Wieder ein Maharajah-Sohn
Das Sahnehäubchen auf einem denkwürdigen Jubileumspokalen war der bei 20:10 erwartete Sieg von Lokalmatador Who’s Who, der nur ein paar Kilometer von Solvalla entfernt auf Menhammar Stuteri geboren wurde und auf der Anlage des berühmtesten schwedischen Gestüts, vergleichbar mit dem deutschen Lasbek, auch trainiert wird. Mehr als 6.000 Daumenpaare der Travkompaniet drückten kräftig, und das war in einem Match, bei dem sich die Waagschale erst auf den letzten 50 Metern zugunsten des schwedischen Derby-Siegers von 2018 neigte, dringend nötig, denn Milliondollarrhyme und der seit Anfang des Jahres für die deutschen Farben des Ulrich Mommert aktive Norton Commander entpuppten sich als steinharte Brocken. Dazu kam mit der „9“ das Handicap der zweiten Startreihe, was Standardfahrer Örjan Kihlström allerdings meisterlich auszubügeln verstand.
„Ich liebe ihn - er ist ein wahres Geschenk für mich als Trainer. Ein Traum ist wahr geworden, einmal ein solches Pferd in Händen zu haben“, waren die ersten Worte Pasi Aikios, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger Stefan Hultman als Trainer der Travkompaniet-Pferde ein introvertierter Genießer ist, und es war sicher nicht dem böigen Westwind geschuldet, dass es in seinen Augenwinkeln verdächtig feucht glitzerte, „sein ‚Pappa‘ Maharajah ist die große Frankreich-Route gegangen und hat den Prix d’Amérique gewonnen, und wir wollen es mit Who’s Who auch versuchen. Wie weit wir kommen, steht natürlich in den Sternen. Aber er entwickelt sich immer weiter, und es bleibt spannend, in welche Höhen ihn der Weg führt.“
Sein einstiger Partner Maharajah stellte nach Makethemark, der im Vorjahr obsiegt hatte, bereits den zweiten Sieger - das wird seine Nachkommen nicht preiswerter machen.
43. Solvalla Jubileumspokalen (Gruppe I int., Fünfjährige)
2140m Autostart, 1.965.000 SEK
1. Who’s Who 11,1 Örjan Kihlström 20
5j.br. Hengst von Maharajah a.d. Reality Pride von From Above
Be: Travkompaniets Stall AB; Zü: Menhammar Stuteri AB; Tr: Pasi Aikio
Pflegerin: Jennie Ek
2. Milliondollarrhyme 3. Norton Commander 4. Heart of Steel 5. Perfect Spirit 6. Vincero’ Gar 7. Eelis 8. Gretzky B.R. Villiam Spickleback Face Selmer I.H. | 11,1 Fredrik Larsson 11,1 Conrad Lugauer 11,3 Peter Untersteiner 11,4 Carl Johan Jepson 11,4 Alessandro Gocciadoro 11,7 Olli Koivunen 12,1 Magnus Teien Gundersen dis.r. Jorma Kontio dis.r. Erik Adielsson dis.r. Mika Forss | 68 157 296 135 254 246 133 55 558 502 |
Sieg: 20; Richter: Kampf Hals - Hals - 2 - Hals - ½ Länge; 11 liefen (NS Hachiko de Veluwe / Halsinfekt)
Zw-Zeiten: 08,3/500m - 10,4/1000m - 12,5/letzte 500m
Wert: 1.000.000 - 500.000 - 235.000 - 115.000 - 60.000 - 30.000 - 25.000 SEK
Die Eisenharten unter sich
„Sie ist einfach unglaublich! Nach einem extrem harten Match wie dem Åbergs Memorial, das gerade 14 Tage her ist, derart zurückzukommen und ihr Herz voller Elan in die neuerliche Schlacht zu werfen - es gibt sicher nicht viele Stuten auf der Welt, die ein solches Programm klaglos mitmachen. Ich kann’s kaum glauben, dass die ersten 500 Meter 1:07,2 schnell gewesen sein sollen. Sie hat ein so raumgreifendes und kraftsparendes Geläuf, dass du die Geschwindigkeit gar nicht recht merkst. Zweifellos ist sie eine überaus würdige Championesse - und eine der besten Stuten, die ich je in Händen hatte“, war der 44-jährige Adielsson zu Tränen gerührt.
Prix Maharajah / European Championship for Fillies and Mares (Gruppe I int., drei- bis zehnj. Stuten)
2140m Autostart, 1.800.000 SEK
1. Uza Josselyn 10,5 Erik Adielsson 21
8j.br. Stute von Love You a.d. Téza Josselyn von Ganymède
Be: Ec. Rhythm & Blues, CH; Zü: Yvan Bernard, FR/DK; Tr: René Aebischer
Pflegerin: Barbara Aebischer
2. Bahia Quesnot 3. Gina Schermer 4. Vanesia EK 5. Mellby Free 6. Shadow Gar 7. Dear Friend 8. Madelen L.T.C. 9. In Toto Sund 10. Golda Paris 11. Beatriz 12. Calina | 10,6 Junior Guelpa 10,7 Rick Ebbinge 10,7 Alessandro Gocciadoro 10,8 Björn Goop 10,9 Pietro Gubellini 10,9 Johan Untersteiner 11,0 Eirik Höitomt 11,2 Örjan Kihlström 11,3 Olli Koivunen 12,1 Peter Ingves 15,6g Frode Hamre | 75 100 816 32 466 139 838 292 2035 1684 1424 |
Sieg: 21; Richter: sicher ½ - 1 - 1 - 1 - Kopf; 12 liefen
Zw-Zeiten: 07,2/500m - 10,8/1000m - 10,4/1500m - 11,2/letzte 500m
Wert: 900.000 - 450.000 - 225.000 - 108.000 - 72.000 - 45.000 SEK
Ecurie D.(ubois) - ein Siegel für Qualität
Keine Chance hatten die sieben Vierjährigen im Big Noon Pokalen, ihr 20-Meter-Handicap gegenüber dem 2016 geborenen Quintett auf der 1640 Meter kurzen Reise komplett wettzumachen. Favorit Ecurie D. begann beim Fehlstart im Galopp und verlor auch beim gültigen Ab durch ein paar suchende Schritte einige Meter. Björn Goop schaffte es, den Infinitif-Sohn aus Zucht und Besitz des Jean-Pierre Dubois rasch ans Zuchtziel zu erinnern und fand im unermüdlich Tempo bolzenden Trainingskameraden High into the Sky eine sehr willkommene Lokomotive, an deren Seite er eine Runde vor Schluss aufkreuzte. In seinem Nacken verspürte Goop den heißen Atem des ebenfalls dreijährigen Upset Face, dem mit Even’s Cool Boy, Park View, Zelig Kronos und Im your Captain die Schwadron älterer Semester folgte. Noch besser als diese Truppe war Hill Street aus dem Zulagenband abgekommen, der bald hinter dem Tempomacher auftauchte.
Big Noon Pokalen (int., Drei- und Vierjähr.)
1640 Meter Bänderstart, 20m Zulage für Vierjährige; 608.000 SEK
1. Ecurie D. 1640 12,2 Björn Goop 24
3j.br. Hengst von Infinitif a.d. To Soon von Muscles Yankee
Be / Zü: Jean-Pierre Dubois, FR/DK; Tr: Frode Hamre, NO
2. Upset Face 3. Zabul Fi 4. Even’s Cool Boy 5. Hill Street 6. Tito 7. Im your Captain 8. Park View 9. Zelig Kronos 10. High into the Sky 11. Rare Glide 12. Sahara Peyote | 1640 12,3 Lutfi Kolgjini 1660 11,5 Carl Johan Jepson 1660 11,7 Örjan Kihlström 1660 11,9 Daniel Redén 1660 12,1 Ulf Ohlsson 1660 12,2 Jorma Kontio 1660 12,4 Eirik Höitomt 1660 12,4 Anders Eriksson 1640 13,5 Erik Adielsson 1640 16,9g Torbjörn Jansson 1640 18,4g Mika Forss | 40 67 72 659 1002 1051 339 1848 64 3077 1097 |
Sieg: 24; Richter: leicht 1 - ½ - 2 - 1 - 3 Längen; 12 liefen
Zw-Zeiten: 13,4/500m - 12,3/1000m - 12,6/letzte 500m
Wert: 300.000 - 150.000 - 75.000 - 37.000 - 20.000 - 13.000 - 13.000 SEK
Lange sah es ganz danach aus, als solle wie im Hauptereignis auch in der V75-Abschlussprüfung ein Publikumsliebling in den Winner Circle einziehen. Das gegen 22 Uhr inzwischen recht frische Lüftchen ließ Wintermatador On Track Piraten regelrecht erblühen, dem Rikard Skoglund trotz 40 Meter Zulage im über 3140 Meter führenden Stayer-Lopp im zweiten Paar außen eine hervorragende Abschussrampe verschafft hatte. Ganz reichen sollte es für den alten Haudegen nicht, beim 154. (!) Auftritt den 46. Treffer in die Scheuer zu bringen. Einen „Hals“ stärker als der wackere elfjährige Opa war der nicht mal halb so alte Captain Morgan. Dem 2014 in Dänemark geborenen, in Norwegen bei Anders Lundström Wolden in die Lehre gehenden SJ’s-Caviar-Sprössling verschaffte Åsbjörn Tengsareid ein verdecktes Traumrennen und schlug zum neunten Sieg aus nunmehr 26 Starts zu. 100.000 Kronen waren für die lange Spätschicht ein eher karger Lohn.
V75-1 (Sto): V75-2 (Kallbold): V75-3 (Elit-Sto): V75-4 (Sto): V75-5 (3- & 4j.): V75-6 (Jub-Pok.): V75-7 (Stayer):
| Ultimaluna Grif / Alessandro Gocciadoro Troll Solen / Magnus Teien Gundersen Uza Josselyn / Erik Adielsson Quarcia / Kim Moberg Ecurie D. / Björn Goop Who’s Who / Örjan Captain Morgan / Åsbjörn Tengsareid
| 23 26 21 44 24 20 53
|
Umsatz V75: 37.320.229 SEK
1. Rang: 16.771 Systeme à 578 SEK
2. Rang: Jackpot
3. Rang: Jackpot
Umsatz Top-7 (-): 701.098 SEK