Von Cérenzo Turbo über Super Fez, Baladin Hongrois, Express Jet zurück zu Baladin Hongrois, weiter zu Colorado Blue, dann zu Delfino und letztlich Vertige de Chenu wechselte der Staffelstab auf den ersten beiden Runden munter durch, was automatisch Cleangame außen allmählich in vordere Sphären spülte. Für die Schlussrunde lag er im dritten Paar hinter Cobra Bleu und Express Jet - Bandgefährte Arlington Dream trug durchweg die Laterne -, und nun hatte endlich auch „Monsieur Jean.-Mi“ Erbarmen mit seinen Anhängern und gab ein wenig Gas. Eher dezent an Vertige de Chenus Flanke angekommen, wartete der 20-fache französische Sulky d’Or bis eingangs der Zielgeraden und nahm die Angelegenheit dann etwas ernster.
Im Nu spielte der Ouragan-de-Celland-Sprössling in einer anderen Liga und setzte sich sechs Längen voraus zum 26. Volltreffer - dem 16. unter den Fittichen des Meisters aus lediglich 19 Versuchen - ab, der in 1:15,5 unter Dach und Fach war. Mit 910.970 Euro an Gewinnen kommt die runde Million für den Ersatzmann Aubrion du Gers‘ allmählich in greifbare Nähe. So unspektakulär wie der Sieg ausfiel, so spannend wurde es um die Ränge dahinter. Die „Ehre“ des Runner-up fiel dem wacker kämpfenden Cérenzo Turbo anheim, der Baladin Hongrois um eine halbe Länge das Nachsehen gab. 2½ Längen dahinter war Colorado Blue um etwa den ähnlichen Abstand resistenter als Vertige de Chenu.
Prix de Buenos Aires (Gruppe II int., Fünf- bis Zehnj.)
eine Stute wagte, die eigentlich im deutschen Stuten-Derby erwartet worden war. Wie wohl das Umfeld von Züchter Jean-Pierre Dubois und Besitzer Renato Bruni daran getan hat, die Donato-Hanover-Tochter nicht zweimal 1000 Kilometer nach Berlin zu schicken, sondern sich „dahoam“ redlich zu nähren, wurde zur grenzenlosen Überraschung deutlich, denn Chancen schien die Braune gegen die in starker Kompanie versammelte Garde der französischen Dreijährigen-Elite so viel wie ein Schneeball in der Hölle zu haben.
Prix de Rome (Gruppe III int., Dreijährige)
2150m Bänderstart o.Z., 70.000 Euro
1. In Your Dreams 13,9 Matthieu Abrivard 293
3j.br. Stute von Donato Hanover a.d. Iron Lady von Taurus Dream
Be: Bruni Racing Team AB; Zü: Jean-Pierre Dubois, DE/FR; Tr: Yves Boireau
2. Gotland | 14,0 Eric Raffin | 19 |
Sieg: 293; Richter: sicher 1½ - 1 - 1½ - 1 - 2½ - 5 Längen; 13 liefen
Zw-Zeiten: 13,8/1150m - 14,8/1650m
Wert: 31.500 - 17.500 - 9.800 - 5.600 - 3.500 - 1.400 - 700 Euro
Lange sah es im Prix de la Porte Montmarte, der mit dem Auto gestarteten Quinté-Prüfung für Sechs- bis Zehnjährige, die keine 254.000 Euro gewonnen hatten, nach dem zweiten Frankreich-Erfolg Calvin Borels aus, den Marc Elias für die finalen 1400 der 2150 Meter endgültig an die Spitze gewuchtet hatte. Dann jedoch machte der ewige Einlauf dem Schweden zu schaffen, der sich erst dem Dänen Aron the Baron mit „Monsieur Quinté“ Eric Raffin und auf den letzten Metern auch Bamour beugen musste und statt der erhofften 26.100 Euro mit deren 8.120 zufrieden sein musste.