Der Achtjährige war nach der Deckarbeit, „bei der in jeder Hinsicht einschließlich der Sperma-Qualität alles vorzüglich gelaufen ist und nach der wir nun freie Hand für seine definitiv letzte Rennsaison haben“, von Daniel Redén fürs Comeback in die bestmögliche Form gebracht worden. „Er trainiert so, wie man das von einem 31-Millionen-Traber erwarten darf, und fühlt sich blendend“, so der 40-jährige, der sein Trainerchampionat nicht wird verteidigen können, aber mit bislang 377 zu 755 Startern des Timo Nurmos auch wesentlich weniger Waffen zur Hand gehabt hat.
Nach der langen Vorrede können die Taten „aufm Platz“ umso kürzer abgehandelt werden. Redéns Masterplan setzte Örjan Kihlström so perfekt wie problemlos um. On Track Piraten, ohnehin keiner, der wie ein Wiesel in die Puschen kommt und noch längst nicht in der Form der vergangenen Winter ist, war an der „1“ zur Tatenlosigkeit verdammt. Zenit Brick, Schwedens anderer Kälte-Matador, für den bezüglich der momentanen Verfassung Ähnliches gilt, landete mit Startnummer „10“ ganz hinten. Ganz vorn marschierte Redéns zweite Waffe Michelangelo Ås, der sich gegen Snowstorm Hanover durchgesetzt hatte. Kihlström sah sich das durch den ersten Bogen in dritter Spur seelenruhig an, und als sich Michelangelo Ås endgültig auf dem Platz an der Sonne etabliert hatte, schritt er zur Tat.
Nichts entlocken lassen Richtung Prix d‘Amérique wollten sich die beiden Väter des nunmehr 38-fachen Siegers, der wie 2018 - damals gewann er 11.008.827 Kronen - mit 8.416.376 Kronen Gage der gewinnreichste in Schweden stationierte Traber der Saison ist. „Er lag durchweg prima in der Hand und absolvierte diesen ersten Test, so gut es unter diesen Bedingungen eben geht“, war Kihlströms Kurzkommentar. Redén holte etwas weiter aus: „Wir werden von Tag zu Tag schauen. Klar ist: Gehen wir in den Amérique, braucht er mindestens noch einen Start, und der wird in Schweden sein. Mit seinen 31 Millionen braucht er sich nicht zu qualifizieren - die Tür steht uns immer offen.“
Super Lights Lopp - Gulddivisionen - (int.)
2640m Autostart, 409.500 SEK
1. Propulsion 14,4 Örjan Kihlström 11
7j.br. Hengst von Muscle Hill a.d. Danae von Andover Hall
Be: Stall Zet (Bengt Ågerup); Zü: Fredericka Caldwell & Bluestone Farms, US; Tr: Daniel Redén
Pflegerin: Ellinor Wennebring
2. Michelangelo Ås | 14,5 Carl Johan Jepson | 417 |
Sieg: 11; Richter: leicht 1½ - ½ - 2½ - ¾ - k.Kopf - k.Kopf - ½ Länge; 10 liefen
Zw-Zeiten: 14,5/500m - 15,0/1000m - 15,0/2000m - 10,0/letzte 500m
Wert: 200.000 - 100.000 - 50.000 - 26.500 - 17.000 - 10.000 - 6.000 SEK
Am letzten Renntag der Saison fiel die Entscheidung ums Bahn-Championat von Romme. 25:24:22 zugunsten Jorma Kontios gegen Oskar Andersson und Ulf Ohlsson lautete der „Spielstand“ vor Anpfiff. Kontio und Andersson punkteten je einmal, Ohlsson gelangen zwei Treffer, so dass der 66-jährige sich knapp zu behaupten vermochte. Es war der 40. Titel des fliegenden Finnen auf einer schwedischen Bahn; in Romme war er bereits 2003, 2011, 2012 und 2013 Meister. Zum Chef im Oval wurde er 2019 auch in Eskilstuna und Örebro.
Drei Außenseiter-Siege, darunter die Show-Time-Bombe von Barbro Carlsson in der Klass II, machten den V75-Wettern arg zu schaffen und die Hoffnungen der ATG-Oberen auf ein weiteres Anfüttern des Super-Jackpots am 31. Dezember zunichte. Es bleibt vorerst bei jenen eher bescheidenen 29.529.976 Kronen, die in Axevalla für sieben Richtige zusätzlich im Topf sind.
V75-1 (Brons): | Electrical Storm / Ulf Ohlsson | 21 |
Umsatz V75: 75.780.609 SEK
1. Rang: 24,35 Systeme à 809.098 SEK
2. Rang: 1.264 SEK
3. Rang: 65 SEK
Umsatz Top-7 (Klass I): 1.211.818 SEK