Ein Zehntel davon stand am schnuckeligen Sommerabend auf dem Spiel, doch wichtiger als der schnöde Mammon waren die Muskelspiele Richtung Konkurrenz, was das Abstecken der Claims betrifft.
Nicht so bei Who’s Who, den der „Iceman“ 250 Meter vorm Ziel endlich auf freie Bahn lavierte. Umgehend ackerte der Braune in unnachahmlicher Manier los und gab Voltaire Gifont unter kaum sichtbaren Hilfen des „Iceman“ - sanfte Handzupfer hier, eine Streicheleinheit mit der Peitsche dort - sicher mit einer halben Länge das Nachsehen, was bereits Mitte der Zielgeraden absehbar war. Die finalen 500 Meter arbeitete das nunmehr aus 22 Versuchen 13 Siege und 5.864.759 Kronen schwere Prunkstück der Travkompaniet in 1:08,7 ab, was man über 2140 Meter gewiss nicht alle Tage geboten bekommt.
Icelands Lopp - Första Jubileumstestet - (int., Fünfjährige)
ab, in dem für einheimische Vierjährige 776.000 SEK auf die Verteilung warteten - mit dem kleinen Unterschied, dass sich das Geschehen um die Protagonisten nicht in der zweiten, sondern ersten Spur abspielte. Wiederum hatte „ÖK“ eine dicke Hand im Spiel und sah keinen Grund, mit dem 518.500 Kronen armen Viking Brodde vor dem 3,5 Millionen schweren 12:10-Favoriten Attraversiamo zu kuschen. Wie ein Blitz ließ er den Muscle-Hill-Sohn an der „1“ in Front schmettern - kein Problem für Erik Adielsson, der mit dem Zweiten des Königspokals eben kurz dahinter einparkte, um nach 500 Metern in den Offensivmodus zu gehen und dann die Spitze dargereicht zu bekommen.
Beim dritten Zupacken kannte Attraversiamo dann keine Gnade, überrannte den Leader, der sich für seine schneidige Vorstellung den Ehrenplatz samt 200.000 Kronen einstecken durfte, im Sauseschritt und dampfte überlegen auf fünf Längen davon. Der zehnte Treffer bei 15 Starts des Kiss-Francais-Sprösslings aus der Edelschmiede des Svante Båth (der ist über die Caracolas AB zugleich Teilhaber) war in furiosen 1:10,5 unter Dach und Fach, womit Conni Lugauer nach dem Ausfall Admirers über eine weitere „Niederlage“ quittieren musste: Sein Campo Bahia verlor den im Königspokal am 11. Mai aufgestellten Mitteldistanz-Rekord schwedischer Vierjähriger um eine läppische Zehntelsekunde. Bleiben die beiden Cracks bis dahin fit, steht Schweden am ersten September-Sonntag eine kochend heiße Derby-Schlacht ins Jägersroer Haus.
Prix Readly Express (nat., Vierjährige)
2140m Autostart, 776.000 SEK
1. Attraversiamo 10,5* Erik Adielsson 12
4j.br. Hengst von Kiss Francais a.d. Rhythm Kronos von Viking Kronos
Be / Tr: Svante Båth (Caracolas AB); Zü: Martina Lindahl Christensson
2. Viking Brodde | 11,0 Örjan Kihlström | 58 |
*schwedischer Rekord für Vierjährige / Mittelstrecke
Sieg: 12; Richter: überlegen 5 - 1½ - 1½ - 1½ - 4 Längen; 10 liefen (NS Riptide R.D. / Fieber)
Zw-Zeiten: 09,4/500m - 10,4/1000m - 11,0/1500m - 10,3/letzte 500m
Wert: 400.000 - 200.000 - 92.000 - 42.000 - 22.000 - 12.000 - 8.000 SEK
resolut in Front, trat die Spitze sofort an Alessandro Gocciadoros 12:10-Favorit Acciaio ab und gab ihm mit dem in Amerika geborenen Cantab-Hall-Sohn in 1:11,2, die für Beide gemessen wurden, nach hartem Kampf um eine Nasenspitze das Nachsehen.
Breeders Course 3 year old - 2. Vorlauf - (int., Dreijährige)
1640m Autostart, 202.500 SEK
1. Click Bait 11,2 Örjan Kihlström 150
3j.br. Hengst von Cantab Hall a.d. Fan at Parties von Lindy Lane
Be / Tr: Stefan Melander (Stall T.Z.); Zü: Russell Williams, US
2. Acciaio | 11,2 Alessandro Gocciadoro | 12 |
Sieg: 150; Richter: Kampf k.Kopf - 5 - ½ - 1 - 2 - Längen; 6 liefen
Zw-Zeiten: 10,7/500m - 11,8/1000m - 10,4/letzte 500m
Wert: 100.000 - 50.000 - 25.000 - 13.500 - 8.500 - 5.500 SEK