Solvalla, Samstag, 6. Februar 2021. Auch Schweden hat gewählt! Ganz Schweden? Nein - ähnlich wie in den USA kürten in erster Linie die dortigen Rennsport-Journalisten die zwei- und vierbeinigen Titelträger der Saison 2020. Nur für das Pferd des Jahres durfte das Publikum mitbestimmen, dessen Votum zu 50 Prozent in die Entscheidung einfloss.
Mit 6.877.500 Kronen, die zum größten Teil aus Derby- (vier Mill.) und Breeders-Crown-Sieg (1,6 Mill. SEK) stammen, bilanzierte er zugleich über das höchste Jahreseinkommen aller in schwedischer Trainerhand befindlichen Rösser und bescherte seinem Entdecker und Trainer Robert Bergh den vierten Triumph im Blauen Band Schwedens.
Die sonst so rauschende Wahl-Party in Stockholms Waterfront-Hotel am Vorabend des V75-FInaltags fiel wegen der Corona-Beschränkungen, die es selbstverständlich auch in Schweden gibt, zum Leidwesen aller Beteiligten aus. Vorgestellt wurden die Preisträger im ATG-Fernsehkanal im Laufe der samstäglichen V75-Serie.
„Es war ein grandioses Jahr für mich. Vielen Dank allen, die Hail Mary ihre Stimme gegeben haben. Jetzt planen wir in aller Ruhe für 2021“, prostete Robert Bergh, der mit dem wie Hail Mary vom Halbpacer Googoo Gaagaa gezeugten Europa-Derby-Sieger Power ein weiteres brandheißes Eisen im Vierjährigen-Feuer hatte, den Fernsehzuschauern zu. Mitbesitzer Mehdi Yazdanpanha strahlte: „Das alles fühlt sich ein bisschen irreal an. Es war schon eine Ehre, dass Hail Mary nominiert worden ist. Umso stolzer sind wir auf diesen Titel. Fantastisch, was wir durch Robert mit diesem Pferd alles erleben durften - und hoffentlich noch erleben werden.“
Da war es nur ein klitzekleiner Trostpreis für dessen tiefbetrübten Trainer Daniel Redén, der für diese Kalamität am wenigsten konnte, dass er zum dritten Mal in Folge zum Trainer des Jahres und die von ihm vorbereitete Diana Zet zur Stute des Jahres erkoren wurde.
Der Titel des „Kaltblüter des Jahres“ für Månlykke A.M. dürfte Gunnar Melanders Trauer um dessen Erzeuger Månprinsen A.M. ein wenig gelindert haben. Schwedens bester älterer Kaltblüter hatte 13-jährig im Dezember eingeschläfert werden müssen, weil er für sich und andere plötzlich zur unberechenbaren Gefahr geworden war.
Die Preisträger im Einzelnen
Årets Häst: Hail Mary (Trainer Robert Bergh)
Årets tvååring Islay Mist Sisu (Trainer Per Nordström)
Årets treåring: Eagle Eye Sherry (Trainer Björn Goop)
Årets fyraåring: Hail Mary (Trainer Robert Bergh)
Årets Äldre: Very Kronos (Trainer Svante Båth)
Årets Sto: Diana Zet (Trainer Daniel Redén)
Årets Kallblod: Månlykke A.M. (Trainer Gunnar Melander)
Årets Komet: Jasmine Ising
Årets Tränare: Daniel Redén
Årets Kusk: Björn Goop
Helen Anns Pris: Katja Melkko
Svensk Travsports Montépris: Emilia Leo
Stig H:s skötarstipendium: Charlotte Andersson, Anne-Sofie Johansson