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Othello Victory überrascht im Preis der Schnellsten

3. Juli 2016
1 Min. Lesezeit

Berlin-Mariendorf macht sich warm für die Derbywoche und eröffnet den Monat Juli mit einem sportlichen Feuerwerk, das aber nur ein Appetithappen für die kommenden Wochen ist. Schon am nächsten Sonntag treffen sich die (hoffentlich) besten Dreijährigen in den nach Geschlechtern getrennten Hauptläufen zum Buddenbrock-Rennen, wiederum sieben Tage später wartet der zweite Vorlauf zum Berlin-Jägersro Super Trot Cup. Zum Monatsende folgt der Höhepunkt des Juli - Freitag mit der Europameisterschaft der Berufsfahrer, Samstag und Sonntag mit den Vorläufen zum Stutenderby und dem Blauen Band selbst.

Bei aller Begeisterung über die sportliche Qualität der drei heutigen Hauptrennen darf nicht vergessen werden, dass die von den Aktiven geforderten Trials zum Jugend-Preis keine ausreichende Resonanz in eben diesen Ställen gefunden haben und mangels angegebenen Startern entfallen mussten. Durch Trials für zweijährige Pferde noch vor dem Auktionsrennen sollte eine gezielte Vorbereitung auf dieses Rennen ermöglicht werden. Dasselbe Schicksal ereilte auch der Stutenlauf zum Preis der Schnellsten - bei den Beginners waren immerhin die Hälfte der teilnehmenden Pferde Stuten.

Genau diese eröffneten auch den Reigen, das schwache Geschlecht hatte jedoch mit den ersten beiden Rängen nichts zu tun. Flirty or Dirty setzte sich zwar mit schnellem Antritt an die Spitze des achtköpfigen Feldes, doch schon auf Zielhöhe hatte zunächst Calvados Chess, dann Aggetto das Kommando übernommen. Damit kontrollierte "Team Tietz" das Rennen aus der Frontlage, und an der Reihenfolge der ersten drei änderte sich bis ins Ziel nichts mehr. Aggetto blieb am Ende souverän mit zwei Längen vor dem Stallgefährten und gewann damit sein erstes großes Rennen, nachdem er in den vergangenen Monaten in bestechender Form agiert und Sieg um Sieg eingefahren hatte. Der 12. Sieg beim 25. Start war 3.750 Euro wert, für die der Wallach in 13,9 / 1900 Meter nicht alle Karten aufdecken musste. Der aus der Zucht von Hermann Lehner stammende und im Besitz von Hans Hutter befindliche Fünfjährige hat damit nun über 16.000 Euro auf dem Konto.

 

Preis der Schnellsten - Serie 1 / Beginners

Startsumme: bis 15.000 € - Distanz: 1.900 m / A - Dotierung: 7.500 € (3750 · 1875 · 937 · 563 · 375)

Pl.

Teilnehmer

 

Gesamtzeit

Distanz

km-Zeit

Fahrer

Trainer

EVQ

1.

Aggetto

5 W

2:20,4

1.900 m

13,9

Thorsten Tietz

Thorsten Tietz

14

2.

Calvados Chess

4 H

2:20,8

1.900 m

14,1

Dennis Spangenberg

Thorsten Tietz

49

3.

Flirty or Dirty

4 S

2:21,9

1.900 m

14,7

Thomas Panschow

Arnold Mollema

197

4.

Wariana

5 S

2:21,9

1.900 m

14,7

Michael Nimczyk

Hannu Voutilainen

279

5.

Main Heuvelland

4 W

2:22,2

1.900 m

14,8

Robbin Bot

Reinier Feelders

321

6.

Hestia R.A.

4 S

2:22,5

1.900 m

15,0

Roland Hülskath

Angelika Jost-Schick

459

7.

Hera

4 S

2:25,9

1.900 m

16,8

Jörgen Sjunnesson

Angelika Jost-Schick

397

 

Jamie Oliver

4 H

-

1.900 m

dis.r.

Gerhard Biendl

Gerhard Biendl

29

Einlauf:

8-5-6

Richter:

überlegen / 2 - 6 - H - 1 - 1 1/2

ZwZ:

6,9 / 15,6 / 16,6 / 13,7 / 15,2

Rennvideo

 

Weiter ging es mit dem Hauptlauf zum Preis der Schnellsten - Serie 1. Stark Bi war von den Wettern klar favorisiert worden, seinen sechs Gegnern traute man kaum zu, dem erfolgsverwöhnten Hengst hier einen Strich durch die Rechnung zu machen. Obwohl die letzten Auftritte des Italieners nicht restlos überzeugend und vor allem nicht erolgreich waren, notierte Stark Bi am Toto bei 16:10.

Am Start setzten sich die zwei Diamanten durch, Paymybills Diamant übernahm vor Popeye Diamant das Kommando und führte das Feld durch den ersten Bogen, während Rudolf Haller mit Stark Bi das Geschehen von hinten beobachtete. Dahinter hatte der frische österreichische Derbysieger Christoph Fischer seinen Partner Othello Victory installiert. Im Gäsenmarsch passierte das Feld die Tribünen, eingangs des Bogens nahm Haller Stark Bi vom Ende des Feldes in die zweite Spur hinaus. Als auf der Gegenbseite Popeye Diamants Gangart endgültig nicht mehr dem Regelwerk entsprach, übernahm Othello Victory die zweite Position und außen griff Stark Bi an.

Der Favorit hatte eingangs der Endgeraden die Weichen (vermeintlich) auf Sieg gestellt - doch aus seinem Rücken kam Othello Victory frei, überlief den Italiener grußlos und gewann souverän vor dem außen noch auf Touren gekommenen Gideon Boko und eben Stark Bi. Das Siegerteam musste noch eine längere Überprüfung ertragen, denn beim Ausscheren hinter Stark Bi wurde es eng vor Gideon Boko - am Ende wurde der Einlauf jedoch so belassen.

In 13,4 / 1900 Meter gewann der fünfjährige Wallach aus Österreich leicht mit zwei Längen und strich 6.000 Euro Siegprämie ein, die ihn über die 70.000 Euro-Grenze bei seiner Lebensgewinnsumme hieven. Dreijährig hatte er sich mit dem Frank Stronach-Derby und dem Anton Poschacher-Gedenkrennen in seiner Heimat bereits zwei Zuchtrennen gesichert, 2015 war er Zweiter im Flieger-Derby. Angesichts dieser Erfolge war die Vernachlässigung am Totalisator (283:10) überraschend.

 

Preis der Schnellsten - Serie 1 / Hauptrennen (Hengste / Wallache)

Startsumme: Frei für Alle - Distanz: 1.900 m / A - Dotierung: 12.000 € (6000 · 3000 · 1500 · 900 · 600)

Pl.

Teilnehmer

 

Gesamtzeit

Distanz

km-Zeit

Fahrer

Trainer

EVQ

1.

Othello Victory

5 W

2:19,4

1.900 m

13,4

Christoph Fischer

Gregor Krenmayr

283

2.

Gideon Boko

4 W

2:19,7

1.900 m

13,5

Conrad Lugauer

Conrad Lugauer

61

3.

Stark Bi

5 H

2:20,1

1.900 m

13,7

Rudolf Haller

Rudolf Haller

16

4.

Paymybills Diamant

5 H

2:20,4

1.900 m

13,9

Roland Hülskath

Paul Hagoort

77

5.

Flashback

4 H

2:20,9

1.900 m

14,2

Michael Nimczyk

Arnold Mollema

132

 

Triomphe Ferm

4 H

-

1.900 m

dis.r.

Robbin Bot

Robbin Bot

72

 

Popeye Diamant

5 W

-

1.900 m

dis.bl.

Gerhard Biendl

Gerhard Biendl

338

Einlauf:

7-2-8

Richter:

leicht / 2 - 1 1/2 - 1 1/2 - 2 1/2

ZwZ:

7,1 / 17,0 / 18,2 / 10,6 / 12,6

Rennvideo

 

Mit dem Berlin-Jägersro Super Trot Cup steht am Derbytag ein internationales Highlight auf dem Programm - schon der erste Vorlauf machte Lust auf dieses Rennen. Ein Führungswechsel jagte den anderen: Zuerst hatte Man in Black die Nase vorn, noch vor dem Bogen schlängelte sich Mister Bi in Front und konterte zunächst die Attacke von RC Gallent Image, ließ den Gegner dann aber passieren. Vantastic übernahm das Kommando vor den Tribünen, im zweiten Bogen sah man dann Schubert vorn. Der durfte das Feld die Gegenseite entlang führen, dann rückte im Rush außen Montecore Mo auf und geleitete Schubert durch den Schlussbogen, hatte den Gegner eingangs der Geraden zum Kampf gestellt und ging sofort besser.

Aus seinem Rücken aber kam der Favorit Samir auf Touren, überlief den Mommert-Wallach und strebte einem lockeren Sieg entgegen. Auf der Linie verlor Montecore Mo den Ehrenplatz noch an den sehr schnell endenden Mister Bi - die drei Erstplatzierten haben damit ihr Ticket für den Derby-Sonntag sicher und nehmen am Endlauf um 70.000 Euro teil. Die drei weiteren Vorläufe finden in Jägersro am 12. Juli sowie in Mariendorf am 17. Juli statt.

In 13,8 / 1900 Meter verdiente Samir die Siegprämie von 5.000 Euro, knapp 66.000 Euro hat der Hengst nun auf dem Konto, es war Sieg Nummer 20 beim 31. Start des italienischen Wallachs aus dem Stall Germania.

 

Berlin-Jägersro Super Trot Cup 2016 (1. Lauf)

Startsumme: bis 75.000 € - Distanz: 1.900 m / A - Dotierung: 10.000 € (5000 · 2500 · 1200 · 800 · 500)

Pl.

Teilnehmer

 

Gesamtzeit

Distanz

km-Zeit

Fahrer

Trainer

EVQ

1.

Samir

5 H

2:20,3

1.900 m

13,8

Josef Franzl

Josef Franzl

26

2.

Mister Bi

7 W

2:20,6

1.900 m

14,0

Thomas Panschow

Arnold Mollema

275

3.

Montecore Mo

7 W

2:20,7

1.900 m

14,1

Michael Nimczyk

Michael Larsen

31

4.

RC Gallent Image

9 H

2:21,3

1.900 m

14,4

Gerhard Biendl

Gerhard Biendl

715

5.

Dex Beuckenswijk

6 W

2:21,5

1.900 m

14,5

Roland Hülskath

Jeroen Engwerda

189

6.

Wild Viking

8 W

2:21,5

1.900 m

14,5

Rudolf Haller

Rudolf Haller

198

7.

Radamante

6 H

2:22,6

1.900 m

15,1

Robbin Bot

Arnold Mollema

438

8.

Schubert

5 H

2:23,1

1.900 m

15,3

Erwin Bot

Erwin Bot

63

9.

Vantastic

7 W

2:23,1

1.900 m

15,3

Christoph Fischer

Cornelia Übleis

213

10.

Eder Bob

5 H

2:23,4

1.900 m

15,5

Jörgen Sjunnesson

Vincent Martens

43

11.

Man in Black

7 W

2:23,5

1.900 m

15,5

Andreas Strobl

Herbert Strobl

258

12.

New Generation

7 H

2:23,8

1.900 m

15,7

Heinz Wewering

Heinz Wewering

379

13.

Louisdor

5 W

2:25,9

1.900 m

16,8

Maik Esper

Maik Esper

442

Einlauf:

1-5-2

Richter:

leicht / 1 1/2 - kK - 3 - 1 - kK

ZwZ:

7,6 / 14,8 / 15,8 / 14,4 / 15,4

Rennvideo

 

Fotos: Marius Schwarz (www.traberpixx.de)

(03.07.2014)