Glückspilz Gainsborough
Mit doppeltem Theaterdonner ging der Nachmittag los, denn die bei ihren sechs Versuchen unterm Sattel noch nie bezwungene Grâce de Faël erinnerte sich ihrer ersten beiden Sulky-Versuche, die mit Disqualifikationen endeten, und war am Start keinen Schritt zum Trab zu bekehren. Da waren’s nur noch sechs, die sich um die sieben Prämien bewarben, von denen sich David Thomain mit Guérilla de Simm resolut den Taktstock schnappte und vor Gainsborough und dem sich außen mühenden Gala Téjy souverän ihre Runden zog.
Prix Louis Tillaye - Monté - (Gruppe II nat., dreij. Hengste und Stuten)
2700m Bänderstart o.Z., 100.000 Euro
1. Gainsborough 16,2 Yoann Lebourgeois 93
3j.br. Hengst von Bird Parker a.d. Redemption Song von Idéal de l‘Iton
Be: Jan Stins; Zü: Sharmila Dass; Tr: Romain Derieux
2. Gala Téjy | 16,4 Paul-Philippe Ploquin | 43 |
Sieg: 93; Richter: (½) - 2½ - 10 - 1 - 32 Längen; 7 liefen
Zw-Zeiten: 16,8/1200m - 16,2/1700m - 16,5/2200m
Wert: 45.000 - 25.000 - 14.000 - 8.000 - 5.000 (- 2.000 - 1.000) Euro
Gunilla ein erstklassiger Trumpf
Für die Ehrenparade der dreijährigen „gefahrenen“ Stuten und Hengste, die ihre erste halbklassische Etappe auf dem Weg zum Critérium des 3 Ans am 15. Dezember austrugen, war Frankreichs designierter Sulky d’Or Eric Raffin zuständig. Als Diener zweier Herren klinkte er den Prix Reine du Corta mit Gunilla d’Atout für Sébastien Guarato wie den Prix Abel Bassigny mit Gotland für Philippe Allaire ein.
Über 2175 Meter waren zuerst die Ladys gefragt, von denen Gloria du Goutier vor Gunilla d’Atout am rasantesten in die Hufe kam, im Scheitel der ersten Biege jedoch von Gondole Jenilou von der Führungsarbeit erlöst wurde. Viel Zutrauen hatte Raffin in seinen „Atout“, beorderte sie zu Beginn des Anstiegs in die Todeslage und bot somit Green Grass und Girls Talk perfekte Zugdienste. Die überraschend zur Favoritin erkorene Galilea Money kühlte indes ihr Mütchen in dritter Spur, was sie vor enorme Probleme stellte: 400 Meter vorm Ziel warf sie resolut den Anker und verschwand völlig aus dem Blickfeld um bessere Prämien.
Für Gunilla d’Atout sieht die Zukunft ausgesprochen rosig aus. Die unkomplizierte, ohne Check aufgebotene Braune mit dem markanten Stern stemmte ihr Konto auf 148.400 Euro und hat wie ihre Mitstreiterinnen als nächste Probe das Critérium des Pouliches am 23. November im Visier.
Prix Reine du Corta (Gruppe II nat., dreij. Stuten)
2175m Bänderstart o.Z., 100.000 Euro
1. Gunilla d‘Atout 13,4 Eric Raffin 36
3j.br. Stute von Ready Cash a.d. Topaze d‘Atout von Coktail Jet
Be: Ec. Saint-Martin; Zü: SCEA du Beaumanoir; Tr: Sébastien Guarato
2. Girls Talk | 13,5 David Thomain | 80 |
Sieg: 36; Richter: Kampf Hals - ½ - 1 - 1 - k.Kopf; 10 liefen
Zw-Zeiten: 10,5/675m - 13,1/1175m - 14,4/1675m
Wert: 45.000 - 25.000 - 14.000 - 8.000 - 5.000 - 2.000 - 1.000 Euro
Gotland auf der Sonnenseite…
und dies zum zehnten Mal nach lediglich 14 Ausfahrten hieß es wie bei Odds von 17:10 allseits erwartet nach dem Prix Abel Bassigny für die zehn Hengste. Damit führt der stets etwas faul daherkommende Sohn der Gruppe-I-Cracks Ready Cash und Sanawa die Generation „G“ auch nach Gewinnsumme mit 440.100 Euro Gage eindeutig an und ist einer der brandheißen Favoriten fürs Critérium. Die Stalltaktik der drei Allaire-Buben klappte hervorragend: Gamble River rauschte wie der Blitz nach vorn, Gotland parkte dahinter vor Get Happy und Grand Art ein, außen führte Gatsby Perrine nach hinten versetzt die zweite Schiene an und lockte bergan den als stärkster Herausforderer Gotlands angesehenen Gipson Creek vorbei, in dessen Windschatten es sich bestens leben ließ.
Prix Abel Bassigny (Gruppe II nat., dreij. Hengste)
2175m Bänderstart o.Z., 100.000 Euro
1. Gotland 14,3 Eric Raffin 17
3j.br. Hengst von Ready Cash a.d. Sanawa von Jeanbat du Vivier
Be / Tr: Philippe Allaire; Zü: Jean-Pierre Guay
2. Golden Bridge | 14,4 Yoann Lebourgeois | 72 |
Sieg: 17; Richter: leicht 1 - Kopf - ¾ - 3 - 8 Längen; 10 liefen
Zw-Zeiten: 17,1/675m - 16,6/1175m - 15,9/1675m
Wert: 45.000 - 25.000 - 14.000 - 8.000 - 5.000 - 2.000 - 1.000 Euro
Wer „Männersport“ mit Beteiligung zweier Mesdames genießen wollte, wurde im Prix du Langedoc für Sechs- bis Zehnjährige, die keine 600.000 Euro gewonnen hatten, bestens bedient. Wie von den „turfistes“ ausgeguckt, hatte nach 2850 Metern Chica de Joudes die Nase vorn, doch war’s ein hartes Stück Arbeit für die Jag-de-Bellouet-Tochter und ihren Steuermann, Besitzer und Trainer, bis Sieg Numero 14 in trockenen Tüchern war. Alain Laurent (66) schonte seine an dritter Stelle hinter Tempomacherin Bilooka du Boscial und Caduceus des Baux liegende Stute nicht und brach den Gänsemarsch ausgangs des Bogens von Joinville auf. Ein gefundenes Fressen für ihre direkten Verfolger Valokaja Hindö und Coach Franbleu, die als ärgste Widersacher ausgemacht waren.
Prix du Languedoc (Gruppe III int., Sechs- bis Zehnj., keine 600.000 Euro)
2850m Bänderstart o.Z., 80.000 Euro
1. Chica de Joudes 13,3 Alain Laurent 18
7j.br. Stute von Jag de Bellouet a.d. Queschua Love von Love You
Be / Tr: Alain Laurent; Zü: Jean-Pierre Vulliamy
2. Coach Franbleu | 13,3 Franck Nivard | 130 |
Sieg: 18; Richter: Kampf Hals - Hals - 3½ - 4 - ½ Länge; 8 liefen (NS Mindyourvalue W.F.)
Zw-Zeiten: 14,1/1350m - 13,5/1850m - 13,9/1350m
Wert: 36.000 - 20.000 - 11.200 - 6.400 - 4.000 - 1.600 - 800 Euro