(MTZV-press/MT) Sieben Rennen standen am Mittwochabend auf dem Soirée-Programm in Daglfing, darunter fünf Rennen in Kooperation mit der PMU. Die höheren Dotierungen verfehlten ihre Wirkung nicht, denn auch wenn die Felder nicht sehr voll waren, so boten sie dank vieler formstarker Pferde guten Trabrennsport.
Schon zum Auftakt zeigte Seppi Franzl einmal mehr, dass die Stallform stimmt. Carrie B, die bereits in Straubing gewinnen konnte, ließ der Sauerlacher ruhig eintreten, lauerte unterwegs an vierter Stelle und war auf den letzten 200 Metern, als es um den Sieg ging, pünktlich heran, um den vom Start weg führenden Fantasy for Dreamers (Robert Pletschacher) ebenso hinter sich zu lassen wie Braxxton (Rudi Haller).
Die schnellen letzten 200 Meter von Lenee (Gregor Krenmayr) reichten in der Folge auch nicht mehr, um den sicheren Sieg der Mommert-Stute zu verhindern.
Die V6-Wette startete mit dem 2. Rennen und gleich zum Auftakt punktete Rudi Haller mit Sullenberger. Mit schnellem Antritt holte sich der Face-Time-Bourbon-Nachkomme das Kommando, verteidigte an der Spitze seinen Vorteil, überwand im Schlussbogen einen Schwächemoment, als er bedenklich wackelte und siegte letztlich sicher gegen Perry Newport (Andreas Geineder).
Der hatte nach einem Rennen an dritter Stelle zum Schluss die besseren Reserven gegen Final Embrace (Robert Pletschacher), holte sich den Ehrenplatz, wobei beide Gespanne sehr lange dicht am späteren Sieger dranbleiben konnten, was doch ein wenig überraschte.
Eine erste Überraschung landete im 3. Rennen der Karte Andrea Belohaubek. Die langjährige Amateurfahrerin feierte mit Holger, der als 10,4:1 Außenseiter an den Start gegangen war, den 25. Treffer ihrer Karriere.
Nach einem eher langsamen Start verbesserte sich der Wallach zur Hälfte des Rennens an die vierte Stelle, machte letztmals gegenüber Fahrt auf, übernahm 600 Meter vor der Linie die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Der lange Zeit führende Gri Barack (Herbert Tuscher) kämpfte bis zur Linie tapfer und landete knapp vor Breeding of Hanke (Romina Geineder) auf dem Ehrenplatz.
Gänzlich anders gestaltete sich der Ausgang der vierten Tagesprüfung. Der mit hohen Vorschusslorbeeren aus Österreich angereiste Mr Konung aus dem Stall Krenmayr wurde seiner Favoritenstellung gerecht. Beim 14. Start seiner Karriere gelang dem Fünfjährigen der zwölfte Sieg, wobei dieser ein Start-Ziel-Erfolg wurde, da keiner seiner Konkurrenten in der Lage war, dem Tempo des in Schweden gezogenen „Königs“ zu folgen.
King des Ves (Josef Sparber) unternahm unterwegs zwar einen Versuch, den Piloten in Bedrängnis zu bringen. Dieser hatte aber immer eine Antwort parat, am Ende musste sich der Raschat-Schützling mit dem Ehrenplatz vor der gut gelaufenen Tampa Bay (Josef Franzl) zufriedengeben.
Nach der Streichung von Desiderio und dem fehlerhaften Auftritt von Profitable Invest (Marc Raschat), der sich 700 Meter vor dem Ziel aus dem Rennen sprang, war der Weg für einen weiteren Start-Ziel-Sieger frei. Augustiner (Dr. Conny Schulz) lieferte eine bärenstarke Vorstellung, wehrte den Angriff des Mitfavoriten Perfect Dream (Tom Karten) spielend ab und hatte in der Distanz keine Mühe, den ideal eingesetzten D Day AS (Martin Geineder) und Luna Barosso auf die Plätze zu verweisen.
Eine kleinere Überraschung gelang im Amateur-Handicap Romina Geineder. Die junge Amateurfahrerin brachte den stark gegen die Hand gehenden Laith H Boko gut aus den Bändern, hatte die Zulage rasch aufgeholt und übernahm nach einer sehr langsamen Eröffnung bereits nach 400 Metern das Kommando.
Bis in den Einlauf hatte der Wallach einen klaren Vorteil, musste auf den letzten 200 Metern nochmal ein wenig zittern, denn Dafna (Renate Lindinger), die am Start einen Fehler gemacht hatte, wurde noch mächtig schnell. Jedoch kam die Stute zu spät und so ging der Sieg nach Arnstorf.
Die Dreierwette komplettierte Lots of Love (Johanna Plankl), die ihre gute Form einmal mehr unterstrich und mit einer soliden Leistung eine schöne Prämie abbekam.
Der Abschluss des Renntages gehörte der Klasse bis 9.000 EUR, in der der im vergangenen Jahr bereits als talentiertes Pferd aufgefallene Colombo, sein Saisondebüt gab. Ideal im ersten Band untergekommen, startete der Wallach blitzschnell, übernahm sofort das Kommando und ging den kompletten Weg stark ans Gebiss, so dass kein Gegner in der Lage war, Lena Franzl mit ihrem Partner zu folgen.
Überlegen siegte der Fünfjährige und bescherte seiner Fahrerin den dritten Sieg bei der vierten Karrierefahrt. Hinter dem überlegenen Sieger waren es Kikuyu TU (Andreas Geineder) und Undine Magic (Christoph Fischer), die die weiteren Plätze belegten.
Weiter geht es in Daglfing an Fronleichnam, Donnerstag, 4. Juni 2026. Dann steht in Daglfing der erste gehobene Renntag des Jahres auf dem Programm.








