(dk) Idao de Tillard kehrte an diesem Samstag erstmals auf die Bahn in Argentan zurück, wo er vor fünfeinhalb Jahren am 31. Januar 2021 siegreich in die Karriere eines wahren Champions gestartet war. Dieser letzte Sonntag im 2021er Januar war übrigens just der Tag, an dem Face Time Bourbon auf dem Hippodrome von Paris-Vincennes, dessen nächste große Ikone dann der Duvaldestin-Schützling werden sollte, seinen zweiten Prix d'Amérique-Sieg unter Dach und Fach gebracht hatte.
Bei seinem Rentrée auf dem 1.325-Meter-Rechtskurs in der Normandie gab sich der Severino-Sohn keine Blöße und drückte dem Critérium de Vitesse de Basse-Normandie (120.000 Euro - 1.609 m - Gruppe II) von Beginn an seinen Stempel auf, wobei diesmal wieder Clément Duvaldestin, der zuletzt zu einer einwöchigen Studienreise bei Åke Svanstedt in den USA geweilt hatte, sein Partner war.
Der ging die Partie sofort zügig, aber nicht überhastet an und drückte das Gaspedal im ersten Bogen nicht durch, um an der innen neben ihm gestarteten Inmarosa (Léo Abrivard) vorbei an die Spitze zu kommen, sondern begnügte sich vielmehr damit, das Feld mit einer halben Länge Vorsprung durch die Außenspur anzuführen, um dann vor dem Schlussbogen endlich nach innen zu scheren.
Trainer Thierry Duvaldestin begründete das später im Interview damit, dass - auch wenn er zu Beginn seiner Karriere häufiger rechts herum gestartet sei - Idao de Tillard mittlerweile links herum deutlich besser sei, weshalb er seinem Sohn mitgegeben habe, nichts zu überstürzen, was dieser dann auch perfekt umgesetzt habe.
Das kann man eigentlich nur bestätigen, denn auf der langen Zielgeraden beherrschte der Steuermann die Konkurrenz jederzeit "mit Umgucken" und kam diesmal mit ein paar wohltuend dezenten Hilfen auf den letzten 100 Metern aus. Die waren nur erforderlich, weil der Mitte der Gegenseite von dem wuchtig vorstoßenden Jingle du Pont (Nicolas Bazire) in der Todesspur abgelöste Wittmann-Hengst Idéal Ligneries (erstmals mit Anthony Barrier) sich in der Distanz noch einmal nachhaltig zurückmeldete.
Gegen den sehr leicht zulegenden 13:10-Favoriten an der Spitze blieb ihm aber am Ende wie im Vorjahr nur der Ehrenplatz, während Jingle du Pont das dritte Geld gegen die ordentlich durchziehende Inmarosa und Falco Killer Gar (Theo Duvaldestin) immer sicher hatte.

Mit 1:09,1 verbesserte Idao de Tillard bei seinem 37. Sieg (beim 55. Start) den erst im Vorjahr von Hohneck auf 1:09,2 geschraubten Rennrekord noch einmal um eine Zehntelsekunde und blieb zum dritten Mal in Folge ungeschlagen. „Er ist derzeit in hervorragender Form und wird immer geschmeidiger. Wir fangen wirklich an, den Idao von früher wiederzufinden. Es ist großartig, ihn auf diesem Niveau wiederzusehen.“, diktierte Clement Duvaldestin den Journalisten abschließend in ihre Notizblöcke.
Ergebnis und Video: https://www.letrot.com/courses/2026-08-08/6102/3
Fotos: J.-C. Briens / letrot.com