Die sechsstellig dotierten Prüfungen sind seit dem 29. September passé, bis zum 29. Oktober steht in der verbleibenden Handvoll an Gruppe-III-Aufgaben nur noch „Kleingeld“ zur Debatte - was im Fall des Prix Gordonia für die ältere europäische Kavallerie mit 80.000 Euro beileibe nicht zu verachten ist.
Als Alexandre eingangs der zweiten Überseite trotz der flotten Pace energisch zu drücken begann, war es um Jean-Michel Baudouins Schützling geschehen: Er stieg im Galopp aus. Ab 400 Meter vorm Pfosten lag die Entscheidung nur noch zwischen den beiden Abrivards, die sich fünf Längen vor dem mittlerweile von Accord Marjacq angeführten Rest beharkten, als kennten sie keine Verwandten. Schien zu Beginn der Zielgeraden Carly den besseren Zug zu haben und Corail d’Aure auffressen zu wollen, so hatte jener doch noch einige Reserven in petto. 100 Meter vorm Ziel neigte sich die Waage zurück zu dem die berühmten, weiß-blau längsgestreiften Farben Jag de Bellouets bzw. Michel Galliers tragenden Schwarzbraunen, für den dieser eine knappe Länge voraus festgemachte 15. Treffer zugleich der erste auf Gruppe-Ebene war.
Nach formidablen 1:12,2/2850m spuckte der Totalisator 6,1-fachen Sieg-Einsatz aus. Aufs Konto von Monsieur Gallier wanderten 36.000 Euro, womit die „Koralle“ 332.610 Euro wert ist. Fünf Längen dahinter ließ sich Accord Marjacq den dritten Platz von Jerry Mom nicht mehr stibitzen, der unterm Sattel im Finish längst nicht so schwungvoll auf Touren kam wie sonst vorm Sulky.
Prix Gordonia - Monté - (Gruppe III int., Sechs- Zehnjährige, keine 650.000 Euro)
2850m Bänderstart o.Z., 80.000 Euro
1. Corail d’Aure 12,2 Alexandre Abrivard 61
7j.schwbr. Wallach von Cygnus d’Odyssée a.d. Murcia von Goetmals Wood
Be: Michel Gallier; Zü: Eric Delarue; Tr: Laurent-Claude Abrivard
2. Carly | 12,3 Matthieu Abrivard | 26 |
Sieg: 61; Richter: sicher ¾ - 5 - 3½ - 4 - 1½ - 5 Längen; 9 liefen
Zw-Zeiten: 12,4/1850m
Wert: 36.000 - 20.000 - 11.200 - 6.400 - 4.000 - 1.600 - 800 Euro
Kleingeld für Broadwell
Seiner Favoritenrolle vollauf gerecht wurde im Prix Bohémia für Vier- und Fünfjährige bis 224.999 Euro an Gewinnen der von Philippe Billard respektive Fabrice Souloy trainierte Violetto Jet. Schon zu Beginn der Autostartprüfung, die Vash Top im Galopp vermasselte, zeigte Franck Nivard, wer Herr im Hause ist, installierte den From-Above-Sohn sofort an der Tête und ließ sich dort durch den von Jean-Michel Bazire als „Drücker“ mit Alexandre Abrivard vorgeschickten Ghazi B.R. nicht vertreiben. Gründlich verrechnet hatte sich der 20-fache französische Champion, als er mit einem 700 Meter vorm Ziel aus dem dritten Paar außen angezettelten Überfall mit Valzer di Poggio die Ernte einfahren wollte.