmal auf die Pelle, richtig gefährden konnte er ihn aber nicht.

Deutlich zurück holte sich der Italiener Catullo Jet (Carmine Piscuoglio) das dritte Geld, während sich Uccellone dahinter gegenüber Hello Sport behauptete, mit dem sich Stefan Hiendlmeier an dem Piloten anfangs die Zähne ausgebissen hatte und in der Folge mit der Todesspur hatte vorlieb nehmen müssen.