(dk) Hatte er sich zum Auftakt der drei tollen Tage im Wangerland in der Vorwoche den Titel des Tageserfolgreichsten nach zwei Treffern noch mit Frank Westerveld teilen müssen, so war Jochen Holzschuh an Tag zwei der diesjährigen Trilogie des Hooksieler Rennverein e.V. an diesem Mittwochabend mit drei Siegen ganz klar Mann des Tages.
Sowohl mit Shanty, die er wie vor Wochenfrist in der letzten Gegenseite einsetzte und sich schnell einen deutlichen Vorsprung herausarbeitete, als auch mit dem 12er "Brenner" Ito, der seiner Favoritenstellung Start-Ziel mühelos und überlegen gerecht wurde, erteilte er Westerveld mit dessen diesmal jeweils sehr verhalten gestarteten Let it be Petnic eine klare Abfuhr, womit der Doppelsieger der Vorwoche nunmehr zwei Ehrenplätze einstrich.
Punkt Nummer drei kam für den Mann in Navy Blue mit dem nach seinem Drensteinfurter Ersterfolg direkt nachlegenden Cracker Jack zustande, mit dem der Trainer aus Dülmen für die Rechnung seiner Gattin Julia auf der Sprintstrecke ein eisernes Regiment führte.
Eventuell hätte es noch einen vierten Sieger von der Columbus Farm geben können, doch ein kleiner Schlenker Dennis von Holdts mit dem familieneigenen Rolfi, der an der letzten Ecke infolge einer Galoppade des von der Grundmarke bis dahin stets führenden Iltonn Stryck (Sascha Vitolins) das Kommando übernommen hatte, zwang Holzschuh mit dem außen angreifenden Itseblitz etwa Mitte der Endgeraden einmal zur Korrektur, infolge derer sein Schützling augenscheinlich das Momentum seiner Attacke verlor.
Dass in Anbetracht von im Ziel anderthalb Längen Abstand zwischen den beiden Erstplatzierten keine Überprüfung erfolgte, ist aber gewiss akzeptabel. So reichte es für den zehnjährigen Baltimore-As-Sohn beim 136. Start endlich zum 20. Karrieretreffer, dessen Vorgänger fast auf den Tag genau vor zwei Jahren auf der Jade-Rennbahn damals im toten Rennen mit Velten Revenge zustande gekommen war.
Viel Lokalkolorit schwang beim Erfolg von Napoleon mit, mit dem der unweit der Austragungsstätte beheimatete Thies Cordes als Besitzer, Trainer und Fahrer triumphierte. Das "Gönn' mir doch auch mal einen!", das der Bäckermeister zu Beginn des Einlaufs dem mit Sky Dance außen attackierenden Hannes von Holdt zugerufen hatte, trug gewiss unfreiwillig Früchte, als dem Gewinner der deutschen Amateurmeisterschaft von 2016, 2020 und 2024 nachfolgend der schon klar führende Wallach Franz Kleins kurz vor dem Ziel prompt aus dem Takt geriet, womit Cordes mit seinem Belgier gegen Joan Collins (Christa Louwersheimer) dann umgehend überlegen war.
Für Christa Louwersheimer schlug die große Stunde indes gerade einmal zwei Rennen später, als sie ihrer die letzte Rennsaison bestreitenden, zehnjährigen Caen-Oldeson-Tochter ganze fünf Jahre und zwei Monate nach deren seinerzeit in Alkmaar errungenem letzten Sieg noch einmal zu einem vollen Erfolg verhalf, der dazu gegen My Josephine (Jochen Holzschuh) auch noch ganz überlegen ausfiel.
Eine hingegen nur knapp zwei Jahre währende Durstrecke beendete Anja Heitmanns Zaafar, mit dem Danny den Dubbelden für die Tageshöchstquote von 88:10 früh die Weichen auf Sieg gestellte hatte, während das aus drei Bändern gestartete Monté, in dem Vorwochensieger Ginkgo Rocq (Sytske de Vries) diesmal konsequent seinen Dienst verweigerte und am Start einfach stehenblieb, an DeAngelo ForChildren ging, mit dem Ronja Walter gegen den später auch vor dem Wagen noch einmal zweitplatzierten Nitro Greenwood (Carlin Swann) sowie Marco's Wish (Marlene Matzky) nicht mehr als nötig tat, um 750 Euro für die guten Zwecke des Stall For Children Living einzustreichen.





