(dk) Vorjahressieger DOUBLE DECEIVER und Örjan Kihlström eröffneten am Samstag den Reigen der mit jeweils 198.000 SEK dotierten Vorläufe zum Schweden-Cup standesgemäß und ließen sich als 14:10-Favoriten Start-Ziel in 1:09,9 / 1.640 m nicht ans Zeug flicken.
Der aus dem zweiten Paar außen kommende WORKING CLASS HERO (Antonio di Nardo) schnappte sich den Ehrenplatz vor dem heroisch durch die Todesspur gestiefelten SAVASTANO (Adrian Kolgjini), während der am Ende Viertplatzierte DANCER BRODDE (Johan Untersteiner) die Traumlage hinter dem Piloten nicht in einen Finalstartplatz ummünzen konnte.
Der durch den äußeren Startplatz entscheidend gehandicapte Y NOT DIAMANT, den Robin Bakker entsprechend direkt zurücknimmt, konnte vom Ende des Feldes in einer sehr schnellen Schlussphase nur noch einen Platz gutmachen.
Gar noch eine Zehntelsekunde schneller war NOVATO im zweiten Vorlauf, als er mit seinem Trainer Dion Tesselaar offenbar zumindest die schwedischen Wetter in Anbetracht von 175:10 überraschte.
Im Kampf um die Spitze um Haaresbreite an dem innen neben ihm positionierten EXECUTIV EK vorbei und dann resolut in Front gezogen, sorgte der MAHARAJAH-Sohn dafür, dass sich der favorisierte Gocciadoro-Schützling das Rennen anschließend in der Außenspur selbst gestalten musste und in dessen Folge bereits ausgangs des Schlussbogens für den Sieg nicht mehr in Frage kam.
Dafür meldete nun HADES DE VANDEL aus dem Rücken des Italieners große Ansprüche an, womit der Einlauf am Ende eine rein holländische Angelegenheit ist. So sehr sich Robin Bakker hinter dem Franzosen aber auch bemüht, der 1:09,8 / 1.640 m vorlegende NOVATO erreichte den rettenden Hafen rechtzeitig.
EXECUTIV EK brachte deutlich zurück immerhin noch die Finalteilnahme unter Dach und Fach.
Aufgrund seiner 2024 vollzogenen Ausfuhr in das Land der tausend Seen ging der Sieg im dritten Vorlauf nach Finnland, als sich der einst von Daniel Redén gecoachte NEED'EM von der inneren Abschussrampe Start-Ziel durchsetzte.
Iikka Nurmonen musste hinter dem PROPULSION-Sohn den Zugzaum nicht bemühen, um in vergleichsweise moderaten 1:11,1 / 1.640 m zum Kurs von 96:10 einen sicheren Vorteil zu behaupten, während dahinter der auf breiter Phalanx ausgefochtene Kampf um die weiteren Finaltickets die nach einer Runde in die dritte Spur gegangene JENNIFER SISU (Magnus Djuse) und den sich an sie ankoppelnden CROWN (Dexter Dunn) als dessen Gewinner und den vom Ende des Feldes die letzten 500 Meter in Bestzeit von 1:06,1 durchfegenden COMBAT FIGHTER (Santtu Raitala) als dessen Verlierer sieht, verpasst der FROM-ABOVE-Sohn die Finalteilnahme trotz des famosen Schlusseinsatzes doch nur knapp.
Für das Finale gewann Örjan Kihlström wie 2025 die Startplatzwahl der drei Vorlaufsieger und legte mit der ohne Zögern für DOUBLE DECEIVER definierten inneren Abschussrampe zugleich wie vor zwölf Monaten den Grundstein für die Wiederholung dessen Vorjahressieges, den er nach seinem Erfolg in der damaligen Elimination ebenfalls vom inneren Startplatz unter Dach und Fach gebracht hatte.
Die ersten 1.000 Meter waren diesmal ausgesprochen hart, wofür vor allem Adrian Kolgjini verantwortlich zeichnete. Schon früh akzeptiert er mit seinem SAVASTANO den anfangs die Außenspur anführenden Vorlaufsieger NEED'EM nicht als Zugmaschine und beorderte seinen READY-CASH-Sohn an die Flanke des vom inneren Startplatz das Kommando mit Macht verteidigenden Redén-Schützlings, der zum Finale mit Klappzaum ausgestattet worden war.
Auch HADES DE VANDEL, mit dem Robin Bakker ausgangs des ersten Bogens in dritter Spur auf den Plan trat, akzeptierte Kolgjini jr. nicht als Führpferd, woraufhin die ersten 1.000 Meter in 1:07,9 durchlaufen werden und am Ende mit 1:08,8 / 1.640 m nicht nur ein neuer Rennrekord heraussprang, sondern gleichsam die bedingungslose Kapitulation des am Ende letztplatzierten SAVASTANO wie auch des Hagoort-Vertreters zu verzeichnen waren.
DOUBLE DECEIVER, den man leichtfertig mit "doppelter Betrüger" übersetzen mag, dessen Namensgebung aber vielmehr auf einen ob seiner ausgesprochen realitätsnahen Beschaffenheiten besonders effektiven Köder beim Angeln von Raubfischen zurückgeht, zeigte sich von den anfänglichen Anstrengungen unbeeindruckt und behielt das Zepter bis zuletzt souverän in der Hand.
Dass der 416:10-Außenseiter CROWN den Ehrenplatz errang, dafür war vor allem Dion Tesselaar verantwortlich, als er mit NOVATO im Rücken des Siegers im Einlauf die Innenkante öffnete, was Dexter Dunn mit dem zu Beginn ganz zurück genommenen Hamre-Schützling dankend annahm und sich damit für den Finaltag des großen Wochenendes in Schwedens Hauptstadt schon einmal nachhaltig warm fuhr.
Er schnappte dem wieder eine erstklassige Schlussoffensive liefernden WORKING CLASS HERO (Antonio di Nardo) noch knapp den Ehrenplatz weg, während NOVATO unter neuerlicher Rekordverbesserung auf 1:09,0 Rang vier gegen EXECUTIV EK (Alessandro Gocciadoro) verteidigte, Dion Tesselaar für seinen finalen Einsatz von den Stewards aber mit 6.000 SEK und einem zweiwöchigen Fahrverbot vom 13.06. bis 26.06. sanktioniert wurde.
Video: https://www.youtube.com/watch?v=YOsYHOfMRIc
Die vom Stall Courant unter dem Titel »Jovialitys lopp« gesponserte Diamantstoet (1.035.000 SEK) ging erwartungsgemäß in das Gocciadoro-Quartier - allerdings nicht durch die hohe Favoritin CLARISSA, mit der der Trainer selbst nach einem durch den äußeren Startplatz in der ersten Reihe bedingten Run durch die dritte Spur am Ende kleine Brötchen backen musste, sondern durch deren Altersgefährtin CELIAZ, die Magnus Djuse für 206:10 zu einem leichten Erfolg in 1:09,8 / 1.640 m führte.
Für reichlich Diskussionsstoff sorgte indes die zweitplatzierte URBINA SOUTHWIND, mit der Carl Johan Jepson zunächst in einem auf Biegen oder Brechen geführten Kampf um die Spitze Karin Walter-Mommerts RIVERDALE Z. (Conny Lugauer) im ersten Bogen die Beine weggefahren hatte, was 17.500 SEK Geldstrafe und eine Woche Fahrverbot für den Spitzenprofi nach sich zogen, während sich die jüngst in Tingsryd in neuer Bestzeit erfolgreiche MAHARAJAH-Tochter mit einem schweren Fehler aus der Partie hatte verabschieden müssen, bevor er das Kommando in Zielhöhe CELIAZ auf dem Silbertablett serviert hatte.
Da die noch prominent wirkende BETTING PACER sich just in dem Moment, als Björn Goop sie aus dem Rücken von CLARISSA an der letzten Ecke ins Gefecht schicken wollte, mit einem schweren Fehler ausfiel, gingen die weiteren Gelder an die ökonomisch gesteuerten Zuchtgefährtinnen RYA HALERYD (Mats Djuse) und OLLY HALERYD, mit der Örjan Kihlström in der Distanz keine freie Fahrt hatte und solchermaßen auch noch etwas unter Wert geschlagen sein dürfte.
Während sich SUMMERMUSIC'NIGHT S mit Dexter Dunn in der von MAKALU DOC und Santtu Raitala in 1:11,4 / 2.140 m gegen den immer zudringlicher werdenden ELDORADO JET (Alessandro Gocciadoro) gewonnenen Silverdisisionen bei seinem Speedeinsatz von weit hinten im Kampf um ein kleines Platzgeld aus der Partie sprang, hielt sich Conny Lugauer für das Malheur mit RIVERDALE Z. in der STL Klass I umgehend schadlos, als er mit dem von ihm selbst gezogenen vierjährigen CHRIBO HILL im Speed zur Stelle war und den Readly-Express-Sohn der Easy KB zu dessen siebten Sieg in Folge führte, bei dem er 1:10,8 / 2.140 m trabte und viel Raum zum Träumen ließ.
Alle Ergebnisse: https://sportapp.travsport.se/race/raceday/ts616363/results/all









