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Die Anf├Ąnge der Traberzucht

Alle Rennpferde, Galopper wie Traber gehen auf die drei arabischen Stammv├Ąter Byerly Turk, Godolphin und Darley Arabian zur├╝ck.

Der TRABER, so wie wir ihn heute kennen, ist das Produkt einer relativ jungen, daf├╝r aber umso interessanteren Zucht.

Ihr Ursprung geht auf das Jahr 1775 zur├╝ck. Das ist das Geburtsjahr des Orlowtrabers. Auf der Suche nach einem Pferdetyp, der ausdauernd genug sein sollte, die gro├če Weite des Zarenreiches als Kurier- oder Postkutschenpferd schnell und zuverl├Ąssig zu ├╝berbr├╝cken, kreuzte der russische Graf Orlow den Araberhengst Smetanka mit einer d├Ąnischen Stute. Dieser Verbindung entsprang der Schimmel-Hengst Bars I, der als Stammvater der Orlow-Rasse gilt. In ihr fanden Temperament, Trabverm├Âgen und Ausdauer eine ideale Vereinigung, die sich heute noch gro├čer Wertsch├Ątzung erfreut.

Unabh├Ąngig von der russischen Zucht begann sich Ende  des 18.Jahrhunderts unter dem Einfluss nicht organisierter Wagenrennen eine ├Ąhnliche Entwicklung in Nordamerika anzubahnen. Hier muss man den ├╝berragenden Vererber Hambletonian 10 als den Stammvater der amerikanischen Traberzucht ansehen.

Das dritte Ursprungsland ist Frankreich. In der Normandie war es der im Vollblut stehende Young Rattler, der Anfang des 19. Jahrhunderts die angloamerikanische Traberzucht begr├╝ndete. Diese Zucht wurde allerdings sp├Ąter durch die Zufuhr amerikanischen Blutes entscheidend in ihrer Entwicklung beeinflusst.

Allen Traberrassen gemeinsam ist jedoch das lebhafte Temperament, die hohe Intelligenz und der gutartige Charakter.

In Deutschland fanden die ersten Trabrennen 1873 in Straubing und 1874 in Hamburg-J├╝thorn statt. Eine dokumentierte Zuchtbuchf├╝hrung besteht in der deutschen Traberzucht seit 1896.