Alessandro Gocciadoro enttäuschte die Fangemeinde nicht. Zwar hatte er gegen die beiden Blitzstarterinnen Uza Joselyn und vor allem Billie de Montfort nicht den Hauch einer Chance, sofort die Kommandobrücke zu entern. Auch Délia du Pommereux kam überraschend zügig ins Match und konnte nach 200 Metern in Front ziehen. Das bescherte Vivid Wise As vor Earl Simon, Dijon, Bahia Quesnot, Looking Superb und Sonia den Part des äußeren Anführers, was der 45-jährige nicht sonderlich witzig fand. Rigoros forcierte er die Pace und wurde von Nivard eingangs der Gegengeraden ohne große Widerrede nach vorn gelassen, wo er fortan zügig schaltete und waltete. Earl Simon bzw. Franck Ouvrie jedenfalls hüteten sich, ihn unter Druck zu setzen.
Uza Josselyn und Bahia Quesnot, mit der sich Vater Stéphane Guelpa bereits vorab einen Traum erfüllt hatte, mit seinen 60 Jahren noch einmal in einem Klassiker präsent zu sein - sonst saß bekanntlich stets der 28 Jahre jüngere „Junior“ im Sulky der unter ihrer Regie seit Dezember 2018 mächtig erblühten Scipion du Goutier-Tochter - schnappten sich das Kleingeld.
Sehr zufrieden war desgleichen Franck Ouvrie: „Nach dem gewollt bedächtigen Beginn hatten wir etwas Pech, dass uns die Lokomotiven in der Außenspur abhanden gekommen sind. Er hat trotz der Nase im Wind einen tollen Parcours hingelegt und war bis zum Schluss bestens motiviert. Wir können stolz auf ihn sein.“
63. Grand Critérium de Vitesse de la Côte d’Azur (Gruppe I int., vier- bis elfj. Hengste & Stuten)
1609m Autostart, 170.000 Euro
1. Vivid Wise As 09,7 Alessandro Gocciadoro 28
6j.br. Hengst von Yankee Glide a.d. Temple Blue Chip von Cantab Hall
Be / Zü: Scud. Bivans; Tr: Alessandro Gocciadoro
2. Earl Simon | 09,9 Franck Ouvrie | 55 |
Sieg: 28; Richter: leicht 1¼ - 1½ - 1¼ - 2½ - Hals - 2 Längen; 11 liefen
Wert: 76.500 - 42.500 - 23.800 - 13.600 - 8.500 - 3.400 - 1.700 Euro