Am 14. August bittet der Starter letztmals aufs Plateau de Soisy, danach übernimmt Vincennes das trabrennsportliche Geschehen im Groß-Pariser Raum. Als krönender Abschluss für die Kavallerie war der über zwei Runden oder 2875 Meter führende Prix de Londres das mit 100.000 Euro wertvollste Monté des Meetings zugleich der Höhepunkt des nachmittäglichen Programms. Es wurde zum Schaureiten für Arlington Dream und Yoann Lebourgeois, die sich nach 2017 und 2018 zum dritten Mal auf dem Ehrenschild verewigten.
Dann allerdings gab’s kein Halten mehr. In die 23. Siegsuppe spucken ließ sich Arlington Dream, der am Tag des Prix d’Amérique sein erstes Trabreiten (siegreich) bestritten hat und seither zu den Protagonisten dieses Metiers gehört, nicht mehr. Ohne sonderliche Mühe setzte sich der Wallach mit der schmalen Blesse auf 2½ Längen vor seinem auch nach Totalisator ärgsten Verfolger Caban Prior ab, der mit 338.040 Euro gerade mal ein Drittel dessen auf der hohen Kante hatte, was der Sieger im Laufe seiner 77 Auftritte gescheffelt hat: Bei 1.153.600 Euro steht das Konto des Überfliegers, dem es gar nichts ausmachte, rundum mit Eisen zu starten. Für Platz drei schoss Al Capone Jet deutlich schärfer als Carla du Châtelet, die mit Hängen und Würgen Atout du Hainaut in Schach hielt.
Prix de Londres - Monté - (int., Fünf- bis Zehnj.)
2875m Bänderstart o.Z., 100.000 Euro
1. Arlington Dream 13,7 Yoann Lebourgeois 17
9j.br. Wallach von Ready Cash a.d. Ialla Clairchamp von Battling Joe
Be: Frédéric Sauque; Zü: S.C.E.A. Holgafi; Tr: Philippe Allaire
2. Caban Prior | 13,8 Aurélien Desmarres | 51 |
Sieg: 17; Richter: überlegen 2½ - 3 - 2 - Hals - 5 Längen; 11 liefen
Zw-Zeiten: 14,5/1875m - 13,3/2375m
Wert: 45.000 - 25.000 - 14.000 - 8.000 - 5.000 - 2.000 - 1.000 Euro
Eine halbe Stunde vor dem Hauptrennen ging der Prix de l'Odéon für dreijährige Hengste mit deutscher Beteiligung über die Bühne. Der von Jens Bergmann für den Berliner Stall Living Dream trainierte Severino-Sohn Groom Dancer (280:10) belegte - erstmals in der Hand von Alexandre Abrivard (Stammfahrer Gabriele Gelormini weilte in Aby) - in 1:17,1/2875 Meter einen beachtlichen dritten Platz, für den 6.160 Euro gutgeschrieben wurden. Dicht dahinter zog sich als Vierter (1:17,2) auch der von Jaap van Rijn für Trainer Age Posthumus gesteuerte Garuda Fligny (v. Bird Parker) gut der Affäre.