Für die Aktiven stand am Sonntag ebenfalls eine gehörige Summe auf dem Spiel, denn im vierten Lauf der Gold-Serie ging es um 10.000 Euro Preisgeld. Das Rennen wurde zu einer Gala sondergleichen für Victor Gentz und Major Ass. In dem stark besetzten Feld hatte der Sechsjährige sofort die Führung übernommen. Und die gab der stahlharte Varenne-Sohn bis zur Linie dann auch nicht mehr ab. Der am Wettmarkt zur 7,3-fachen Siegquote gehandelte Wallach dominierte das Geschehen in einer Art und Weise, die höchsten Respekt verdient und löste sich in 13,8/2.500m mit glatten fünf Längen Vorsprung von den Verfolgern, von denen sich Rock my Dreams (Josef Franzl) und Victorymoko (Heinz Wewering) am besten verkauften, während die Favoritin Kyriad November (Michael Nimczyk) mit dem für sie ungewohnten Bänderstart nicht zurechtkam und sofort ausfiel.
Für Victor Gentz war es aber nicht der einzige Sieger an diesem Tag, denn auch Blizzard PS, der bei lukrativen 10,8:1 notiert war, präsentierte sich in Topform. Und dies, obwohl es in der Anfangsphase des Rennens eigentlich gar nicht gut für Peter Sieburgs Wallach lief. Victor Gentz trat bis in den ersten Bogen hinein zwar gewaltig auf das Gaspedal, sein Schützling blieb jedoch in der Außenspur hängen und kam aus dieser auch im gesamten weiteren Verlauf nicht mehr weg. Doch seine Schlusshalbe war imponierend, denn im Einlauf steckte Blizzard PS trotz des strapaziösen Pensums tatsächlich die Nüstern in Front und hielt die speedige Palmyra (Josef Franzl) in 14,4/1.900m mit einer Halslänge in Schach.
Seinen ersten Volltreffer seit fast genau einem Jahr feierte Ijsvink – und zwar unter erheblicher Rekordverbesserung auf 14,0/1.900m. Thomas Panschow servierte Karsten Hellmers Wallach einen idealen Rennverlauf und verschaffte ihm zunächst die Spitze, um ihn dann umgehend an die Innenkante zurückzunehmen. Ende der Gegenseite beorderte Panschow Ijsvink entschlossen zum Angriff und der Erfolg fiel mit anderthalb Längen Vorsprung sehr leicht aus.
Noch ein Jahr jünger als Pemba ist Filippa B.J. und die stets von Thorsten Tietz begleitete Stute nimmt eine erfolgreiche Karriere mit Siebenmeilenstiefeln in Angriff. Schon ihr Erstauftritt wurde zum Volltreffer und nachdem sie im Anschluss jeweils nur sehr exquisiten Gegnern den Vortritt lassen musste, folgte nun ein weiterer Sieg. Filippa B.J. ging im ersten Bogen kurz nach vorne, ließ dann Maxville (Michael Nimczyk) vorbei und lieferte dem Konkurrenten auf der Schlusshalben ein packendes Duell. Als ihr Gegenspieler an die Leistungsgrenze stieß und von den Beinen geriet, war der Weg in 15,1/1.900m endgültig frei.
Je oller, desto doller – das ist, salopp formuliert, das aktuelle Motto von Thunder Jet, der mit seinen zehn Lenzen zweifellos in der Form seines Lebens läuft und in dessen Sulky diesmal Kay Werner anstelle des gesundheitsbedingt verhinderten Jorma Oikarinen saß. Der Braune glänzte mit einem starken Schlussspurt. Allerdings hätte es für den Wallach vermutlich nicht mehr gereicht, wenn der führende und allzu heftig unterstützte Dreamline Promise (Frederic Perner) mit dem Erfolg vor Augen auf der Zielgeraden nicht in Galopp verfallen wäre.
„Mein Bruder Dennis hat immer an dieses Pferd geglaubt und im nächsten Jahr wird der Wallach noch viel besser werden“, strahlte Björn Spangenberg nach seinem Sieg mit Pinaki. Der Dunkelbraune sprintete sofort an die Spitze, ließ dann einen Gegner
Keinerlei Probleme mit seinen Gegnern hatte der von Michael Nimczyk vorgetragene Favori de la Basle. Der Deutsche Meister begnügte sich unterwegs lange mit der vierten Position, als er dann aber aus dem Schlussbogen heraus das Tempo forcierte, stellte sein Schützling die Zeichen sofort auf Sieg. Der manchmal nicht ganz einfache Traber präsentierte sich somit von seiner Sonnenseite und ließ sich aus dem Feld heraus steuern, ohne sich auch nur im Geringsten zickig zu zeigen.
Gesamtumsatz: 126.134,26 Euro – Bahnumsatz: 52.065,00 Euro – Außenumsatz: 74.069,26 Euro.
Unser Terminhinweis: Die nächste Mariendorfer Veranstaltung findet am Sonntag, dem 10. Oktober statt. Im sportlichen Mittelpunkt stehen das mit 30.000 Euro dotierte Auktionsrennen der Dreijährigen sowie der fünfte Lauf der Gold-Serie um 10.000 Euro Preisgeld. Beginn ist um 13.30 Uhr. Die Starterangabe, die Sie auch online auf www.rennbahn-berlin.de vornehmen können, ist am Montag, dem 4. Oktober. Sie erreichen das Mariendorfer Rennsekretariat unter der Rufnummer 030-7401229 bzw. per Mail an starterangabe@rennbahn-berlin.de.