Der Chef selbst, nach der Operation mit dick verpacktem Arm vor Ort, registrierte freudestrahlend, wie sein Sohn Marc Elias, nunmehr wegen Lugauers Ellenbogenverletzung auf längere Zeit erster Fahrer des Blentarper Lots, in der Bundesliga des schwedischen Trabrennsports einen veritablen Doppelschlag landete: „So ist das in unserem Geschäft - ein ständiges Auf und Ab unter den strengen Augen der Öffentlichkeit, die durchweg alles analysiert und kommentiert. Heute gab’s mal wieder eine ordentliche Dividende, und das in der V75-Serie. Das ist das Beste, was du dir vorstellen kannst!“
War der Sieg mit Il Duce Boko in der untersten Klass II, mit dem Elias vom Fleck weg dominierte und sich in starken 1:14,9/2140m letztlich um 2½ Längen aus dem Staub machte - dafür gab’s 110.000 Kronen aufs Konto des fünfjährigen Muscle-Hill-Sohnes, der nun sechs Treffer aus neun Starts und 306.000 SEK schwer ist -, bei 21:10 allseits erwartet worden, so verblüffte jener Gareth Bokos um Gold in der Art und Weise des Zustandekommens maßlos.
Während der „Spaceboy“ seinen Part brillant erledigte und von der „6“ wie eine Rakete auf seine Lieblingsumlaufbahn, die Spitze, flog, verpatzte der „Herr Baron“ das „Ab“ kolossal und war sofort heraus. Stepping Spaceboy leichtfüßig und ohne Reserven zu verpulvern in Front vor Monark Newmen, VästerboontheNews und Shogun - was sollte nun noch passieren, zumal der diesmal von Rikard Skoglund gesteuerte Dream-Vacation-Sohn lange keinerlei Druck bekam und die zweiten 500 Meter in obskuren 1:19,5 abbummeln durfte. Nichts wurde es hingegen mit dem propagierten verdeckten Run für Gareth Boko: „So war das ganz und gar nicht geplant. Wir blieben außen hängen, und es ließ sich trotz des Schlafwagentempos niemand vorbeilocken“, schilderte sein 25-jähriger Chauffeur die missliche Lage, pflügte vor Olle Rols, Stoletheshow und Mulligan durch die Außenspur und rückte allmählich zum Leader auf.
Nach dem 14. Erfolg des weiterhin für die Boko Stables aktiven Make-it-Happen-Sohnes heißt es in erster Linie Daumendrücken, er möge von weiteren Verletzungen verschont bleiben. Seine 3.963.040 Kronen sollten dann zügig ausbaufähig sein, zumal er erst 36 Starts auf dem Buckel hat. Locker verschmerzen dürfte Elias an diesem goldenen Tag die zweimal 2.000 Kronen, die ihm die Rennrichter aufbrummten, weil er im Einlauf die gerade Linie nicht gehalten hatte und um rund zwei Spuren nach außen gedriftet war sowie den rechten Fuß nicht im Sulky-Bügel hatte.
Gulddivisionen - (int.)
2140m Autostart, 306.500 SEK
1. Gareth Boko 13,2 Marc Elias 92
7j.schwbr. Hengst von Make it Happen a.d. Vanilla Boko von Pine Chip
Be: Boko Stables Holland BV & Mitbes.; Zü: Boko Stables Holland BV, NL/SE; Tr: Conrad Lugauer
2. Olle Rols | 13,2 Peter Untersteiner | 80 |
Sieg: 92; Richter: Kampf ½ - 2 - Kopf - Hals - 1½ Längen; 12 liefen
Zw-Zeiten: 10,5/500m - 15,1/1000m - 11,1/letzte 500m
Wert: 150.000 - 75.000 - 37.500 - 19.000 - 12.000 - 8.000 - 5.000 SEK
Die bunte Mischung aus Favoriten und Außenseitern trieb die Quote für die Königswette mächtig in die Höhe. Nach Erik Adielssons abschließendem Doppelschlag, der mit einem „Hals“ (Devs Dragon) bzw. einer halben Länge (Franklin Face) für 198 und 73:10 den jeweiligen Favoriten Atik D.L. (16:10) und Man at Work (18) das Nachsehen gab, waren sechs Systemspieler durch und strichen je knapp 3,4 Millionen Kronen ein. Einer von ihnen saß zur großen Freude von Kalmartravet-Chef Magnus Johansson in einem der dortigen Restaurants und erlebte seine Strähne aus Glück und Können vor Ort.
V75-1 (Diam-Sto): | Sunday Sonata / Carl Johan Jepson | 154 |
Umsatz V75: 78.403.171 SEK
1. Rang: 6 Systeme à 3.397.470 SEK
2. Rang: 10.899 SEK
3. Rang: 457 SEK
Umsatz Top-7 (Silver): 2.232.698 SEK