16er Zeiten liefen auch die Zweijährigen im Trial 1 des Preis des Winterfavoriten und deuteten an, dass der deutsche
Jahrgang 2016 wieder wohlgelungen ist. Vor allem der Ready-Cash-Sohn Jackpot of Steel (Dion Tesselaar), Erstling der Stuten-Derby-Siegerin 2010 Anky Kievitshof, hinterließ mit einem Start-Ziel-Tempolauf viel Eindruck, doch gefiel auch der am Ende noch dicht herankommende Orkan von Haithabu (Heinz Wewering), der den favorisierten, aber nicht voll durchziehenden Hagoort-Schützling Ribot noch klar hinter sich ließ.
Lief es schon am Vortag in Berlin mit sechs Siegen sehr gut, vermochte der Stall Nimczyk dieses Ergebnis in Gelsenkirchen nochmal zu toppen.
Neben Emilion kamen sieben (!) weitere Sieger aus Willich, darunter Hans Brockers Neuerwerbung Idol, mit dem Michael Nimczyk Karrieretreffer Nr. 2100 feierte.
(09.09.2018 Fotos: traberfoto-sx.de u.a.)
Sonntag: St. Leger in Gelsenkirchen
Lediglich zwei Derby-Finalisten treten am Sonntag zum Deutschen Traber St. Leger (20.000 Euro / 2600 Meter) in Gelsenkirchen an:
Chapter One (Michael Larsen), der im Blauen Band lange den Ton angegeben hatte und sich gegen die starke niederländische Fraktion am Ende als Vierter glänzend aus der Affäre zog, und der im Derby-Vorlauf Chapter One unterlegene Inspector Bros (Stefan Schoonhoven). Dafür, dass das Rolf-Dautzenberg-Memorial wie im Vorjahr (Mc Arthur) wieder in den Stall Mommert geht, könnte aber auch Emilion sorgen. Der auf der Derbybahn mehrfach unglücklich gelaufene Nimczyk-Schützling erzielte seine zwei Saisonsiege am Nienhausen Busch. Am 1. Mai gewann der diffzile Sam-Bourbon-Sohn einen Adbell-Toddington-Trial, später ein PMU-Rennen. Über Steherqualitäten sollte auch Emilions Zuchtgefährte City Guide (Erwin Bot) verfügen, der im St. Leger in neuen Farben der Gerrits Recycling Group antritt. Dion Tesselaar bietet aus seinem unerschöpflichen Dreijährigen-Lot den überzeugenden Leger-Trial-Sieger Crazy and Quick auf. Der von ihm in Berlin bezwungene Kantadou befindet sich in Gelsenkirchen wieder in der Hand von Tim Schwarma.
Eher den Charakter einer Revanche besitzt dagegen das Stuten St. Leger (20.000 Euro / 2600 Meter), das mit Avalon Mists (Robin Bakker), Isabella Boshoeve (Dion Tesselaar) und Intouchable (Robbin Bot), die Siegerin, die Dritte und die Fünfte des Stuten-Derby-Finales am Start sieht. Aus dem Endlauf des Arthur-Knauer-Rennens kommen überdies Laura Vici (Michael Nimczyk) und Lightning Bo (Danny Brouwer). Überdies tritt Imax an, die sich mit Yvonne Wagenaar das B-Finale des Stuten-Derbys schnappte.
Im St. Leger-Rahmen stellen sich im Trial 1 des Preis des Winterfavoriten acht Vertreter des Jahrsgangs 2016 vor, sechs davon geben ihr Debüt. Am Start sind Nachkommen von Muscle Hill, Cantab Hall, Ready Cash und Muscle Massive.