202.500 Kronen standen über dem Solvalla Hästägarförenings Vårvinterwandringspris, einem Wanderpreis, mit dem Solvallas Verein der Traberbesitzer den Winter verjagen und den Frühling willkommen heißen will.
Schon am Start zeigte der ältere Herr, dass er nichts von früherer Explosivität verlernt hat, und war als Bester des Zulagenbandes gleich dran am „armen Gemüse“, das von Havbergs Knight vor Sigel Garline und Lover Face um die zwei Runden geführt wurde. Aus dem vierten Paar außen dirigierte Rikard Skoglund den Love-You-Sohn nach 1100 Metern in Spur drei, machte 400 Meter weiter richtig Ernst und im Handumdrehen klar Schiff. Weder Havbergs Knight noch der aktuelle V75-Silver-Sieger Reverend Wine, der im Hintertreffen von Pablo Andover ziemlich uncharmant um eine Spur auf Gleis vier verfrachtet worden war (2.000 SEK Geldbuße und 21 Tage Fahrverbot für Bengt Axelsson) vermochten dem Dunkelbraunen ernstlich zu folgen. Aus zweiter Innenposition hielt sich der Prodigious-Sohn Sigel Garline fünf Längen zurück noch am besten zum strahlenden Sieger.
„Ich weiß nicht, wie’s Timo ging: Auf der Schlussrunde hätte ich mir eigentlich in den Arm kneifen müssen, ob ich träumte! Ein Pferd nach solch endloser Auszeit derart perfekt herausbringen kann glaube ich in Schweden nur er“, staunte Skoglund.
Solvalla Hästägarförenings Vårvinterwandringspris (int., mind. 200.001 SEK)
2140m Bänderstart, 20m Zulage ab 1.000.001 SEK; 202.500 SEK
1. Sir Ratzeputz 2160 12,2 Rikard Skoglund 29
10j.dklbr. Wallach von Love You a.d. Celebrate von Lindy’s Crown
Be: Guldsvarten AB; Zü: Göran Carlsson & Hans Rydberg; Tr: Timo Nurmos
2. Sigel Garline | 2140 13,3 Torbjörn Jansson | 91 |
Sieg: 29; Richter: überlegen 5 - ½ - Kopf - Hals - 1½ - ½ Länge; 11 liefen
Zw-Zeiten: 13,2/500m - 14,4/1000m - 11,4/2000m - 10,5/letzte 500m
Wert: 100.000 - 50.000 - 25.000 - 13.500 - 8.500 - 5.500 SEK
Mal wieder ein Gastspiel in seiner Heimat gab der zurzeit mehr in Frankreich denn in Schweden aktive Björn Goop. Schwedens zwölffacher Champion bilanzierte über einen durchwachsenen Abend, bei dem nach neun Engagements ein Sieg (der dritte in Folge des Slowenen Frodo), zwei Ehrenplätze und 80.700 Kronen „Einfuhren“ standen. Es war 2020 erst der sechste Schweden-Treffer des 43-jährigen, dem zwölf auf seiner momentan ersten Baustelle Frankreich gegenüberstehen, wo er weit mehr Kasse macht. 129 Mal ging er dort an den Start und fuhr 1.081.100 Euro ein, von denen Face Time Bourbons 405.000 Euro für den Amérique-Sieg der Löwenanteil sind.
Effektiver lief’s für Timo Nurmos, dessen Sextett durch die Jorma Kontio anvertraute Greta Sisu eine zweite Siegerschleife ergatterte. Mit neun Siegen aus 43 „Anspannungen“ ist aber auch der 60-jährige, seit mehr als zwei Jahrzehnten in Schweden stationierte Finne heuer recht deutlich vom sonstigen überragenden Schnitt entfernt.