(dk) Dass das Team von Trainerchampion Wolfgang Nimczyk an diesem Vatertag an der Niersbrücke in Anbetracht von 15 Startern in zehn Rennen mitbestimmen würde, welche Musik gespielt wird, davon war auszugehen. Dass die Equipe, die im Laufe des Renntages inklusive (Wieder-)Qualifikanten die allein logistisch bereits herausfordernde Anzahl von 23 Pferden an den Start brachte, am Ende sechs der zehn Sieger stellte, war dennoch bemerkenswert.
Robbin Bot rahmte dabei den Renntag ein, als er zunächst zum Auftakt mit ROMEO SCHERMER Start-Ziel das Zepter in der Hand behält und sich von der besser gewetteten Trainingsgefährtin DRAGONERA (Michael Nimczyk) in einer rasanten Schlussphase die Butter nicht mehr vom Brot nehmen ließ, bevor er zum Abschluss mit Stall Germanias WISCONSIN auch bei dessen zweiten Lebensstart nicht aufzuhalten war.
Der augenscheinlich zu Höherem berufene dreijährige FATHER-PATRICK-Sohn von der Lasbeker Scholle gewann in 1:16,1 / 2.100 m neuerlich in beeindruckender Manier und war dabei diesmal sogar überlegen.
Michael Nimczyk hingegen gelangen gleich vier Treffer, die er mit ALMA MIA, die beim Jahresdebüt von der Spitze aus in Tagesbestzeit von 1:14,8 / 1.609 m nach Belieben dominierte, KWMs an der Spitze ein konstant hohes Tempo vorlegendem NJORD INVICTA, Peter Erwigs beim Saisoneinstand in verheißungsvoller Manier am Ende leicht über den Piloten PROUD BEUCKENSWIJK (Marciano Hauber) hinweglaufender MILLE FLEURS sowie dem wie immer verlässlich abliefernden JEPS DE GUOZ für die 17-köpfige Besitzergemeinschaft der Ecurie des Espoirs zustande brachte.
Einen siebten Treffer für die Heimmannschaft steuerte der weiterhin auf Championatskurs segelnde Thomas Maassen bei, als er die am "Tag der Arbeit" im GelsenTrabPark noch überraschende Westenbrink-Vertreterin ODESSA GREENWOOD nunmehr als Favoritin zu einem Kampfsieg über ESPRIT KRONOS (Nick Schwarma) führte.
Nick Schwarma entschädigte sich und das Team von Trainer Marcel Hauber postwendend, als er im darauffolgenden Amateurfahren die zuletzt in Gelsenkirchen nach krankheitsbedingter Pause noch recht schwache ARTFUL HONEY trotz Wegen durch die Todesspur gegen die anfangs gesprungene KEEP ON NORDIC (Wolfgang Ullrich) sowie den lange führenden KENZO FAMILY (Lilly-Lea Müller) auf die Siegerstraße zurück führte.
Dem wollte der große Bruder natürlich nicht nachstehen, und so gewann Tim Schwarma direkt im Anschluss Start-Ziel mit Immo Müllers Debütantin OPERA OE, hinter der der Mann aus Weeze mit CRACKER JACK (Julia Holzschuh) vergleichsweise leichtes Spiel hatte, nachdem die ansonsten noch besser gewetteten Pferde frühzeitig durch Galoppaden ausschieden.
Schulterschmerzen hatte am Ende des Renntags Kevin Onderwater, rissen ihm die beiden Grift-Schützlinge VRIEND (vor dem Rennen) und KING OF SWING (auf dem ersten Kilometer) doch ziemlich die Arme aus.
Während sich der UFO KIVIETSHOF-Sohn von dem Nachwuchsmann im Rennen gut im Zaum halten ließ, woraufhin er Start-Ziel überlegen gegen RED MILE USA (Marciano Hauber) zum Zuge kommt, ist die Uhr bei dem in der ersten Hälfte des Rennens eine 1:13er Fahrt vorlegenden Davidson-Favoriten doch klar abgelaufen, als JEPS DE GUOZ aus seinem Rücken einfach weiterlief und in 1:15,6 / 2.100 m - Tagesbestzeit über die Mittelstrecke - das Dutzend Karrieretreffer vollmachte.







