„Nach der Startplatzauslosung am vergangenen Sonntag hab ich ein ganz kleines bisschen frohlockt. Uza Josselyn hat einen enormen Antritt - da passte die ‚3‘ gerade recht“, schmunzelte mit dem gar nicht mal so dreckverschmierten Erik Adielsson der Mann für die nordeuropäischen Fälle der Achtjährigen, die schon nach den Papieren eine Europabummlerin ist. Vom Franzosen Yvan Bernard, dem „Vater“ der Josselyn-Pferde, gezüchtet und ins dänische Gestütbuch eingetragen - in Dänemark ist sie nie gelaufen -, „ist sie zweijährig zu uns in die Schweiz gekommen und hat dort ihre ersten Traber- und Rennlektionen gelernt, bevor es am 26. Juni 2015 erstmals nach Vincennes ging“, wie Mitbesitzerin Barbara Aebischer zu berichten wusste. Immer wieder Frankreich, ab und zu mal die „Schwyz“, Belgien, Italien und die große Nordeuropa-Tour - die muskelbepackte braune Love-You-Tochter hat etliche Reisekilometer in den kräftigen Beinen und wird, „wenn sie dieses Rennen gut verdaut hat, auch am 30. Juli im Åbergs Memorial ihr ‚présent‘ geben“, wie die Amateurfahrerin verriet, „dann haben wir eine zweimonatige Nordeuropa-Tournee hinter uns.“.
„Sie hat diesen Sieg verdient. Schließlich läuft sie nun schon zwei Jahren auf höchstem Niveau und hatte 2018 wie 2019 das Pech, als Vorlauf-Fünfte das Elitloppet-Finale knapp zu verpassen. Sie bewegt sich wie eine Ballerina unglaublich leicht und schön, dabei enorm raumgreifend, und ist eine der besten Ladys, die ich je gefahren habe. 1:09,3 bei diesen Bedingungen - ich frage mich, was bei optimalem Boden möglich gewesen wäre“, flocht ihr Adielsson, der sich nach Digger Crown (2006), Citation (2007) und Lavec Kronos (2010) zum vierten Mal auf der Ehrentafel verewigte, einen goldenen Kranz. (Foto: aftonbladet.se)
Der Rennfilm lief relativ simpel ab. Uza Josselyn legte los wie von der Tarantel gestochen - da kam selbst ein Raketenstarter wie Dante Boko von der „1“ nicht mit, den Adrian Kolgjini wohl auch nicht bis zum Exzess forderte und sich mit dem Platz in ihrem Fahrwasser, das durchaus wörtlich zu nehmen war, begnügte. Disco Volante und der zunächst in Spur drei verhaftete und dann nach hinten beorderte Milliondollarrhyme waren innen die Nächsten. Der Part des außen durch den Matsch pflügenden Frontmanns fiel Lionel vor Nadal Broline, Milligan’s School, Cokstile und Day or Night In zu, wobei Letzterer sich nach 500 Metern in dritter Spur auf den Weg machte und dort regelrecht versauern sollte: Im Ziel war er abgeschlagener Letzter.
„Auf solch einem Untergrund ist Nadal Broline nur die Hälfte wert, denn da findet er zu wenig Halt. Das war schon beim letzten Mal so. Es ist für ihn, als wenn du mit Sommerreifen auf Schnee unterwegs bist. Insofern bin ich mit ihm sehr zufrieden. Keine Frage, wir sind an einer großartigen Stute gescheitert, denn 1:09,3 muss man auf dieser Piste auch erst mal hinkriegen“, war Goop kein nachkartender Verlierer.
Årjängs Stora Sprinterlopp - Gazza Degatos Minneslopp / Gulddivisionen - (Gruppe II int.)
1640m Autostart, 1.115.000 SEK
1. Uza Josselyn 09,3 Erik Adielsson 46
8j.br. Stute von Love You a.d. Téza Josselyn von Ganymède
Be: Ec. Rhythm & Blues, CH; Zü: Yvan Bernard, FR/DK; Tr: René Aebischer
2. Nadal Broline 3. Lionel 4. Cokstile 5. Milliondollarrhyme 6. Disco Volante 7. Milligan’s School 8. Dante Boko 9. Day or Night In | 09,3 Björn Goop 09,6 Göran Antonsen 09,6 Wilhelm Paal 09,8 Fredrik Larsson 09,9 Ulf Ohlsson 10,0 Ulf Eriksson 10,6 Adrian Kolgjini 11,7 Johan Untersteiner | 40 195 295 52 233 45 84 163 |
Sieg: 46; Richter: sicher 1 - 2 - Kopf - ¾ - 1½ Längen; 9 liefen (NS Sorbet / Husten)
Zw-Zeiten: 08,8/500m - 09,3/1000m - 09,8/letzte 500m
Wert: 600.000 - 300.000 - 125.000 - 60.000 - 30.000 SEK
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Umsatz V75: 85.712.214 SEK
1. Rang: 76,56 Systeme à 291.083 SEK
2. Rang: 2.090 SEK
3. Rang: 177 SEK
Umsatz Top-7 (Klass I): 1.514.346 SEK