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Tempo nach dem Sturm

30. August 2026
1 Min. Lesezeit
© Aprh - Le Trot

(dk) Nach den Unwettern, die im Laufe des Donnerstag über die französische Hauptstadt gezogen waren, sahen Teile der über den Sommer frisch renovierten Piste von Vincennes - insbesondere die verlängerte Gerade für die Bänderstarts, wo umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste das Geläuf unbefahrbar gemacht hatten - nicht so aus, als könne man dort kurzfristig Rennen veranstalten. Das Team des »Temple du trot« leistete aber ganze Arbeit, und so war gerade einmal 36 Stunden später von den Auswirkungen des Sturms nichts mehr erkennbar.

Ähnlich stürmisch wie zwei Tage zuvor über dem Areal ging es am Samstagmittag in der Auftaktprüfung auch auf der Piste zu, als der mal wieder sehr gehfreudige Klaus von Herten (Matthieu Abrivard) die über die 2.100-Meter-Distanz führende Prüfung für Fünf- und Sechsjährige, die bislang keine 80.000 € verdient hatten, vom äußeren Startplatz wie die Feuerwehr anging und für die ersten 600 Meter bahnrekordverdächtige 1:06,8 vorlegte, während sein favorisierter Trainingsgefährte Exploit Kronos (Benjamin Rochard) im Rücken des Piloten blendend unterkam.

Gerade, als Abrivard den Tatendrang des Bürgertrabers einigermaßen eingebremst hatte, rausche aber bereits Nigel di Quattro heran, der sich an vierter Position so aufgespult hatte, dass Mathieu Mottier ihn gar nicht mehr halten konnte. Abrivard ließ ihn ziehen, musste aber unmittelbar danach wieder raus, weil der Lugauer-Schützling sich offenbar zuvor bereits die Luft genommen hatte und in der Folge sehr rasch komplett durchgereicht wurde.

In Anbetracht der Tatsache, dass die ersten 1.100 Meter bei 1:08,4 lagen, hielt der zu Beginn des Anstiegs bereits wieder führende Klaus von Herten blendend durch und brachte das Feld auch noch bis in den Einlauf, konnte die Spitze aber natürlich nicht bis ins Ziel verteidigen.

Leichtes Spiel hatte somit Eric Raffin nach der Tempohatz mit dem von Sofia Aronsson Hofstedt vorbereiten Schweden Emirre (Foto: sulkysport.se), den der französische Champion unterwegs weitgehend mit Führpferd versteckt hatte, um ihm bei seinem Einstand im Land der Trikolore auf Anhieb zu einem sehr leichten Speed-Sieg in 1:10,9 zu verhelfen. Dahinter war der seine Bestmarke um 1,3 Sekunden auf 1:11,3 steigernde Exploit Kronos, der sich unterwegs stets an seinem Reisegefährten orientiert hatte, das stärkste Pferd und ergatterte den mit 11.500 Euro dotierten Ehrenplatz, während Klaus von Herten auf der Linie auch noch Karolus Fair (Pierre Yves Verva) vor sich anerkennen musste, für Rang vier aber immerhin auch noch 3.680 Euro für die mildtätigen Zwecke seiner großen Besitzerschar mit nach Hause nehmen konnte. In Summe sprangen über 15.000 Euro für die beiden Nimczyk-Schützlinge heraus.

Aus französischer Sicht weit interessanter waren die nächsten Qualifier für die Kriterien der Drei-, Vier und Fünfjährigen, die jeweils unter Gruppe-II-Status ausgetragen wurden.

Bei den dreijährigen Stuten war die bei 19:10 favorisierte Face-Time-Bourbon-Tochter Nocive du Choquel (Francois Lagadeuc), die ihre Chancen beim vorherigen Start versprungen hatte, das Maß aller Dinge und gewann um 130.000 Euro in 1:13,8 / 2.700 m, während bei den Hengsten der für 42:10 gehandelte Ready-Cash-Sohn Nat King Cole (Foto unten: Aprh Le Trot) aus der Allaire-Schmiede mit David Thomain um 120.000 Euro in 1:13,5 / 2.700 m sogar einen Tick schneller war.

Nicht unbedingt zu rechnen war mit den Siegern bei den Vierjährigen, wo sich zunächst die For-You-Madrik-Tochter Molly Madrik mit Eric Raffin um 120.000 Euro für 170:10 in 1:12,1 / 2.700 m durchsetzte und damit ebenfalls schneller war als der Sieger in der offenen Partie, die der von Village Mystic gezeugte Maestro Vrie mit Mathieu Mottier um die gleiche Börse in 1:12,3 / 2.700 m zum Kurs von 89:10 auf sein Konto brachte.

Langsamer als alle vorher Genannten war bei den Fünfjährigen, wo die Favoriten im Kollektiv versagten, der Royal-Dream-Sohn Lord du Bassin (Titelfoto: Aprh Le Trot), mit dem Alexandre Abrivard um 120.000 Euro in 1:13,9 / 2.700 m für lukrative 130:10 anschlug.

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