Dass die Tour Européen Trotteur Francais einmal im Jahr in Deutschland Halt macht, ist schon fast Tradition. Ebenso, dass dieses Rennen in das Grand Prix-Meeting in Hamburg eingebettet ist. In diesem Jahr sollte dieses Rennen in einen PMU-Renntag eingebettet werden, die Austragung war leider in Hamburg nicht möglich. Aus diesem Grund musste ein neuer Austragungsort gefunden werden - der GelsenTrabPark übernimmt nun diesen Lauf und den zugehörigen PMU-Renntag mit insgesamt sieben Rennen, die aus Frankreich bewettet werden können. Die dadurch entstehende Terminkollision mit dem Hamburger Großereignis ist sicher nicht optimal, bietet Traberfans aber ein volles Programm von Sonntag Nachmittag bis in den Abend.
Sportliches Highlight ist natürlich der mit 200.000 Euro dotierte Große Preis von Deutschland. Das internationale Gruppe I-Rennen hat in diesem Jahr eine geänderte Ausschreibung erfahren, mit einer Verkürzung der Rennstrecke von 2720 auf 1680 Meter und weiteren Anpassungen der Modalitäten. Ergebnis ist ein ausgeglichen besetztes Teilnehmerfeld mit Startern aus (fast) ganz Europa. Ob Klassepferde wie die bisherigen Hamburger Sieger Tamla Celeber, On Track Piraten, Dreams Take Time oder Riff Kronos dabei sind, wird sich erst noch zeigen müssen. Dass nur eine Woche später das Finale des Grand Prix de l'UET in Wolvega stattfindet, hat sicher nicht dazu beigetragen, die besten vierjährigen Pferde Europas nach Hamburg zu locken - wobei auch das Finale in Wolvega nur in der Spitze und weniger in der Breite überzeugen kann.
Ausgerechnet einer der "echten" Ausländer gilt dabei als Favorit: British Steel (Fahrer und Trainer Markus Lindgren, Besitzer Marlin Cheval AB) werden erste Chancen eingeräumt, am Sonntag die 90.000 Euro Siegprämie mit nach Schweden zu nehmen. Exodus Hanover (Fahrer Kenneth Haugstad, Trainer Roger Walmann, Besitzer Svensk Reklamfinans AB) kommt aus einem Stall, der aktuell auf einer Erfolgswelle schwimmt. Am Sonntag Nachmittag kurz nach 17 Uhr wird man schlauer sein - vorab ist das Rennen schwer auszurechnen.
Höhepunkt des PMU-Renntages am Nienhausen Busch wird der Grand Prix de Gelsenkirchen sein, der 15 französische Traber angelockt hat, mit Sirène de Feugères, Ricimer und Roxana de Barbray die Erstplatzierten der ersten drei Stationen der Europa-Tournee, die in Wolvega, Avenches und Mallorca stattgefunden haben. Es geht um 50.000 Euro, 2600 Meter sind dafür zurückzulegen.
TrabAktuell für Sonntag zum Download
(09.10.2015)