„Schwedens Trabrennsport war und ist phantastisch aufgestellt. Aber ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, was mir nicht gefällt, was man besser machen könnte. Ich werde für 2020 keine Trainerlizenz mehr beantragen. Natürlich lassen mich die Traber nicht los. Ich werde Adrian und Dante bei der Trainingsarbeit unterstützen“, gab der Mann im an die albanische Nationalflagge angelehnten rot-schwarzen Dress mit dem schwarzen Adler preis.
„Ludde“, wie ihn seine immense Anhängerschar in aller Welt nennt, hat mit harter Arbeit, die er in den Rennen als unerbittlicher, manchmal zum Haare raufender Marschall Vorwärts auch von seinen Vierbeiner verlangte, aus dem Nichts ein kleines Imperium geschaffen. Seit 1986 Profi-Trainer in Jägersro, zauberte er stets aufs Neue - teils wie Going Kronos unvollendete - Europa-Cracks wie Viking Kronos, den als Deckhengst in die USA verkauften Revenue („Das beste Pferd, das ich je hatte.“), Raja Mirchi, Lavec Kronos, die Derby-Sieger Joke Face und Mosaique Face (der gewann für und mit „Ludde“ 2013 auch das Europa-Derby der Vierjährigen und zwei Jahre später das Finale der UET-Masters-Serie) und Dante Boko aus dem Hut - beziehungsweise formte sie auf seinem Hof in Vomb rund 30 Kilometer östlich von Malmö. 2015 war sein Trainingsquartier mit 30,1 Millionen Kronen das gewinnreichste in Schweden. Den 3.000. Trainersieg feierte „Ludde“ auf seiner Heimatbahn am 31. Juli 2018. Den vermutlich letzten hat Dante Kolgjini am 25. März in Halmstad mit Zefira Kronos für ihn gebont.