Im minus 3 Grad kalten, Schnee umsäumten Gävle bewies Milligan’s School, dass er als Amerikaner auch den fast doppelt so langen Weg kann. Im mit dem Auto gestarteten, über 3140 Meter führenden Gävle Stora Pris um die trotz der ausgiebigen Arbeit üblichen 200.000 Kronen für Platz eins war der Sechsjährige mit Standardfahrer Ulf Eriksson zum achten Mal in diesem Jahr der glasklare Chef der „drei Runden rum“, setzte sich nach zwei, drei Aufmunterungen am Ende leicht um drei Längen von der fast gedemütigten Konkurrenz ab und dürfte nun Kurs auf den Prix d’Amérique 2020 nehmen.
Also musste Zenit Brick für die finale Runde doch wieder den äußeren Anführer geben, was dem noch längst nicht in der überragenden Form des Vorwinters befindlichen Nurmos-Schützling sehr gründlich den Zahn zog. Als Ulf Eriksson 600 Meter vorm Ziel die Pace enorm anzog, um allen Umsturzgelüsten die Spitze zu brechen, war es um Zenit Brick rasch geschehen, der mit Ach und Weh die kleinste Prämie festhielt. Ließ dort Reckless als „Ersatzmann“ ein wenig die Muskeln spielen, so war ab der Schlusskurve auch Goops einstiger Marathon-Mann überfordert. Zwei, drei letzte Wachrüttler Erikssons genügten: Milligan’s School nahm die Beine noch ein bisschen ernsthafter in die Hand und setzte sich locker-flockig auf drei Längen ab, wobei sein Chauffeur die Peitsche wieder nach hinten nehmen konnte. Als Bester der dahinter um Silber, Bronze und weitere Prämien kämpfenden Meute machte Digital Ink Melanders Doppelschlag perfekt vor Mr Golden Quick, der es als innerer Vierter nicht schonender hätte treffen können.
„Ein ganz leichter Sieg! Schön, dass wir das Tempo lange drosseln konnten. So muss Milligan nicht immer über die gesamte Strecke bis zum Anschlag ran“, kommentierte Eriksson den Run seines Aushängeschildes, an dessen Ende neben dem 22. Sieg aus 83 Ausfahrten (davon 12 unter Melanders Regie) mit 1:14,0 ein neuer Distanz-Bahnrekord stand.
Gävle Stora Pris - Gulddivisionen - (int.)
3140m Autostart, 409.500 SEK
1. Milligan’s School 14,0 Ulf Eriksson 19
6j.br. Hengst von Yankee Glide a.d. Tori Ann von SJ’s Photo
Be / Tr: Stefan Melander; Zü: Joyce & Richard McClelland, US
2. Digital Ink | 14,2 Dwight Pieters | 199 |
Sieg: 19; Richter: leicht 3 - Hals - 1 - Hals - ½ Länge; 11 liefen (NS On Track Piraten / Fesselentzündung)
Zw-Zeiten: 11,6/500m - 15,4/1000m - 15,7/1000m - 15,1/2000m - 12,8/letzte 500m
Wert: 200.000 - 100.000 - 50.000 - 26.500 - 17.000 - 10.000 - 6.000 SEK
Die Hoffnungen der ATG-Manager, der am 31. Dezember, dem Ende des V75-Winter-Bursts, ausgespielte Super-Jackpot würde ein wenig gefüttert, blieben unerfüllt. Bereits nach der vierten V75-Prüfung war zwar dank Victor A.U. und Vertigo Knekten, die für 198 bzw. 825:10 viele Systeme vernichteten, die 200.000-Kronen-Grenze für Rang eins überschritten, ab der der V75-Eventual-Wert nicht mehr angezeigt wird, um Manipulationen vorzubeugen. In den drei verbleibenden Prüfungen waren jedoch durchweg Gemeinte vorn, so dass letztlich 54,8 Systeme je 376.105 Kronen „Adventsgeld“ einstrichen.
V75-1 (Silver): | Victor A.U. / Erik Adielsson | 198 |
Umsatz V75: 79.271.480 SEK
1. Rang: 54,8 Systeme à 376.105 SEK
2. Rang: 716 SEK
3. Rang: 34 SEK
Umsatz Top-7 (Klass II): 1.555.198 SEK