Gute drei Wochen vor dem Elitloppet 2026 am Sonntag, 31. Mai, nimmt das Starterfeld der inoffiziellen Sprinter-WM in Solvalla immer schärfere Konturen an.
Neun der 16 Startplätze wurden bereits vergeben. Am Samstag erhielt Daniel Wäjersten für Borups Victory die begehrte rosa Einladungskarte. Das Ticket für Lotteria-Sieger Free Time Jepson dürfte sich bereits im Druck befinden.
Derzeit stehen folgende Teilnehmer fest:
Go On Boy (Frankreich) - Vorjahressieger
Inexess Bleu (Frankreich)
Jobspost (Schweden)
A Fair Day (Schweden)
Allegiant (Schweden)
Idao de Tillard (Frankreich)
Massimo Hoist (Finnland)
Jabalpur (Italien) - Europarekordhalter
Borups Victory (Schweden)
Hinzu kommen die beiden Punktbesten der sieben sogenannten E-Loppen. Nach drei Läufen führen Don Fanucci Zet und Diva EK das Klassement an. Eine Wildcard ist für den Sieger des Finlandia Race am kommenden Sonntag vorgesehen.
Das Salz in der Elitloppet-Suppe sind stets die Supersprinter aus Nordamerika, die aber aus verschiedenen Gründen (Flugkosten, Lasix) nur schwer über den Atlantik zu locken sind.
Seit einigen Tagen gibt es jedoch ein ernsthaftes Interesse aus den USA. Antognoni, trainiert von US-Trainerchampion Ron Burke, hat 2026 zwei Starts absolviert und beide gewonnen. Am Samstag lief er im JL Cruze Open Handicap 1:08,9/1609 Meter und bezwang dabei International-Trot-Sieger Lexus Kody.
Nach dem Rennen machte Fahrer und Besitzer Yannick Gingras deutlich, dass man mit dem Father-Patrick-Sohn gerne im Elitloppet starten würden.
„Ich hatte gehofft, mit ihm nach Schweden reisen zu können. Es scheint, als sei es etwas zu teuer, uns dorthin zu bringen. Aber nach dem heutigen Abend könnten sie ihre Meinung ändern. Ich wäre sehr gerne dabei, denn er ist so schnell, und ich bin sicher, er würde sich hervorragend schlagen“, sagte Yannick Gingras im Winnercircle von The Meadowlands.
Ola Lernå, der neue Elitloppet-Manager, hat ebenfalls von Yannick Gingras’ Interesse an einem Start in Solvalla gehört.
„Yannick und ich haben uns schon mehrmals ausgetauscht. Vor allem herrscht eine sehr unsichere Weltlage, und das ist keine Ausrede, sondern die Realität. Es ist momentan schwierig, die Kosten abzuschätzen, insbesondere was Flüge betrifft. Das ist tatsächlich das größte Problem“, sagt Ola Lernå.
Antognoni ist gebürtiger Schwede, lief drei- und vierjährig unter der Regie von Timo Nurmos, bevor er im November 2024 für etwas mehr als eine Million Kronen über das Online-Auktionshaus Travera verkauft wurde. Im vergangenen Jahr gewann er in den USA 16 von 24 Rennen und verdiente über fünf Millionen Kronen (rd. 460.000 Euro).
Aber die Tür ist noch nicht ganz verschlossen? „Nein, sie ist nicht vollständig abgeschlossen. Aber das ist schwierig zu erreichen.“
Für Yannick Gingras wäre der Elitloppet 2026 keine Europapremiere. Der 46-jährige Hall of Famer steuerte im Elitloppet 2014 Maven, gewann 2016 mit Pinkman die Fyraåringseliten und vertrat 2019 die USA bei der Fahrer-WM in Schweden.