Im Gegensatz zum legendären Sketch von Freddie Frinton ist es gottlob kein »Dinner for one«, den Hermann Kraum zu seinem 90. Geburtstag an diesem Samstag im emsländischen Meppen begehen kann, in das es das Ehepaar Kraum 2008 aus familiärer Anbindung verschlagen hat.
In seiner Karriere als Berufstrabrennfahrer hat der 1930 am Rande des Ruhrgebiets im heute zur Stadt Herten zählenden Westerholt geborene Westfale mehr als 3.200 Siege erzielt und gehört damit immer noch zur deutschen »Top 25« aller Zeiten. Als Trainer kamen noch weitere rd. 300 Siege hinzu.
Zu dieser Zeit lag sein Sieg im Deutschen Traber-Derby in Berlin, dem nach wie vor reputationsreichsten nationalen Trabrennen, das er 1958 als bis heute jüngster Siegfahrer in dessen Geschichte im Alter von 27 Jahren mit dem Hengst Marty gewann, schon mehr als zwei Dekaden zurück.
Ganz zu schweigen von seiner ersten Zieldurchfahrt als Sieger, die ihm 1946 im Alter von gerade einmal 15 Jahren im münsterländischen Drensteinfurt mit einem Pferd namens Rufi gelang. Dazu erinnert sich der Jubilar noch heute: »So voll wie damals in der unmittelbaren Nachkriegszeit habe ich nie wieder eine Rennbahn erlebt: Wenn man im Einlauf außen angriff, musste man aufpassen, den Besuchern nicht über die Füße zu fahren.«
Zu diesem Ehrentag wünscht die deutsche Traberfamilie einem ihrer Idole aus großen Zeiten alles erdenklich Gute, vor allem weiterhin Glück und Gesundheit.
Fotos und Informationen wurden uns freundlicherweise von Dennis Kraum zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!