(MTZV-press) Der letzte Renntag einer kuriosen Saison in München-Daglfing bescherte den Anhängern des bayerischen Trabrennsports noch einmal einen Leckerbissen in Form des trotto.de - Großer Daglfinger Weihnachtspreis - Preis des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der vom Ministerium finanziell unterstützt wurde. Insgesamt sieben Kandidaten begaben sich aus drei Bändern auf die Reise, wobei der Toto Tyrolean Dream als 1,6 :1 Favoriten auserkoren hatte. Dieser enttäuschte seine zahlreichen Anhänger nicht.
Das Kommando in der 2.100-Meter-Prüfung übernahm zunächst der einzige Teilnehmer aus dem ersten Band, Iron Creek, der mit Sepp Sparber für gute Fahrt sorgte. Tyrolean Dream war aus dem zweiten Band und damit 25 Meter vor Hauptgegner Popeye Diamant ins Rennen gegangen und stellte den Anschluss zum Piloten schnell her. Nach einer Runde rückte das Feld dichter zusammen und Christoph Schwarz sah dem Moment zum Angriff gekommen, rückte in der zweiten Spur ein wenig dichter an die Spitze heran.
Rudi Haller nahm deshalb ausgangs des Sekretariatsbogens Tyrolean Dream in die zweite Spur übte sofort Druck auf Iron Creek aus, passierte diesen Mitte der Gegenseite und verwaltete seinen Vorsprung im Einlauf spielend gegen Golden Future, der in der Distanz noch gut aufkam und seinen springenden Trainingsgefährten Popeye Diamant wahrscheinlich auch ohne dessen Fehler noch erwischt hätte. Rang drei ging dahinter an Man in Black, der vor Samir blieb.
Gerhard Biendl und Christoph Schwarz mit zwei Siegen die „Männer des Tages“
Gleich zwei Fahrer konnten an diesem winterlichen Nachmittag doppelt auf die Ehrenrunde gehen. Der eine war Christoph Schwarz, der zum Auftakt Familie Schmaus’ Bellini Rosso zum souveränen Sieg gegen Mystical Sunshine und Sir Gustav führte. Der zweite Treffer gelang dem Österreicher mit Put on a Show, der mit seinem Lieblingsfahrer wieder Bestform zeigte und so das Einladungsrennen gegen Escada und Federer Transs R leicht gewinnen konnte.
Mit den zwei Treffern des Nachmittags schob sich Gerhard Biendl im Kampf um den Ehrenplatz im Daglfinger Fahrerchampionat noch an Seppi Franzl vorbei, der nur einmal auf die Siegerparade gehen konnte. Mit Beppi Santana gewann der Wahl-Hamburger ganz sicher zum Abschluss gegen Esprit d’Amour und Primrose. Der Odessa-Santana-Sohn blieb auch beim dritten Start seiner Karriere ungeschlagen, sehr zur Freude seines Besitzers Rolf Dürr.
Das Trabreiten des Nachmittags ging an die Berliner Gäste um Nelly Pepper. Anna-Lisa Kunze beorderte die sehr lauffreudige Stute schon früh an die Spitze, ließ das Tempo in der Folge nie mehr abflauen und siegte so überlegen gegen Wunderkind und Samanta Hawai.
Ein Rennen später gelang Hand Hellmeier die „Überraschung des Tages“, denn mit einer Siegquote von 7:1 war Power Prime Time am Ende im Speed stärker als Gamble and Hope und Naemi Dream, wobei dem in Österreich gezogenen Wallach der erste Treffer seiner Karriere gelang und Hans Hellmeier in 2020 doch noch einen vollen Erfolg feiern konnte.
Die Daglfinger Saison endete mit der Ehrung der Champions durch Daglfings Präsidentin Angelika Gramüller, die Rudi Haller, Gerd Biendl und Seppi Franzl als erfolgreichste Fahrer der Saison auszeichnete und Far West als erfolgreichstes Pferde der Saison ehrte. Die Gesamtwertung des Elisabeth-Mann-Nachwuchschampionats sicherte sich Wiktoria Kopec vor Lisa-Sophie Zimmer und Andreas Geineder. Erfolgreichster Amateurfahrer auf dem Münchner Oval war wie im Vorjahr Peter Platzer.
Weiter geht es in Daglfing nach einer Winterpause am Sonntag, 7. März 2021.