Perfekt lief’s hingegen für Mr Golden Quick. Den hoch im Norden in Umeå von Mika Haapakangas vorbereiteten Dunkelbraunen hatte Magnus Djuse von allen Gefährten am schnellsten aus dem dritten Band ab- und bald an fünfter Position innen hinter dem ein gleichmäßiges 1:15-Tempo vorlegenden Favoriten Carmine Am, Littleredcorvette, Mellby Fog und Tzatziki untergebracht. Er rückte und rührte sich dort erst weg, als Tzatziki für die letzten 900 Meter in Spur zwei wechselte und damit auch dem diese bis dahin nach hinten versetzt anführenden Ragazzo da Sopra Windschatten bot. Hinter dem spektakulären Sieger der Gulddivisionen vom 21. September lauerten Digital Ink und On Track Piraten, während Västerbo Fantast am Start, Cemonroc de Coeur, gerade in Front, im ersten Bogen, Falcon W.F. und Angle of Attack nach 1½ Runden und Mellby Fog in der Schlusskurve das Feld mehr oder weniger früh im Galopp räumten.
Magnus Djuse hatte unmittelbar zuvor in der Silverdivisionen mit Eder Bob schon mal einen kräftigen Zug Winner-Circle-Luft geatmet und bewies mit seinen V75-Treffern acht und neun nachhaltig, dass der Weg zum Titel des „Aufsteigers des Jahres“ nur über ihn führt. Der 19-jährige aus Östersund, Schwedens heißestes Nachwuchstalent im Fahrerlager, hielt den Ball flach: „Natürlich ist‘s eine grandiose Sache, zwei V75-Schleifen an einem Tag zu holen. Es allein am Fahrer festzumachen, ist aber voll daneben. Beide Trainer haben erstklassige Vorarbeit geleistet und die Pferde auf die Minute topfit gehabt. Ich bin doch nur ein Teil des Ganzen. Mit Mr Golden Quick (der Wallach gewann mit Magnus sein drittes V75-Match 2019/Anm.d.Red.) lief es einfach brillant. Wir hatten immer Deckung, und im Speed war er mörderisch.“
Stig Lindmarks Styrkeprov (int.)
verwandelte Carl Johan Jepson trotz Startplatz “8” und im letzten Drittel dritter bzw. vierter Spur den Elfmeter, den ihm Björn Goop überlassen hatte. Giant Shadow hatte auch beim sechsten schwedischen Auftritt nach 1640 Metern die Nase dort, wo’s am schönsten ist: ganz vorn. In 1:12,1 erledigte der ins holländische Gestütbuch eingetragene Sechsjährige die bei 16:10 erwartete Pflicht eine halbe Länge vor dem durchweg den Takt bestimmenden Vincent Horse.
Die Kaltblüter erinnerten mit ihrem Vergleich an den 1947 geborenen Lokalmatador Steggbest, im Innern der Rennpiste begraben und nicht nur wegen seiner 99 Siege, sondern auch der außergewöhnlichen Qualitäten als Vererber 2008 als erstes Pferd überhaupt in die schwedisch-norwegische Hall of Fame gewählt. Die Fehler der Favoriten Pave Faks, Art Kjarvald und Tangen Haap nutzte das bei 50:10 ebenfalls stark gehandelte finnische Gespann Vixus und Janne Soronen entschlossen und krallte sich die 150.000 Kronen für Platz eins nach 1:21,9/1640m.
V75-1 (Klass I): | Giant Shadow / Carl Johan Jepson | 16 |
Umsatz V75: 78.217.591 SEK
1. Rang: 954,1 Systeme à 21.313 SEK
2. Rang: 242 SEK
3. Rang: 28 SEK
Umsatz Top-7 (Silver): 1.615.796 SEK