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TYRON HILL bleibt Herr im Haus

26. Mai 2026
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Viel Lob gab es für das neue Startauto

(dk) "Es sind ja keine Kirmes-Rennen hier", war einer der Sätze, mit denen Pfarrkirchens Modera- und Kommentator Haddi Thöne Seppi Franzl im Nachgang des Bayerischen Zuchtrennen 2026 (20.000 € - 2.600 m) konfrontierte und damit hervorhob, dass die drei Siege (binnen vier Jahren) von Rolf Dürrs Trixton-Sohn TYRON HILL im bedeutendsten Rennen des alljährlichen Meetings im Rottal kaum hoch genug angesiedelt werden können.

Die Entscheidung fiel bereits im ersten Bogen, als der Sauerlacher Übungsleiter mit seinem Schützling ("Er geht hier so schnell durch die Bögen wie auf der Geraden") dem bei 17:10 um drei Punkte besser gewetteten TROGIR (Michael Nimczyk) an der Spitze einen schweren Fehler abnötigte und danach am Regiepult nicht mehr ansatzweise in Gefahr geriet, um den heute die Schallmauer von 100.000 € Gewinnsumme durchbrechenden Braunen zum 29. Sieg beim 44. Start zu führen.

Damit aber nicht genug, stellte Franzl mit dem unterwegs seinen Rücken genießenden MY WAY FORTUNA (Sepp Sparber), an dem Rolf Dürr ebenfalls beteiligt ist, auch gleich noch den Zweitplatzierten, der sich den außen herum famos agierenden Schweden HULKEN SISU (Hans Hellmeier) um Silber sicher vom Leib hielt.

Überhaupt lief für die Equipe vom Kratzerhof heute beinahe alles nach Plan, blieb doch nicht nur dessen "Häuptling" am zweiten Meeting-Tag durch Siege mit KWMs Debütantin DAIREANN, dem für Fritz Reber und Hans Werner antretenden USTINOV, der den laufgewaltigen VALESCO (Christoph Schwarz) schlägt, und eben TYRON HILL nach einem ersten Tag, bei dem er mit keinem seiner drei favorisierten Pferde die Erwartungen hatte ansatzweise erfüllen können, ungeschlagen, sondern stellte durch die zum unzähligen Lot der Traber-Tycoonin gehörende LUMIERE DE CHARTRES, mit der Franzls Tochter Lena, die bei bislang sechs Fahrten noch nie schlechter als auf Rang zwei eingekommen ist und bei ihrem Pfarrkirchen-Einstand ihren vierter Treffer markiert, sowie Andrea und Thomas Kaufmanns TAMPA BAY und Lasse Grundhöfer noch zwei weitere Sieger.

Die von Rudi Haller gleichsam auf der Anlage im Süden Münchens betreuten ACONCAGUA, mit dem Mitbesitzerin Anna Gruber dessen ersten Jahreserfolg von der Spitze aus unter Dach und Fach brachre, sowie dem der Frau der tausend Pferde gehörenden GIASONE WISE L, der enge Linienführungen aus seinem Geburtsland Italien gewohnt war und den sein neuer Trainer daher mit vollem Risiko von ganz außen ins Kommando sowie fortan zu einem überlegenen Start-Ziel-Sieg beim Deutschland-Debüt führen konnte, markieren die Punkte sechs und sieben für das heute dominierende Team, das schon am Pfingstmontag durch den ebenfalls Karin Walter-Mommert gehörenden AFTER DARK DIAMANT den Hauptsieger gestellt hatte, mit dem Tom Karten an seinem 26. Geburtstag Vorlauf und Finale zum »23. EURO-Cup« jeweils spielerisch an seine Fahnen geheftet hatte.

Die Geschichten um das Traditionsmeeting in Niederbayern, das Stefan Klarhauser mit seinem Team wieder hervorragend organisiert hatte, sind sicherlich noch viel umfangreicher und daher nachfolgend gewiss nur unzureichend aufgezählt. Das Team von Trainer-Vize Robert Gramüller stellte an den zwei Tagen fünf Sieger (vier davon mit Lindinger-Background), zu denen nicht zuletzt NEUF DU PAPE gehörte, mit dem Ronja Walter wie schon häufiger das Monté des Meetings gewann.

Die Equipe von Andreas Geineder drehte vor allem am ersten Tag groß auf, als sie durch CHANTIELLE und KIKUYU TU (jeweils mit dem Trainer) sowie IN LOVE BUROIS (Romi Geineder) drei Sieger stellte. Europameisterin Steffi Mayr verbuchte nach dem Ehrenplatz mit POWER BE WIN im Finale zum »EURO-Cup« am zweiten Tag durch den bei einem ausgiebigen Fehler in der ersten Gegenseite dicht an der Disqualifikation vorbeischrammenden INDY sowie POWER WILLY ihre ersten Siege im Rottal.

Denise Schuch gelang mit ihrem vergleichsweise viel kleineren Lot an beiden Tagen jeweils ein Sieg, für den zunächst VEYRON BROS und am Dienstag HARLEY QUINN verantwortlich waren.