In je zwei Abteilungen stritten die Traber-Ladys um insgesamt 218.000 Dollar bzw. die 2016 geborenen „colts & geldings“ um 192.200 „Bucks“ auf der roten Meile, die am Vortag beim 1:07,5-Weltrekord für zweijährige Pacer durch Elver Hanover und Yannick Gingras ihrem Ruf, eine der schnellsten Bahnen der Welt zu sein, alle Ehre gemacht hatte.
Wobei er immer besser und nervlich gefestigter wirkt, wie Stefan Melanders Neffe konzidierte: „Es hat sich ausgezahlt, dass wir mit ihm bereits vor drei Wochen nach Lexington gereist sind und auf einige lukrative Aufgaben an der Westküste verzichtet haben. Dafür hatten wir ja die anderen Beiden in der Hinterhand. Zwar bin ich noch immer am Start ein bisschen nervös, weil er dort manchmal extrem herum hampelt, aber anschließend liegt er wie ein Brett.“ Ganz im Gegensatz zum Vorjahr, als der Father-Patrick-Sohn zwar zwei seiner vier Aufgaben gewonnen, aber auch dabei gepatzt hatte. Galoppeinlagen hat der von den Kanadiern Al Libfeld und Marvin Katz gezüchtete abzeichenlose Braune in dieser Saison auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen und Brian Sears sich ideal auf seine Marotten eingestellt.
Der 51-jährige, der, so nichts dazwischen kommt, 2020 die 200-Millionen-Dollar-Hürde an Einfuhren überspringen wird (derzeit steht sein „lifetime“-Konto bei 196 Mio. USD, womit er die Nummer 5 in Nordamerika und damit weltweit ist), überstürzte am Start nichts. Dennoch hatte sein Partner so flinke Schuhe geschnürt, dass er problemlos hinter Chin Chin Hall und Union Forces als Dritter unterkam. Der Rest war „business as usual“. Kurz nach Halbzeit wurde Greenshoe nach außen beordert, beschleunigte in unnachahmlicher Manier, war nach drei Vierteln des Wegs längst vorn und hielt seinen Vier-Längen-Vorteil in 1:08,2 (1:49.4) fest, ohne dass ihn das sonderlich anzustrengen schien. „Bei einem geeigneten Hasen für die ersten 1000 Meter würde er die Meile auch im 1:48er Bereich (1:07,6) abspulen“, verriet Melander, dessen Freude sich ob des Ehrenplatzes seines zweiten Matadors Gimpanzee noch steigerte.
Der für 800-Meter-Kurse prädestinierte Chapter-Seven-Sohn sammelte, von fünfter Position vorrückend, Chin Chin Hall und Union Forces knapp ein und bescherte seinem Trainer 72.075 der insgesamt ausgelobten 96.100 US-Dollar. Greenshoe machte der elfte Sieg aus 15 Starts (9 aus 11 für 2019) zum Millionär: Genau 1.016.273 „Bucks“ prangen auf der Habenseite des am 3. Oktober 2017 in Lexington 330.000 Dollar teuren Jährlings, davon 939.550 aus dieser Saison.
Seinen Sog durch die Außenspur nutzte Co-Favorit Pilot Discretion, Marseille um eine Dreiviertellänge auf Platz drei zu verweisen, womit drei Muscle-Hill-Söhne das Treppchen bevölkerten. „Greenshoe mag letztlich der bessere sein, aber Green Manalishi hat ebenfalls perfekte Ergebnisse abgeliefert. Er liebt es, freiweg außen zu laufen und ist ein wenig faul. Er würde nie von sich aus mit vier oder fünf Längen gewinnen, weil er sich mit Anderen messen will“, stellte Tim Tetrick klar.
Bluegrass Series - Trab - (int., dreijährige Hengste & Wallache)
1609m Autostart, 96.100 USD
Wert: 48.050 - 24.025 - 11.532 - 7.680 - 4.805 USD
1. Abteilung
1. Greenshoe 08,2 Brian Sears 10,5
3j.br. Hengst von Father Patrick a.d. Designed to be von Donato Hanover
Be: Courant AB, Hans Backe, Lars Granqvist, SE & Morten Langli, NO; Zü: Al Libfeld & Marvin Katz, CA; Tr: Marcus Melander
2. Gimpanzee | 08,7 David Miller | 66 |
Sieg: 10,5; Richter: überlegen 4 - Kopf - Kopf - 3½ - 4 Längen; 9 liefen
2. Abteilung
1. Green Manalishi S 08,9 Tim Tetrick 18
3j.br. Hengst von Muscle Hill a.d. Naga Morich von Enjoy Lavec
Be: Courant Inc. (Anders Ström); Zü: AB Svensk Reklamfinans (Lennart Ågren), SE; Tr: Marcus Melander
2. Pilot Discretion | 09,0 Andrew McCarthy | 37 |
Sieg: 18; Richter: sicher 1 - ¾ - Kopf - 8¼ - 3 ½ Längen; 9 liefen
Auch in Division 1 der „Fillies“ waren Sensationen fehl am Platze, landeten doch die ersten Drei des Wettmarkts ganz souverän in der Dreierwette. Wobei es dann doch wieder unerwartet war, wie klar die bei elf Starts - alle dreijährig - lediglich im Finale der Hambletonian Oaks unterlegene Millies Possesion sich mit Rang drei zufrieden geben musste. Simon Allard machte es mit der von seinem Vater René trainierten Oaks-Siegerin When Dovescry kurz und bündig, schnappte sich mit dem 205.000-Dollar-Jährling (Lexington, 3. Oktober 2017) sofort das Kommando und sah nur zurück, um vor Überraschungen der stets in seinem Rücken trabenden Golden Tricks (von Trixton) gefeit zu sein. Eine Länge voraus klapperten frische 54.250 USD im Portemonnaie - macht 427.424 Dollar für 2019 bzw. 718.134 in der Karriere. Fade into You, zwischenzeitlich äußere Schattenspenderin für Millies Possesion, musste sich der Possess-the-Will-Tochter im Finish für Platz drei um eine Länge beugen.
Bluegrass Series - Trab - (int., dreijährige Stuten)
1609m Autostart
1. Abteilung, 108.500 USD
Wert: 54.250 - 27.125 - 13.020 - 8.680 - 5.425 USD
1. When Dovescry 08,5 Simon Allard 24
3j.dklbr. Stute von Muscle Hill a.d. Cedar Dove von Andover Hall
Be: Go Fast Stable, Yves Sarrazin, Kapildeo Singh & Lawrence Dumain; Zü: William Weaver III; Tr: Rene Allard
2. Golden Tricks | 08,6 Åke Svanstedt | 129 |
Sieg: 24; Richter: sicher 1¼ - 3 - 1¼ - ¼ - 1¼ Längen; 8 liefen
2. Abteilung, 109.500 USD
Wert: 54.750 - 27.375 - 13.140 - 8.760 - 5.475 USD
1. Beautiful Sin 08,9 Åke Svanstedt 123
3j.dklbr. Stute von Muscle Hill a.d. Sina von Cantab Hall
Be: SRF Stable; Zü: Jeffrey Gural & Moon Goddess; Tr: Åke Svanstedt
2. Asiago | 08,9 Dexter Dunn | 26 |
Sieg: 123; Richter: Kampf Hals - 3¾ - 1½ - ¼ - 4¼ - 1¼ Längen; 9 liefen