(dk) Es waren ohnehin nur sieben Rennen, die am Sonntag in Mönchengladbach über die Bühne gingen. Vier davon richteten sich beinahe ausnahmslos an die Amateure, was Thomas Maaßen, der bei seinen drei Tagesfahrten jeweils den Favoriten steuerte, zweimal weidlich nutzte und sich durch seine Jahreserfolge Nummer 5 (mit South Carolina AS) und 6 (mit der damit nach fünf Starts weiterhin ungeschlagenen Pipa Massive) vorerst an die Spitze des bundesdeutschen Klassements der Hobbyfahrer katapultierte.
Nicole Holzschuh profitierte mit Stepping Harry davon, dass Jani Rosenberg mit seiner Jahresdebütantin Lady Fortuna an der Spitze ohne sonderliche Not ein Tempo anschlug, das am Ende etwas über die Kapazitäten seiner 24:10-Favoritin ging, woraufhin die Amazone die Frontrennerin in der Distanz aus deren Rücken in 1:15,6/2.100 Meter leicht zur Strecke bringen konnte.
Den Vogel schoss die erstmals hinter dem zuvor fünfeinhalb Jahre bzw. ganz genau 2.025 Tage nicht siegreichen Rajah sitzende Katharina Kramer mit dem vom ersten Atemzug an rundum von Nadine Kozica betreuten Elfjährigen, der an diesem Sonntag beim 72. Lebensstart sein erst zweites Rennen gewann, Start-Ziel und zugleich alle bis dahin noch lebenden 510 der ursprünglich 14.200 Systeme in der V6-Wette ab, als sie dem 1.708:10-Außenseiter in 1:17,0/2.100 Meter bis zuletzt einen leichten Vorteil bewahrte.
Bei den Profis trug Michael Nimczyk wenig überraschend stets die Favoritenbürde und erfüllte diese Erwartungen mit Harmony (12:10) und Jaccomo (14:10), jeweils selbstgezogene Derbyaspiranten aus dem Stall Germania von Martha und Hermann Lehner, auch voll.
Sowohl mit der Bold-Eagle-Tochter wie auch mit dem Staccato-HL-Halbbruder, den der Champion in einem Vorab-Statement als seine beste Tageschance bezeichnet hatte, fuhr er nach früh übernommener Führung nur noch spazieren, wobei der Tactical-Landing-Sohn bei seinem unangefassten 1:15,9/2.100-Meter-Sieg schon einigen Eindruck hinterließ.
Spätestens, als die für 13:10 debütierende Una dem Goldhelm im ersten Bogen unvermittelt schwer aus der Hand sprang, war Henk Grift umgehend mit dem zuletzt in Gelsenkirchen schon nur einem dem Augenschein nach zu höherem berufenen Gegner unterlegenen Vriend zur Stelle, der sich bei seinem ersten Erfolg beim achten Lebensstart fortan keine Blöße gab.





