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Allegiant on Fire

28. Juli 2026
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Der Trainer steuert die Ehrenrunde - Foto: MIKAEL ROSENQUIST / TR BILD

Als Pflegerin Lina Pergenius eine Minute vor dem Start des Hugo Åbergs Memorial bei Allegiant die Klappen des Zugzaums herunterzog, konnte man in etwa erahnen, was gleich passieren würde.

Örjan Kihlström ging, wie beim Weltrekord im Elitloppet vor zwei Monaten, am Start „All in“ und feuerte die Tactical-Landing-Tochter wie ein Geschoss ab. Mit dem Unterschied, dass der Weg nach vorn von der Pole Position viel kürzer und direkt war als noch in Solvalla.

Nach ersten 100 Metern in 1:02 führte die 13:10-Favoritin sofort deutlich, baute - von Kihlström kaum regulierbar - ihren Vorsprung immer weiter aus (500 Meter in 1:05,8/1000 Meter in 1:06,5) und lag beim Einbiegen zum Schlussbogen eine gute Weile vor dem bedauernswerten Verfolgerfeld, aus dem keiner in der Lage war, den Abstand auch nur ansatzweise zu verkürzen.

Da der Iceman diesmal die Ziehkapuze drauf und die Peitsche über der Schulter ließ, beließ es Allegiant am Ende gnädigerweise bei acht Längen Vorsprung und trabte mit 1:08,0/1609 Meter erneut eine Fabelzeit und natürlich Bahn- und Rennrekord, den seit 2017 Ringostarr Treb mit 1:08,2 gehalten hatte.

Für Örjan Kihlström war es siebte Erfolg in der repuationsreichen Gruppe-I-Prüfung auf Schwedens Derbybahn, der sechste innerhalb der letzten sieben Jahre, fünf Mal hieß der Trainer dabei Daniel Redén.

Und der Rest? Lief hinter der überragenden Siegerin praktisch ein eigenes Rennen, das überraschend die vom Fleck in zweiter Position innen liegende Norwegerin Daim Brodda mit Erik Hoitomt in 1:08,8 gegen den in der Todesspur tapferen Mellby Jinx und die etwas spät auf Touren kommende Funny Gio „gewann“.

Deutschlands Rekordhalter Gio Cash tummelte sich mit Daniel Wäjersten nach Start aus zweiter Reihe lange im Hintertreffen, wurde im letzten Bogen gebracht, drang aber nur mittelmäßig durch und musste mit Rang sechs in 1:09,1 vorliebnehmen.

Örjan Kihlström äußerte sich unmittelbar nach dem Rennen: „Wir hätten heute auch den Weltrekord angreifen können, aber sie hat ihn, und es schien überflüssig, es heute zu versuchen. Sie ist einfach unvergleichlich. In Solvalla waren wir etwas besorgt, ob sie die Pace durchstehen würde, aber heute wussten wir, dass sie mit diesem Tempo klarkommt“.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=VhHEdza3sLc