++ Vincennes: 42:10-Favoritin Stonehillpearl (Eric Raffin) in einem 46.000er für vierjährige Stuten in 1:15,1/2850 Meter unplatziert ++ ++ Eskilstuna: Stall Franziskas Slave to Love Cal mit Wim Paal 5. in 1:13,6/1640 Meter ++ ++ Gävle: Gestüt Lasbeks Ultimus mit Örjan Kihlström 1. in 1:15,7/3180 Meter ++ ++ Samstag: Stall Wieserhofs Orlando Paladino mit Roberto Vecchione in einem 8.800-Euro-Rennen für Vierjährige in Montecatini (Startzeit 20:08 Uhr) ++ ++ Sonntag: Auftakt zur Dreifachen Krone in Berlin mit dem Adbell-Toddington-Rennen (20.000 Euro) - Saisoneinstand von Blizzard Diamant mit Robin Bakker - Dazu Stutenlauf, 2. Lauf zur Gold-Serie und 4. Lauf zur Newcomer-Serie - Beginn 13:00 Uhr ++ ++ Sonntag: Karl Bürger-Gedenkrennen (15.000 Euro) und Derby-Versuchsrennen (10.000 Euro) in Wien mit den Gramüller-Schützlingen Wilander, Golda Meir (Christoph Schwarz) und M Eck Gyver (Marisa Bock) - Der Silberhelm im Rahmen auch mit Indy, Christoph Fischer mit Hello Sport, Barolo Rosso - Beginn 14:00 Uhr ++ ++ Sonntag: Die Gramüller-Schützlinge Gino, Foxtrott Jet und Indianajones Treb mit Manuel Pistone, Ultrablue mit Enrico Ramazzina im Amateurfahren sowie Karin-Walter Mommerts Innamorata Grif mit Francesco Pettinari in Triest - Beginn 19:20 Uhr ++ ++ Sonntag: Auftakt der bayerischen C-Bahn-Saison in Velden - Vier Rennen ab 14:00 Uhr ++
Adieu Abano As
14. März 2025

Wer ihn als Anhänger des Trabrennsports zu seiner aktiven Zeit erlebt hat, der konnte nur ins Schwärmen geraten. Ein Modelathlet, wie man ihn vor einem Sulky in Deutschland nur sehr selten gesehen hat. Jetzt ist der großartige Abano As im Alter von 28 Jahren eingegangen.

Man musste kein Rennprogramm studieren, um zu erkennen, dass hier ein Ausnahmetraber die Bühne betrat, sobald man den Schwarzbraunen auf irgendeiner Rennpiste zu Gesicht bekam. Die Ästhetik, die dieser vierbeinige Spitzensportler ausstrahlte, sucht bis heute ihresgleichen.

Abano1

Mit dem perfekten Bewegungsablauf paarten sich natürlich noch ein Rennkopf, Trabsicherheit, Frühreife, Härte und ein Siegeswille, den nur ganz wenige Pferde in dieser Form besitzen.

Mit seinem kongenialen Partner Peter Strooper beherrschte er bereits als Zweijähriger seine Altersgefährten mit einer sensationellen Überlegenheit. Er war ein Star vom Anfang bis zum Ende seiner Karriere, innerhalb der er hier und da auch schon mal Allüren heraushängen ließ, aber im Rennen stets die volle Konzentration behielt.

Die Liste seiner nationalen und internationalen Siege ist derartig schillernd, dass man sie im wahrsten Sinne des Wortes, fast nur als fabelhaft bezeichnen kann.

Abana amer

Abano As war 2003 der letzte deutsche Amérique-Sieger

Von Amérique bis Züchterkrone war alles dabei, was man sich als Besitzer eines Rennpferdes erträumen kann, wobei er mit dem Sieg im bedeutendsten Trabrennen der Welt im Januar 2003 in der Hand von Hexenmeister Jos Verbeeck natürlich den absoluten Glanzpunkt seiner beispiellosen Laufbahn setzte, die am 24. Juli 2004 ausgerechnet mit einer Disqualifikation in Paris-Enghien endete - ein absolute Ausnahme, gelangen dem Hengst bei 54 Lebensstarts doch 25 Siege und weitere 22 Platzierungen.

Mit einer Börse von 2.197.479 € ist Abano As bis heute das gewinnreichste Pferd aus deutscher Traberzucht.

Dass er später im Gestüt nicht ganz an seine rennsportlichen Glanztaten anknüpfen konnte, ist vielleicht seinem nicht ganz so „blaublütigen“ Pedigree geschuldet. Mit Zar As und Lobell Countess stellte er immerhin zwei deutsche Derbysieger. 

In Erinnerung bleibt ein Vorzeige-Traber, der selbst aus der umfassenden Talentschmiede seines Züchters Alwin Schockemöhle deutlich hervorsticht.

Hermann Gallhoff