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Rennbahn-ABC

A

Amateur(-fahrer)
Ein Fahrer bzw. eine Fahrerin, der/die nach erfolgreicher PrĂĽfung an speziellen (Amateur) Rennen teilnehmen darf.

Amateurfahren
Rennen, in denen nur Amateure zugelassen sind.

Amateurtrainer
Die Amateurtrainer trainieren ihre eigenen Pferde selber, statt sie zu einem Berufstrainer ins Training zu geben. Meistens sind diese Amateurtrainer auch Amateurfahrer.

Amazone
Eine Amateurfahrerin. Die weltweit erfolgreichste ist ĂĽbrigens Rita Drees mit weit ĂĽber 2.000 Siegen.

Am Turm
Ein Pferd, das disqualifiziert wurde, »hängt am Turm«. Früher wurden die Nummern dieser Pferde am Turm aufgehängt, daher der Ausdruck. Heutzutage wird die Disqualifikation elektronisch eingeblendet. Der Ausspruch ist aber geblieben.

Ausländer
Im Ausland geborene und nicht in Deutschland eingetragene Pferde.

Ausschreibung
In der Ausschreibung gibt der Rennverein vor, welche Pferde im jeweiligen Rennen startberechtigt sind. (Beispiel: nur Pferde, die bisher weniger als € 5.000,- Preisgeld gewonnen haben).

AuĂźenseiter
Mit diesem Ausdruck bezeichnet man Pferde, denen nur die wenigsten Experten im Rennen eine gute Leistung zutrauen. AuĂźenseiter gehen daher meistens mit sehr hohen Quoten ins Rennen. Manchmal ĂĽberraschen Sie jedoch und gewinnen doch.

Autostart
Hierbei starten die Pferde hinter einem Auto mit ausgeklappten Flügeln. Die Pferde reihen sich gemäß ihrer Startnummern (Nr. 1 – 8 direkt am Flügel / ab Nr. 9 - aus der zweiten Reihe) nebeneinander ein und das Auto beschleunigt langsam bis zur Startmarke. Dann fährt es weg und das eigentliche Rennen beginnt. Es handelt sich also um einen »fliegenden« Start.

B

Bahnlänge
Die Länge der Rennbahnen in Deutschland beträgt zwischen 800 und 1.200 Meter pro Runde. Größere Bahnen erlauben, da sie weitere Kurven haben, im Normalfall auch schnellere Zeiten.

Bänderstart
Hierbei handelt es sich um einen »stehenden« Start. Bänder im ursprünglichen Sinn werden jedoch nicht mehr verwendet. Bei Rennen mit Bänderstart können Pferde mit unterschiedlichen Gewinnsummen gegeneinander laufen. Pferde mit höheren Gewinnsummen werden meistens mit einer Zulage von 25m belegt, müssen also 25m weiter hinten starten und diese Zulage erst einmal gegenüber den weiter vorne startenden Pferden aufholen.

Amateurtrainer
Die Amateurtrainer trainieren ihre eigenen Pferde selber, statt sie zu einem Berufstrainer ins Training zu geben. Meistens sind diese Amateurtrainer auch gleichzeitig Amateurfahrer.

Berufsfahrer
Diese Fahrer sind Profis, die eine dreijährige Ausbildung zum Pferdewirt (mit Schwerpunkt Trabrennfahren) absolvieren müssen. Oft sind diese Berufsfahrer nach bestandener Meister-Prüfung auch gleichzeitig als Trainer für die Pferde zuständig.

Besitzer
Der Besitzer ist der Eigner des Pferdes. Er kommt für sämtliche Kosten (Anschaffung, Unterhalt, Training usw.) auf und erhält im Gegenzug das Preisgeld aus den Renngewinnen. Immer mehr in Mode kommen sog. Besitzergemeinschaften, in denen sich mehrere Personen den Besitz an einem oder mehreren Pferden teilen.

Besitzerfahren
Rennen für Amateure, in denen diese nur ihre eigenen Pferde bzw. Pferde von Familienangehörigen fahren dürfen.

Breeders Crown (BC)
Spezielle Jahrgangsrennen für Zweijährige, Dreijährige, Vierjährige und Fünf- bis Siebenjährige. Schon die Deckhengste müssen für die Breeders Crown nominiert werden, ebenso die Fohlen. Nominierte Pferde sind dann jedes Jahr in den BC-Rennen startberechtigt. In der Breeders Crown (Züchterkrone) Rennserie kommen rund eine halbe Million Euro an Rennpreisen zur Ausschüttung.

Bronzehelm
Mit dem bronzenen Helm darf derjenige Berufsfahrer starten, der im Vorjahr die drittmeisten Siege erzielt hat.

C

Champions
Die Fahrer, die im Vorjahr die meisten Siege insgesamt erringen konnten. Für die ersten drei Plätze im Profifahrer-Championat werden Helme vergeben, die der jeweilige Fahrer dann im folgenden Jahr bei jedem Rennen tragen darf (Gold-, Silber- und Bronzehelm).

D

Derby
Das wichtigste Rennen im Leben eines Rennpferdes. Beim Derby laufen immer nur die jeweils drei Jahre alten Pferde gegeneinander. Im Deutschen Traber-Derby sind Hengste, Wallache und Stuten startberechtigt. Für die Stuten gibt es zusätzlich ein separates Rennen (Stutenderby /“Arthur-Knauer-Rennen“). Das Derbyfinale findet am ersten Wochenende im August auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf statt.

Disqualifikation
Ein Pferd wird disqualifiziert, wenn es entweder galoppiert (Disqualifikation rot) oder keinen reinen Trab im Rennen geht, also eine »unreine« Gangart angeschlagen hat (Disqualifikation blau). Diese Entscheidungen werden von der Rennleitung getroffen und verkündet, dabei wird nicht jeder Fehler kleine Fehler sofort bestraft, erst bei mehr als 15 Galoppsprüngen bzw. wenn das Pferd mehr als zwei Mal im Rennen angaloppiert, wird die Disqualifikation ausgesprochen. Und natürlich darf das Pferd durch die Galoppade keinen Vorteil erlangen. Auf der Zielgeraden führt jeder falsche Schritt allerdings zur sofortigen Disqualifikation.

Distanz
Es gibt drei unterschiedliche Distanzen:

  • Fliegerdistanz (ca. 1.600m – 1.750m)
  • Mitteldistanz (ca. 1.900m – 2.100m)
  • Steherdistanz (ab ca. 2.500m)

Die Unterschiede in den jeweiligen Distanzen resultieren aus den verschiedenen Bahnlängen der Rennbahnen. Die meisten Rennen werden auf der Mitteldistanz angeboten.

Doping
Es werden regelmäßig Dopingproben durchgeführt. Die Pferde werden z.T. ausgelost, bei großen Rennen werden grundsätzlich die drei ersten Pferde im Ziel einer Dopingprobe unterzogen. Regelmäßig werden auch Dopingproben vor dem Rennen durchgeführt. Gedopte Pferde werden für drei Monate gesperrt. Die Verantwortlichen (Trainer) werden mit Geldstrafen bestraft.

Dotation
Das gesamte in einem Rennen ausgelobte Preisgeld zusammen nennt man die Dotation. Diese beträgt in normalen Rennen ca. € 1.000,- bis € 2.500,-, bei großen Rennen aber auch manchmal mehr als € 50.000,-.

Dreischlag
Eine Gangart, die zu einer Disqualifikation blau durch die Rennleitung fĂĽhrt. Bei einem Dreischlag trabt das Pferd mit den Vorder- und galoppiert mit den Hinterbeinen.

E

Einlauf
Als Einlauf bezeichnet man die Zielgerade der Rennbahn. Manchmal werden aber auch die Zweier- und Dreierwette Einlauf genannt (Zweierwette: Einlauf oder kleiner Einlauf / Dreier- wette: groĂźer Einlauf).

Eventualquote
Die (Sieg-)Eventualquote wird vor dem Rennen jeweils aktuell angezeigt. Sie gibt einen Hinweis darauf, welches Pferd wie stark bewettet wird. Für die Wette ist jedoch nur die Quote beim Start relevant; daher auch »Eventual«quote.

F

Fahrererlaubnis
Dies ist eine Vergünstigung für Lehrlinge und neue Berufsfahrer, die bislang weniger als 20 Rennen gewonnen haben. Sie bekommen im „Rennen mit Erlaubnisse“ die beste Startnummer, unabhängig von der Gewinnsumme, die ihr Pferd bislang erzielt hat. Beim Bänderstart rücken sie ein Band vor. Amateurfahrer haben nach der bestandenen Prüfung für längstens ein Jahr oder bis zum dritten Sieg eine Erlaubnis.

Fahrverbot
Die Rennleitung kann gegen einen Fahrer ein Fahrverbot aussprechen. Die Länge des Verbotes ist abhängig von der Schwere des Verstoßes, den der Fahrer begangen hat. Die Strafen sind geregelt in der Trabrennordnung (TRO).

Favorit
Der Favorit eines Rennens ist das Pferd mit der geringsten Sieg-Eventualquote von allen teilnehmenden Tieren. Die geringste Quote kommt dadurch zustande, dass auf dieses Pferd am meisten Geld gewettet wurde.

Fehler
Damit bezeichnet man eine Galoppade eines Pferdes während des Rennens. Wenn der Fahrer es schafft, das Pferd innerhalb des vorgegebenen Rahmens wieder in die Gangart Trab zu bringen, darf er weiter am Rennen teilnehmen, ansonsten wird er von der Rennleitung disqualifiziert (rot).

Fehlstart
Der Hauptstarter entscheidet auf Fehlstart, wenn nicht alle Pferde das Rennen gemäß den Regeln aufnehmen; z.B. sich nicht an ihrem jeweiligen Startplatz hinter dem Auto eingereiht haben oder beim Bänderstart ein Pferd zu früh die Startmarke passiert

Feld
Alle am Rennen teilnehmenden Pferde zusammen nennt man Feld.

Finish
Bezeichnet den Endkampf des Rennens.

G

Gästefahren
An diesen Rennen dürfen nur Personen ohne gültige Lizenz teilnehmen. Die Fahrer werden meist von den Rennvereinen eingeladen, üben vorher bei einem Trainer und fahren dann ein geeignetes Pferd in diesem Rennen. Das Rennen findet an einem normalen Renntag statt und kann bewettet werden, die Pferde erhalten jedoch keinen Geldpreis. Das Rennen wird dann später wiederholt, mit Profi- oder Amateurfahrern und einem erhöhten Geldpreis.

Geldrang
Bei den meisten Rennen erhalten die Besitzer der ersten fünf Pferde im Ziel einen Geldpreis (abgestuft). Man sagt dann auch, das Pferd war »im Geld«.

Geschwindigkeit
Trabrennpferde erzielen im Rennen Spitzengeschwindigkeiten von ĂĽber 50km/h.

Gewinnsumme
Dies ist die Summe, welche ein Pferd bisher in allen Rennen zusammen gewonnen hat (auch: Lebensgewinnsumme). Nach der bisher erzielten Gewinnsumme werden die meisten Rennen eingeteilt. Es laufen Pferde gegeneinander, die bislang in etwa die gleichen Gewinnsummen erzielen konnten.

Goldhelm
Mit dem goldenen Helm wird der Berufsfahrer ausgezeichnet, der im Vorjahr die meisten Siege erzielt hat.

»Grün aus«
Die Ampel im Innenraum der Rennbahn gibt eine Orientierung, wann das nächste Rennen startet. „Grün aus“ bedeutet, dass nun auch das grüne Licht der Ampel erlischt und der Start frei ist.

H

Heat
Der Heat dient zum Aufwärmen der Muskulatur eines Pferdes vor dem Rennen. Dabei wird (meisten ca. 1 bis 1,5 Stunden vor dem eigentlichen Rennen) das Pferd einige Runden bei ruhigem Tempo gejoggt und dann z.B. eine Gerade im Renntempo gefahren. Für Besucher auf einer Rennbahn empfiehlt es sich immer, sich anhand des Heats der einzelnen Pferde einen Eindruck von diesen zu verschaffen.

I

In der Luft
So bezeichnet man es, wenn ein Trabrennpferd während des Rennens anfängt zu galoppieren.

Inländer
Ein in Deutschland geborenes und eingetragenes Pferd.

J

Jahrgangsrennen (auch Zuchtrennen)
In diesen Rennen laufen nur Pferde aus einem bestimmten Jahrgang gegeneinander. Das berühmteste Jahrgangsrennen ist das Derby, an dem nur dreijährige Pferde teilnehmen dürfen.

K

Kilometerzeit
In allen Rennen werden die Zeiten gestoppt. Diese ergeben einen Einblick in die erzielten Leistungen. Um die Zeiten miteinander vergleichen zu können, werden diese immer als Durchschnitt pro Rennkilometer angegeben. 16,0 bedeutet zum Beispiel, dass dieses Pferd 1 Minute und 16,0 Sekunden pro Kilometer gebraucht hat. Falls es diese Zeit in einem Rennen über 2000m erzielt hat war es also vom Start bis ins Ziel 2 Minuten und 32 Sekunden unterwegs.

L

Länge
Hiermit ist grundsätzlich die Länge eines Pferdes gemeint. Bei der Bekanntgabe des offiziellen Zieleinlaufes werden die Längen als Kriterium herangezogen, sofern die Pferde soweit auseinander lagen.

Latten
»An die Latten kommen« bzw. »die Latten bekommen« bedeutet, dass das Pferd die Führung übernommen hat. Früher waren die Bahnen zum Innenraum hin oft durch Latten abgesperrt, daher kommt dieser Ausdruck.

Lehrlingsfahren
In diesen Rennen dĂĽrfen nur Auszubildende und Berufsfahrer die weniger als 20 Siege erzielt haben teilnehmen.

LeistungsprĂĽfung
So heiĂźen die Rennen im offiziellen Sprachgebrauch. Die Leistungen der Pferde werden im direkten Vergleich ĂĽberprĂĽft.

Lizenz
Alle Teilnehmer an den Rennen, Berufs- oder Amateurfahrer(-innen), müssen eine Lizenz vorweisen können. Mit Erteilung der Lizenz durch den Dachverband (HVT) erkennen die Rennteilnehmer die Trabrennordnung (inkl. der darin enthaltenen Strafen) an.

M

Meile
Die Sprintrennen werden oft auch als MeilenprĂĽfung bezeichnet (engl. Meile = 1.609m)

N

Nachwuchsfahren
An Nachwuchsfahren dürfen Auszubildende und Berufsfahrer mit Erlaubnis teilnehmen. Es gibt auch Rennen, die für Fahrer mit einer bestimmten Maximalzahl an Siegen ausgeschrieben werden, um den Nachwuchs zu fördern.

Nennung
Mit der Nennung gibt der Besitzer sein vorläufiges Interesse bekannt, sein Pferd an einem Rennen teilnehmen zu lassen. Die endgültige Zusammenstellung des Rennens erfolgt allerdings erst bei der Starterangabe ein paar Tage vor dem Start des Rennens.

Nummern
An jedem Pferd, das während einer Rennveranstaltung auf die Bahn fährt (Rennen oder Heat), muss eine Tafel mit der Startnummer befestigt sein. Jedes Rennen hat eine eigene Farbe, in der auch die Tafeln mit den Startnummern gehalten sind, so dass man jedes Pferd eindeutig identifizieren kann.

P

Parade
Bei der Parade fahren die Pferde vor dem Rennen am Publikum vorbei. Dieses kann sich dann einen letzten Eindruck von den Pferden verschaffen. Zwischen Parade und dem Start liegen ca. 7 Minuten. Die Rennteilnehmer sind grundsätzlich verpflichtet an der Parade teilzunehmen.

Preisgeld
Dies ist der Betrag, den der Besitzer des Pferdes erhält, wenn sich sein Pferd innerhalb der Gewinnränge platziert (»ins Geld läuft«). Die Summe der Preisgelder, die ein Pferd in allen bisherigen Rennen zusammen erzielen konnte, nennt man Gewinnsumme.

Profi
siehe Berufsfahrer

Pullen
Wenn ein Pferd schneller laufen möchte als dies der Fahrer für angemessen hält »pullt« das Pferd. Es verschenkt somit wertvolle Energie, da der Fahrer es einbremst.

Q

Qualifikation
Damit ein Trabrennpferd am Rennbetrieb teilnehmen darf muss es seine Renntauglichkeit beweisen. Hierfür muss es eine bestimmte Kilometerzeit schaffen. Pferde, die länger als sechs Monate an keinem Rennen teilgenommen haben, müssen unter gleichen Bedingungen in die Wiederqualifikation. Die vorgegebene Mindest-Zeit beträgt 1:25.0.

Quote
Für alle Wettarten werden nach dem Rennen die jeweiligen Quoten errechnet, die ein Wetter erhält, der die Wette richtig getippt hat. Alle Quoten werden meistens auf Basis eines Einsatzes von € 10,- bekannt gegeben.

R

Rennleitung
Die Rennleitung besteht aus mehreren sehr erfahrenen Personen. Diese fahren im Rennleitungswagen parallel zum Feld auf der Innenbahn mit. Die Rennleitung trifft u.a. die Entscheidung, ob ein Pferd disqualifiziert wird.

Richter (auch Zielrichter)
Er trifft die Entscheidung ĂĽber den Ausgang des Rennens. Im Falle eines sehr knappen Zieleinlaufs kann er dabei auf ein Zielfoto zurĂĽckgreifen.

S

Scheck
Der Scheck ist ein besonderes Hilfsmittel im Trabrennsport. Das Pferd trägt ein leichtes zusätzliches Gebiss im Maul (manchmal auch nur eine gebisslose Kinnstrippe darunter), dessen Riemen über das Genick des Pferdes zum Geschirr führt. Dieser zusätzliche Riemen gibt dem Pferd Halt und Balance im Rennen.

Silberhelm
Mit dem silbernen Helm darf derjenige Berufsfahrer starten, der im Vorjahr die zweitmeisten Siege erzielt hat.

Startwagen
An diesem Auto sind Flügel befestigt, die vor dem Start ausgefahren werden. Hinter diesen Flügeln ordnen sich die Pferde gemäß ihrer jeweiligen Startnummer ein. Der Startwagen wird für alle Rennen mit Autostart benötigt.

Starter (auch Hauptstarter)
Dieser ist in der Phase des Starts eines Rennens für den ordnungsgemäßen Ablauf zuständig. Bei einem Autostart-Rennen befindet sich der Starter im Startwagen.

Starterangabe
Der Termin, an dem die Besitzer ihre Pferde definitiv als Starter für ein Rennen benennen. Die Starterangabe ist nur dann möglich, wenn auch gleichzeitig das Startgeld (meistens pro Startpferd 1,5% des Preisgelds) bezahlt wird.

Startplatz
Innerhalb eines Teilnehmerfeldes erhält das Pferd mit der geringsten bisher erzielten Gewinnsumme den inneren Startplatz mit der Nummer 1. Neben diesem Pferd reihen sich dann die Pferde gemäß der aufsteigenden Reihenfolge ihrer bisher erzielten Gewinnsumme ein. In großen Rennen (z.B. Derby) werden die Startplätze ausgelost.

Sulky
So bezeichnet man den Wagen, auf dem der Fahrer während des Rennens sitzt.

T

Todesspur
Ein Pferd, das in der zweiten Reihe, also neben dem innen liegenden führenden Pferd, laufen muss, befindet sich in der »Todesspur«.

Totalisator
So bezeichnet man das auf den Rennbahnen vollzogene Wett-Prinzip. Hierbei kommen alle Wetten (getrennt nach den jeweiligen Wettarten) zusammen in einen Topf, die gesetzlichen Abzüge (Finanzierung der Rennvereine, Steuer etc.) werden vorgenommen, und der Rest unter den Gewinnern aufgeteilt. Ein persönlicher Wettgewinn ist also immer davon abhängig, wie viele andere Wetter diese Wette ebenfalls richtig getippt haben. Mit »Totalisator« wird aber auch die Anzeigentafel bezeichnet, auf der man vor dem Rennen die jeweiligen Sieg-Eventualquoten der Pferde und nach dem Rennen die Quoten je Wettart sehen kann.

Totes Rennen
Ein Rennen, bei dem es auch nach Auswertung des Zielfotos mehr als einen Sieger gibt.

Toto
AbkĂĽrzung fĂĽr Totalisator.

Trabreiten
Hierbei ziehen die Pferde keinen Sulky hinter sich her, sondern die Reiter(-innen) sitzen im Sattel auf dem Pferd. Ansonsten gelten die gleichen Bedingungen wie bei Rennen mit Sulky.

Trainer
Es gibt Berufstrainer und Amateurtrainer. Beide verfügen jeweils über eine Lizenz des Dachverbandes (HVT). Die Trainer fahren in den meisten Rennen auch die von ihnen trainierten Pferde. Der Trainer erhält 10% der Rennpreise der von ihm trainierten Pferde.

W

Wewering
Heinz Wewering ist mit ĂĽber 16.500 Siegen der erfolgreichste Trabrennfahrer der Welt. Er war 29 Jahre hintereinander in Deutschland der Champion der Berufsfahrer, trug also immer den Goldhelm.

Z

Zielfoto
Bei einem sehr knappen Zieleinlauf lässt der Zielrichter ein Zielfoto anfertigen, um den genauen Einlauf feststellen zu können. Wenn auch auf dem Zieleinlauf kein Unterschied zu erkennen ist spricht man von einem »toten Rennen«.

Zirkelrennen
Zirkelrennen werden meist nach Jahrgängen getrennt ausgeschrieben und über das ganze Jahr verteilt angeboten. Es gibt gewinnsummenbeschränkte Trials und offene Hauptläufe, die wie Zuchtrennen konzipiert sind. Hier werden die besten Pferde eines Jahrgangs ermittelt.

Züchterprämie
Diesen Geldpreis erhält der Züchter eines Pferdes, das im Rennen einen Geldrang erreicht hat. Die Züchterprämie beträgt im Normalfall 10% des Preisgeldes, in Zirkel- und Breeders Crown-Rennen ist sie höher.

Zuchtrennen
In Zuchtrennen laufen die besten Pferde eines Jahrgangs gegeneinander. Das wichtigste Zuchtrennen in Deutschland ist das Deutsche Traber-Derby.