Im ersten Run für Hengste und Wallache des nach Geschlechtern getrennten, in jeweils zwei Abteilungen gelaufenen Tompkins Geers war der heiße 14:10-Favorit Green Manalishi, der aufgrund seiner schwedischen Herkunft in den USA mit dem Anhängsel „S“ läuft, wie erwartet Herrscher aller neun „Reußen“.
„Es war zum Verrücktwerden - er hatte einige kleinere Probleme, so dass wir statt Mitte Mai erst Mitte Juli ins Geschehen eingreifen konnten“ rekapitulierte der Trainer für den Cantab-Hall-Sohn, der auf Anhieb 1:10,4 servierte. Wie tags zuvor der ungeschlagene Gimpanzee war der nach einem Song von Fleetwood Mac (um-)benannte Green Manalishi in 1:10,1 „dahoam“, um die Hälfte der 50.450 Dollar reicher und lässt Trainer Marcus Melander weiter träumen. Mit ihm, Gimpanzee und Saisonrekordler Greenshoe hat er drei heiße Eisen im Hambo-Feuer und tritt damit in die riesigen Fußstapfen Jimmy Takters.
Der hatte Ende November 2018 seine Trainieranstalt in die Hände seiner Tochter Nancy Johansson und seines ersten Mannes Per Engblom gelegt - und gab ziemlich unverhofft ein Comeback als Fahrer: In dieser Abteilung steuerte er Hudson River für seine Tochter auf Platz fünf, in Abteilung 2 Osterc für Per Engblom zu Rang vier. Die Lorbeeren holte sich Marseille, der kürzlich Greenshoe die einzige Niederlage hatte beibringen können. Aus der sofort übernommenen Frontlage musste Åke Svanstedt den Muscle-Hill-Sohn mit der bunten Gesichtszeichnung erst am Schluss etwas motivieren, um sich den Dexter Dunn an die Hand gegebenen Trainingskameraden Soul Strong (von Father Patrick), der brav durch die Todesspur marschierte und Favorit Pilot Discretion (von Muscle Hill; III. in 1:09,6) hinter sich herzog, in 1:09,5 um einen „Hals“ abzuwimmeln. Auch der grüne Riese aus Florida hat seine Hambo-Hausaufgaben augenscheinlich perfekt erledigt.
Ähnlich knapp ging’s in der ersten Abteilung der Stuten um 47.050 USD zu, die Marcus Miller mit der Cantab-Hall-Tochter Seaside Bliss zu Trainer Paul Kelleys Gunsten nach 1:09,5 eine halbe Länge vor Sonnet Grace (von Muscle Massive, David Miller) und eine weitere Länge vor American Kronos (von Donato Hanover, Andy Miller, 1:09,6) sicherte.
Im mit 1:09,9 etwas langsameren Lauf 2 um 46.550 „greenbacks“ münzte Åke Svanstedt mit Golden Tricks (von Trixton) den Trick, Beautiful Sin kurz vor der Halbmeilenmarke von der Kommandobrücke zu jagen. Die Retourkutsche schaffte Dexter Dunn mit der von Per Engblom trainierten Muscle-Hill-Tochter nicht mehr, die um eine halbe Länge das Nachsehen hatte.
Dieses war der neunte Streich
Unmittelbar vor der Halbmeilenmarke knöpfte er JL Cruze die Führung ab, und auf der Zielgeraden konnte sich Tim Tetrick früh zur Ruhe setzen. Vier, fünf Längen betrug in deren Mitte der bequeme Vorteil des „Reichen und doch Elenden“, der erst auf deren zwei schrumpfte, als längst alles in trockenen Tüchern war. Für den Ehrenplatz kämpfte sich Trolley aus dem Windschatten JL Cruze‘ um einen „Kopf“ an dem Achtjährigen vorbei, und nur unwesentlich später war Cruzado dela Noche im Ziel, der im Sechserfeld aus der Todeslage nicht weggekommen war. „Ein kleines Sweetheart - jogged in 1:09,1 nach Hause, und ich brauche nur halbe Arbeit zu leisten und nicht mal die Ohrenstöpsel zu ziehen. Danke, Tyler“, grinste „Ersatzmann“ Tetrick, der für den verhinderten Standardfahrer Tyler Buter im Sulky saß.
Mr Muscleman Series - Final - (frei für Alle)
1609m Autostart, 60.000 USD
1. Rich and Miserable 09,1 Tim Tetrick 16
4j.br. Wallach von Explosive Matter a.d. Wishful Me von Yankee Glide
Be: Buter Farm, Lynette Buter, William & Carol Fuhs; Zü: Hanover Shoe Farms; Tr: Todd Buter
2. Trolley | 09,4 Marcus Miller | 92 |
Sieg: 16; Richter: überlegen 2 - Kopf - ½ - 2 - 2½ Längen; 6 liefen
Wert: 30.000 - 15.000 - 7.200 - 4.800 - 3.000 USD